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Nautilus

Das Leben unter dem Meeresspiegel

Der Mensch war schon immer von dem Gedanken fasziniert, mit, von oder unter dem Meer leben zu können. Einen ersten Kontakt mit dem Leben im Meer erhielten wir als Kinder durch die Fernsehreihe "Geheimnisse des Meeres", in der zu Jacques Cousteau in den 70iger Jahren uns das Leben im Meer nahe brachte.

Jacques Cousteau Im Spiel finden wir eine versunkene Zivilisation. Die bekannteste Legende einer solchen Stadt ist die von Atlantis. Sie geht auf Platon zurück, ist zeitlich also bereits vor unserer Zeitrechnung entstanden. Es gibt viele Geschichten um Atlantis, aber der Wunsch der Menschheit, die schöne und reiche Stadt unter dem Meeresspiegel eines Tages zu entdecken - vielleicht auf eine ähnliche Art und Weise wie Troja - ist bisher unerfüllt geblieben.

In den Geschichten von Jules Verne, die sich um Kapitän Nemo und seiner Crew ranken, spielt Atlantis keine zentrale Rolle, doch selbst in der Nebenrolle wird Atlantis als schön beschrieben. Doch auch hier bleibt die Stadt unerreicht, denn der Erzähler der Geschichte, der Meeresbiologe Professor Pierre Arronax, sieht die Stadt nur aus dem U-Boot. Der Hauptgedanke in 20000 Meilen unter dem Mee wird denn auch von der Lebensweise des Kapitän Nemos verkörpert. Er hat dem Land und damit der Menschheit entsagt und bezieht alles Lebensnotwendige wie Nahrung und Energie aus dem Meer.

Die Verfilmung mit James Mason als Nemo führt uns in die Film- und Fernsehwelt, doch anderes als bei Jacques Cousteau dieses Mal in den Bereich der Science Fiction. Es gibt reichlich Verfilmungen um ein Königreich unter dem Wasser oder um die Besiedelung des Meeresgrunds. Manchmal bietet er wie in der deutschen Fernsehserie Start der "Orion"Raumpatrouille nur ein Nebenschauplatz: hier ist die Generalität in einer Unterwasserstation angesiedelt und das Raumschiff Orion startet aus dem Meer. Andere Filme wie der Zeichentrickfilm Arielle spielen fast ausschließlich im Meer. Eine anderes Motiv, das sich immer wieder findet, ist das versunkene Schiff und die Bergung der Schätze aus dem Wrack, sei es nun wie in Die Tiefe als Fiction oder die erfolgreiche Verfilmung des Untergangs der Titanic.

Mit der Titanic schlagen wir den Bogen zurück in die Realität. Inzwischen ist des internationale Raumfahrtstation ISS in Betrieb und der erste Weltraumtourist hat sich bereits an Bord ein paar vergnügliche und interessante Tage gemacht. Ein Leben unter dem Meeresspiegel ist hingegen nicht in Sicht und selbst das Leben auf der Meeresoberfläche wie auf einer Bohrinsel ist eingeschränkt und zweckgebunden, von Katastrophen in der Vergangenheit zu schweigen.

So bleibt die Faszination für die Meere, das Leben in ihm und die Gewalten an seiner Oberfläche bestehen, aber eine Station, wie sie in Nautilus gebaut wird, ist weiterhin Fiction.