COVER

Nautilus

Die Geschichte

Die Geburtsstunde von Nautilus war eine Nachrichtensendung am 18. November 1998, welche ist im Logbuch der Nautilus nicht mehr vermerkt. Der Nachrichtensprecher verkündete, eine Trägerrakete sei erfolgreich ins Weltall gestartet und habe ein Modul für die Raumstation ISS (International Space Station) an Bord. Dieses Modul ist und war der grundlegende Baustein der Raumstation, an der sich heute Nationen in der ganzen Welt beteiligen. Kurze Zeit später erzählte Wolfgang Brigitte von diesem Start und von der Idee, die gemeinsame Konstruktion einer Weltraumstation zum Gegenstand eines Spiels zu machen. Als Deep Space Nine Fan kam von Brigitte sofort die Idee, Cover des Prototypen "Tiefsee" an Bord dieser Station verschiedene Völker mit unterschiedlichen Eigenschaften sein müssten. Die Idee wurde noch ein wenig weiter ausgeführt. So wurden Überlegungen in Richtung von Forschungsexpeditionen angestellt, die noch unbekannte Planeten nach Bodenschätzen und Leben absuchen sollten und das es hierbei je nach Natur des Weltraumvolkes unterschiedliche Ziele geben müsse.

Da nur wenige Tage zuvor unser dritter Sohn Raphael geboren wurde und dieser noch im der Neugeborenstation im 40 km entfernten Gilead zu Bielefeld lag, ruhte die Idee vorerst, da die familiären Dinge sehr viel Zeit beanspruchten. Durch Raphael bedingt besuchte auch nur Wolfgang die Spielwarenmesse in Nürnberg 1999. Dort wurde u. a. durch eine Schachtel auf ein großes Weltraumspiel hingewiesen: die Sternenfahrer von Catan. Als Science-Fiction-Fans wussten wir, dass sich Spiele mit solchen Themen nicht übermäßig durchgesetzt haben und wenn Catan nun den Weltraum erobert, konnte es unser Spiel nicht tun. Wir empfanden es nicht als traurig, sondern warteten eher auf die Sternenfahrer, die sich bei uns mit ihrer Zweipersonenvariante Sternenschiff Catan derzeit großer Beliebtheit erfreuen.

Wohnraum und Labor des Prototypen Uns gefielen die Ideen zu Nautilus - es hatte zu diesem Zeitpunkt immer noch keinen Namen - zu sehr, um die Idee fallen zu lassen. Ziemlich schnell verlegten wir den Ort des Geschehens unter Wasser: in einer Station unter Wasser leben Forscher mit verschiedenen Aufträgen, die zur Erforschung des Meeres die Station in U-Booten verließen. Während die Weltraumversion nie das Licht dieser Erde erblickte, wurde die Unterwasserversion tatkräftig umgesetzt und zum ersten Mal erhielt das Spiel einen Arbeitstitel: Tiefsee.

Während der nächsten Monate wurde gebastelt und gespielt, getestet und verbessert, was wieder hieß zu basteln, zu spielen und zu testen. Dann gab es endlich eine Version, die man als fertigen Prototypen bezeichnen konnte. Jedenfalls dachten wir das damals, nicht ahnend, welche Änderungen der Inhalt des Spiels noch nehmen würde. Nichtsdestoweniger wurde das Spiel durch eine "endgültige" Regel und optischen Dinge wir ein Schachtelcover vervollständigt. Diesen Prototyp stellten wir dann auf dem Göttinger Spieleautorentreffen vor.

Dort hatten wir einen Platz sehr weit hinten in der Stadthalle. Dies änderte aber nichts daran, dass der Prototyp oft angeschaut wurde. Einer derjenigen, die den Prototyp sahen und sich näher erklären ließen, war Wolfgang Lüdtke, seines Zeichens Mitarbeiter von TM und (mit)verantwortlich für die Produkte von Kosmos. Wie er uns sagte, wollte er schon U-Boot der 1. und der 2. Generation immer mal ein Spiel herausbringen, dass unter Wasser spielt. So gelangte es für eine tiefere Betrachtung in die Hände von TM und Kosmos. In den nächsten neun Monaten wurde weiterhin hart an dem Spiel gearbeitet. Beide Seiten testeten es auf Herz und Nieren. Ende März war es dann soweit: wir erhielten einen Vertrag über unser Spiel. Noch immer lief der Prototyp unter dem Arbeitstitel "Tiefsee".

Auch in den folgenden Monaten wurde noch an dem Spiel geschliffen. Irgendwann kam dann von Kosmos die Idee, das Spiel in eine Welt zu verlegen, die von Jules Verne stammen könnte. Nun ist Jules Verne einer der größten Science Fiction Schreiber der Geschichte und wir große Science Fiction Fans. So waren wir über diese Idee hocherfreut. Sofort wurden die Jules Verne Bücher hervorgeholt und die Geschichten wie "20000 Meilen unter dem Meer" noch einmal gelesen. Einige Dinge mussten aufgrund der anderen Zeitepoche noch einmal angepasst werden, der Spielmechanismus blieb unverändert. Lediglich der moderne Titel "Tiefsee" wurde ausgetaucht, in den endgültigen Titel Nautilus.