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TemboTembo

Ich vermute, dass Spiel wurde nach dem suahelischen Wort für Elefanten benannt, nicht nach dem Fluss in Angola. Passen würde beides zu diesem Spiel, denn wir befinden uns an der Furt eines Flusses. Gnus, Zebras und Antilopen möchten hier auf die an der Uferseite gelangen. Weil im Wasser Krokodile leben und Löwen sich hier ihre Beute suchen, benötigen sie den Schutz eines Elefanten.

Die Furt wird aus den Rückseiten von fünf Karten gebildet. Die gleiche Anzahl bekommt jeder Spieler als Kartenhand. Beutetiere, also Gnus, Zebras und Antilopen, weisen eine Zahl von 1 bis 42 auf.
An einer leeren Stelle an der Furt darf jedes Tier ausgelegt werden. Ist sie besetzt, muss die Zahl höher sein. Haben die Zahlen zweier Tieren eine Differenz von Eins oder Zwei, dürfen sie zusammengespielt werden. Anstelle eines Beutetieres kann der Spieler auch ein Krokodil spielen. Die meisten fressen entweder das vorderste Tier oder alle Tiere einer Art. Nur das Superkrokodil frisst alle Tiere an einer Überquerungsstelle.
Für Siegpunkte muss ein Elefant die Tiere über die Furt führen. Dazu müssen sich mindestens drei Tiere an der Überquerungsstelle befinden. Die Tiere sind sicher und bringen ihrem Besitzer je nach Wert zwei bis fünf Siegpunkte.

Danach füllt der Spieler seine Kartenhand wieder auf. Zieht er dabei einen Löwen, legt er ihn auf eine Überquerungsstelle. Alle Tiere dort werden gefressen und die Stelle ist für diesen Durchgang gesperrt. Ein Durchgang endet, wenn ein Spieler keine Karte mehr ausspielen kann. Wer in zwei Durchgängen die meisten Punkte erzielt, ist Sieger.

Friedlich geht es in diesem Spiel nicht zu, denn es werden reichlich Tiere gefressen. Dabei sind gute Karten hilfreich: Tiere mit eng beieinanderliegenden Zahlen erlauben mir mehr Tiere zu spielen und mit Krokodilen auf der Hand fressen ich nicht nur gegnerische Tiere, sondern kann meine auch verschonen.
Spieler, deren Tiere häufig das andere Ufer erreichen, sind mit dem Ablauf zufrieden. Wer hingegen zuschauen muss, wie seine Tiere zu Nahrung werden, fühlt sich dem Spiel ausgeliefert. Dieses Gefühl wird noch dadurch verstärkt, dass es keinen Schutz für einen Spieler gibt, der hinten liegt. Seine Tiere werden auch weiterhin (mit)gefressen.

Ich habe beide Gefühlswelten erlebt. Es gibt sie in jedem Spiel, weil es immer einen Spieler gibt, „bei dem es läuft“ und auch immer das Gegenstück. Das war bei uns selbst im Spiel zu zweit so. Weil ich der Meinung bin, dass gute Spiele auch Spielern Spaß machen sollten, die nicht erfolgreich sind, ist Tembo für mich kein gutes Spiel. (wd)

Steckbrief
Tembo

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Andreas Spies Nürnberger Spielkarten 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre ca. 20 Minuten Oliver Freudenreich, Sandra Freudenreich