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Sheep & ThiefSheep & Thief

Es war einmal ein einzelnes Schaf, das lebte glücklich auf seiner Wiese. Dort stand zum seinem Schutze ein Stall. Es hatte von der weiten Welt gehört, von der großen Metropole Schafhausen und von Fritz, dem Fuchs, der Schafen auflauerte, sollte sie sich auf den Weg in die Stadt begeben. Und auch von Gustav und seinem Sohn wusste es, von diesen braven, hilfreichen Hirtenhunden. Wenn man es aber genau nahm, kannte es nur Gerüchte und wusste so gut wie nichts, denn das einzige, was es wirklich wusste, war die Lage von Schafhausen. Es war irgendwo im Südwesten. Alles dazwischen war unbekannt, weiße Flecken auf der Landkarte, wie wir Menschen sie früher auch hatten.

Nun war das Schaf neugierig und machte sich auf den Weg. Seine Landkarte hatte es in 16 Felder eingeteilt. Ganz oben links, also im Nordwesten war sein Stall und unten rechts waren die Brücken nach Schafhausen. Dazwischen lange 15 unbekannte Felder. Ein Wesen namens Spieler würde ihm helfen, einen Weg nach Schafhausen zu finden.
Dieser Spieler kannte fünf der Landschaften. Sie zeigten Flüsse und Wege, weitere Ställe, zur Zierde auch Bäume, manchmal einen Hirtenhund und hin und wieder auch den bösen Fuchs. Er musste sich für eine Landschaft entscheiden und die anderen vier an einen anderen Spieler weitergeben. Dann bekam er vier Landschaften, auch von einem Spieler. Er musste wieder eine Entscheidung treffen. So ging es weiter, bis er schließlich wieder fünf Landschaften besaß.

Nun konnte er eine Landschaft auf einen der weißen Flecken legen. Sie musste an das bekannte Gebiet des weißen Schafes anschließen. Wege durften dabei zu Sackgassen werden, Flüsse hingegen flossen weiter, auch über Landschaftsgrenze hinweg. Hielten sich Tiere auf der Landschaft auf, wurden sie aktiv. Schafe standen einfach herum und waren eine nette Begegnung. Ein Hirtenhund trieb eine Herde von Schafen vor sich her. So gelangten Schafe von einer Landschaft zur anderen. Meistens trieb der Hund die Schafe zu einem Stall, denn dort waren sich sicher vor dem Fuchs. Der lief eigenständig über die Landschaft und fing Schafe ein. Die von den Mitspielern kamen auf die eigene Koppel, die eigenen Schafe hingegen waren verloren.

Drei Mal wurden Landschaften verteilt und dann vier der fünf ausgelegt. Damit waren 12 der weißen Flecken auf der Landkarte verschwunden. Nun war der Landschaftsbau ein Spiel, bei dem sich die Spieler messen. Damit ein Vergleich stattfinden konnte, gab es eine Punktwertung: Jedes Schaf auf den eigenen Landschaften und auf der eigenen Koppel, Fritz sei doch mal Dank, brachten einen Punkt. Ein Weg in die kleineren Städte Wollstadt und Mähmingen brachte fünf Punkte, der Weg nach Schafhausen gar zehn. Außerdem gab für jeden Fluss Punkte, je länger er war, desto mehr. Wer dann die meisten Punkte hatte, gewann den Wettbewerb.
Wer noch ein wenig mehr tun wollte, konnte zu Beginn auch noch Aufträge verteilen und mit einem schwarzen Schaf starten. Die Aufträge gaben vor, was in der eigenen Landschaft zusätzlich Punkte bringt. Das schwarze Schaf hingegen macht sich auf den Weg nach Schafhausen und je weiter es dorthin gelangt, desto mehr Punkte bringt es.

Wir schauen einmal, wie viel Spaß der „Spieler“ bei der Reise nach Schafhausen hat. Das Thema und die Zeichnungen stimmen liebevoll auf den bevorstehenden Landschaftsbau ein. Das Spiel besteht abwechselnd aus zwei Teilen, dem Verteilen der Karten durch Drafting und dem Auslegen der Landschaften. Für mich sind beide Teile in einem schönen Gleichgewicht. Beim Auswählen der Karten muss ich schon ein Stück planen, obwohl ich nicht alle zur Verfügung stehenden Landschaften kenne. Später, beim Auslegen, muss ich das Beste aus meinen Landschaften herausholen. Hier kann es dann zu Störungen durch Fritz kommen, denn er klaut nicht nur Schafe, sondern verhindert auch das Auslegen einer Landschaft auf dem Feld, auf dem er sich befindet. Fritz sorgt dann auch, neben dem Drafting, für Interaktion. Dabei hat er nichts Gutes im Sinn und stellt gemeinhin für die Mitspieler ein Ärgernis dar.

Das Spiel besticht durch seine „süßen“ Zeichnungen, die Holzfiguren und sein Thema. Die Spieldauer ist ideal für ein Spielchen zwischendurch. So findet sich hier ein Spiel, mit dem der beliebte Drafting-Mechanismus gut Einzug bei Familien halten kann. (wd)

Steckbrief
Sheep & Thief

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Yuichi Sakashita Pegasus 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre 20 - 40 Minuten Wee Yee Chong