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EnigmaEnigma

Enigma ist das griechische Wort für Rätsel. Bekannter wurde der Begriff als Name einer Verschlüsselungsmaschine für Funkbotschaften im zweiten Weltkrieg. Der Titel hier bezieht sich auf das griechische Wort, gilt es doch in dem Spiel diverse Rätsel zu lösen und damit das Recht zu bekommen, am großen Leitungsbau teilzunehmen. Es gibt vier verschiedene Rätsel, aus denen sich die Spieler reihum eines aussuchen. Dabei darf jedes Rätsel nur einmal gewählt werden. Zur Verfügung stehen: Rechenaufgabe als Waage

Nachdem alle Spieler ihr Rätsel vor sich liegen haben, versuchen sie es gleichzeitig zu lösen. Der erste, der sein Rätsel gelöst hat, dreht die Sanduhr um. Nun haben die Mitspieler eine Sanduhrlänge Zeit, ihr Rätsel auch noch zu lösen.
dreidimensionales PuzzleDanach wird an dem Leitungssystem gebaut. Wer sein Rätsel gelöst hat, dreht das Plättchen um. Es zeigt nun einen Teil des Leitungssystems. Zwischen den Leitungen sind Kammern in drei Farben. Wenn eine Farbe im entstandenen Teilsystem noch nicht von einer Figur, hier Ingenieur genannt, besetzt ist, darf der Spieler das jetzt tun.
Sobald ein Teilsystem abgeschlossen ist, kommt es zur Wertung: Jede Figur erhält jetzt pro Kammer in der gleichen Farbe einen Punkt. Sobald ein Spieler 15 oder mehr Punkte hat, endet das Spiel mit der laufenden Runde.

Rätselspiele haben ihre eigenen Gesetze. Eines dieser Gesetze besagt, dass es zwei Klassen von Spielern gibt: Solche, die es beherrschen und andere. Treffen Spieler beider Gruppen aufeinander, sind die einen klar überlegen, und das führt zu Frust bei den anderen. Zwar gibt es hier verschiedene Rätsel, so dass jeder seine Vorliebe ausleben kann, der Unterschied wird dadurch aber nicht kompensiert.
Bezüglich der Rätsel habe ich in meinen Runden festgestellt, dass die Röhren am häufigsten gelöst wurden. Am schwersten taten sich meine Mitspieler mit dem dreidimensionalen Puzzle. Die Unterschiede waren messbar, störten die Spielbalance aber nicht. Einige Rätsel schienen unlösbar, vor allem die dreidimensionalen Bauten. In einer ruhigen Minute außerhalb des Spiels fiel die Lösung leichter. Andere Rätsel hingegen lebten von Denkblockaden. Die Lösung wurde nicht gesehen, weil sie scheinbar naheliegend und einfach war. Insgesamt überzeugte mich die Rätselgestaltung, wenngleich ein Rätsel doppelt vorhanden ist.

Anfang des LeitungssystemsGanz anders verhält es sich bei der Wertung. Auf vielen Teilen sind die Kammern durch Leitungen verbunden. Wer sein Rätsel löst, kann daher leicht den Abschluss von Teilsystemen verhindern. Schnell sind die drei Ingenieure verbaut, weil es viele offene Enden gibt. Der betroffene Spieler nimmt noch am Spiel teil, denn er kann weiterhin Rätsel lösen. Bezüglich des Siegs aber ist er außen vor.
Wie beschrieben sind die Rätsel in ein taktisches Legespiel eingebettet. Es ähnelt einem Carcassonne mit vielen Straßen. Ich kenne keinen Spieler, der dort ein Rätsel lösen möchte, bevor er sein Plättchen anlegen darf. Und hier auch nicht.
So haben wir hier ein Spiel mit schönen Rätseln und einer unsäglichen Wertung. Diese ist dann auch dafür verantwortlich, dass Enigma nur schwer auf den Spieltisch zu bekommen ist. (wd)

Steckbrief
Enigma

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Touko Tahkokallio Zoch 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre 30 - 45 Minuten Victor Boden