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Via AppiaVia Appia

Via Appia, die alte Römerstraße führte von Rom überTerracina und Benevent nach Brindisi. Sie wurde anfangs für militärischen Nachschub im Kampf gegen die Samniten erbaut. Später wurde sie verlänger, und entwickelte sich zu einer wichtigen Handelsstraße. Selbst in der heutigen Zeit ist die Staatsstraße (SS7) die zu einem großen Teil der alten Via Appia folgt, ein wichtiger Verkehrsweg,

Der TransportkarrenNun erschien bei Queen Games ein gleichnamiges Spiel.
Wir werden zu Baumeistern, die die Via Appia errichten. Zu Beginn des Spieles erhalten wir je nach Starposition Steine und/ oder Sesterzen. Außerdem besitzt jeder Spieler einen Transportkarren, auf dem Steinplatten für den Bau transportiert werden müssen.

In diesem Spiel ist ein Steinbruch das "Herzstück". Er funktioniert, wie die "Mondräumer" auf dem Jahrmarkt. Vorn werden Steine hereingeschoben, hinten fallen (meist) welche heraus.

Ich habe in meinem Zug vier Möglichkeiten aktiv zu werden.
Ich kann Einkommen bekommen. Zu Beginn des Spieles liegen sieben Einkommenskarten offen aus. Diese Karten zeigen Geld und Steine. Anfangs kann ich nur eines von beidem bekommen. Sind nur noch drei oder weniger Karten da, erhalte ich sogar beides. Ist nur noch eine Karte da, bekomme ich zusätzlich noch eine "Schieben +1" Karte, wenn ich keine besitze. Diese Karte kann ich bei der nächsten Aktion einsetzen.
SteinbruchIch kann nacheinander bis zu zwei Steine in den Steinbruch schieben. Für jeden Stein, der am anderen Ende des Steinbruches herunterfällt, erhalte ich eine entsprechende (oder auf Wunsch kleinere) Steinplatte, falls sie noch auf meinen Karren passt. Mit der "Schieben +1" darf ich einen dritten Stein einschieben.
Diese Steinplatten brauche ich zum Straßenbau. In sämtliche Straßenabschnitte ist schon genau vorgeplant, wo große, mittlere oderkleinere Steile gelegt werden sollen. Ich darf aber nur an Abschnitten bauen, an denen ich schon anwesend bin oder war.
Hierzu gibt es noch die Aktivität Reisen. Ich darf eine oder zwei Platten verbauen, zwei aber nur, wenn der vorhergehende Straßenabschnitt vollständig fertig ist. Je größer die gebaute Platte, desto mehr Siegpunkte bringt ihr Bau ein. Baue ich sogar zwei Platten erhalte ich einen Sesterz zusätzlich. Beim Reisen bewege ich mich um bis zu drei Platten weiter. Hier ist der einzige Einsatz von Geld vorhanden. Je länger und je früher ich reise, desto teurer ist es. Dafür erhalte ich für frühes ankommen in den Städten mehr Siegpunkte.

Das Spiel ist in der Runde beendet, in der die Straße vollständig erbaut wurde oder der erste Baumeister Brindisium erreicht. Dann gibt es noch Bonuspunkte für diejenigen, die am meisten oder zweitmeisten an den einzelnen Bauabschnitten gebaut haben.

SpielsituationVia Appia ist ein besonderes Spiel auf dem Markt, da es neben der Taktik als weiteren wichtigen Einfluss eine Geschicklichkeitskomponente besitzt. Das beobachten der Mitspieler, die Analyse der noch zu bauenden Platten, die Entscheidung Reisen oder Bauen, bei dem man den Mitspielern oft den Vorteil des schnellen Reisens erlaubt, all dies findet man auch in ähnlicher Form in anderen Spielen. Der Steinbruch ist wirklich etwas Neues im strategischen Brettspielbereich.

Mit etwas Erfahrung und Übung, kann man recht sicher schieben, doch der Steinbruch reagiert oft unerwartet. Mal fallen überraschend viele Steine herunter mal bleiben alle Steine im Steinbruch. Doch nichts gibt es im Steinbruch nicht, da man nach schieben zweier Steine bei denen nichts herausfiel, zum Trost eine kleine Platte oder ein Sesterz erhält. Die Eigenwilligkeit, eine Geschicklichkeitskomponente, die mit etwas Unberechenbarkeit gepaart ist in einem taktischen Spiel zu integrieren, macht das Spiel reizvoll. Es ist einfach anders. Ob es gefällt, muss jeder für sich entscheiden.

All die Eigenschaften zusammengenommen, gepaart mit einer angenehmen Spieldauer, machen das Spiel zu einem unterhaltsamen strategischem Familienspiel mit hohem Aufforderungscharakter.(bd)

Steckbrief
Via Appia

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Michael Feldkötter Queen Games 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre ca. 45 Minuten Claus Stephan