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Stories!Stories!

Es war einmal ein mal ein Spiel, bei dem Geschichten erzählt werden sollten. Da es aber keine Märchen waren, erschien ein Beginn mit "Es war einmal ..." nicht passend. Auch verwies diese Einleitung viel zu weit zurück in die Vergangenheit und so wurde die klassische Erzähleinleitung in "Als ich ..." verwandelt.

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Nun gehören zu jeder Geschichte ein Erzähler und viele aufmerksame Zuschauer. In einem Spiel zu bestimmen, wer Erzähler ist, ist ganz einfach: Jeder Spieler darf einmal erzählen oder wenn die Runde ganz klein ist, auch zwei Mal. Zuhörer sind dann die anderen Spieler. Damit diese auch aufmerksam sind, müssen sie vorab eine Prophezeiung machen, indem sie fünf Wörter aufschreiben, die der Erzähler voraussichtlich benutzen wird. Alles, was die Zuhörer dazu wissen, ist der Einleitungssatz der Geschichte und wer diese Geschichte erzählen wird. Nun wäre das einfach mit "der", "die", "das", "ein" und "eine" zu beantworten, aber so geht es natürlich nicht. Erlaubt sind nur Substantive, Adjektive und Verben und auch für die gibt es feste, einschränkende Regeln. Details können wir uns ersparen, denn die Regeln sind einfach und jeder findet schon "seine" fünf Wörter.
Jetzt kann der Erzähler mit seiner Geschichte beginnen. Jeder der Zuhörer achtet darauf, ob seine Wörter in der Geschichte vorkommen. Driftet der Erzähler zu weit ab, verwendet er die falschen Wörter oder ist nicht präzise genug, kann der Zuhörer nachfragen. Eine Sanduhr gibt das Ende der Geschichte bekannt, die damit ein zeitliches Ende, aber selten nur einen erzählerischen Ausgang erhält. Dann gibt es Punkte: Pluspunkte hängen davon ab, ob ein Zuhörer das Wort als einziger notiert hat oder ob mehrere dasselbe Wort aufgeschrieben haben. Hinzu kommen wenige Minuspunkte, wenn ein Zuhörer Zwischenfragen stellt. Zuletzt bekommt noch der Erzähler Punkte und zwar so viele, wie der beste Zuhörer bei seiner Geschichte bekommen hat. Damit ist der Erzähler motiviert, beim Thema zu bleiben.

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Als ich Stories spielte hatte ich zuerst eine Spielrunde, die sehr stark darauf bedacht war, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Hier verwendeten die Erzähler oft Aufzählungen und hetzten durch die Geschichte. Das war für die Zuhörer sehr anstrengend, weil schwer zu verfolgen war, welche Wörter denn nun in der Geschichte vorkamen. Auch war das Ergebnis selten eine Geschichte. Solch eine Runde spielt besser etwas anderes als Stories.
Als ich nochmal Stories spielte, hatte ich eine ganz andere Runde. Hier wurden wirklich Geschichten erzählt. Der Fortgang der Erzählung war in einem angenehmen Tempo, wodurch auch gut Zwischenfragen gestellt werden konnten. So manches Mal hätte man nach Ablauf der Zeit gern gewusst, wie die Geschichte ausgeht. In dieser Spielrunde standen die Geschichten im Mittelpunkt und nebenher gab es noch eine Wertung, weil wir ein Spiel und kein Buch vor uns hatten.

Ich habe Stories in weit mehr als diesen beiden Spielrunden gespielt. Sie sind von mir als typische Vertreter gewählt worden für das, was ich mit Stories erlebt habe. Sobald effizient auf die Punkte gespielt wird, nimmt der Spielreiz ab. Stehen hingegen die Geschichten im Mittelpunkt, ergibt sich ein unterhaltsames Spiel mit vielen witzigen und nachdenklichen Momenten. Dies ist mein Fazit, das ich hier verallgemeinere: Jeder möge seine Mitspieler einschätzen, wie sie zu einem solchen Spiel stehen. Für Effizienzrunden rate ich von diesem Spiel ab, für Erzählrunden kann ich es empfehlen. (wd)

Zum Spiel gibt es einen Bericht über den Einsatz im Deutschunterricht.

Steckbrief
Stories!

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Thomas Odenhoven Schmidt 3 - 10 Spieler ab 8 Jahre ca. 30 Minuten Michael Menzel