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Glück aufGlück auf

Glück auf! ist der Gruß der Bergleute, mit dem sie sich einerseits Erfolg und andererseits eine wohlbehaltene Rückkehr nach der Schicht wünschen. Der Gruß ist in Bergwerksregionen wie dem Revier stark verankert. So spielte Schalke 04 früher in der Glückauf-Kampfbahn und in Herbert Grönemeyers Bochum ist er Bestandteil des Refrains. Unverkennbar durch den Titel, dreht sich bei diesem Spiel alles um Kohle, die gefördert und abtransportiert werden muss.

Spielplan mit Aktionsmöglichkeiten

Wir spielen einen Tag im Bergwerk. In drei Schichten, sprich Runden, schicken wir unsere Arbeiter zu den verschiedenen Aufgaben, die in einer Zeche zu erledigen sind. Dabei ist eine ganz simple Wirtschaftskette zu durchlaufen: Wir benötigen Geld, um in unserem Bergwerk die Stollen auszubauen und so an weitere Kohle zu kommen. Die Kohle wird dann über mit den Förderkorb an die Oberfläche gebracht. Dort wird sie, soweit möglich, den bereits erteilten Aufträgen zugeordnet oder notfalls zwischengelagert. Schließlich steht die verladene Kohle zum Abtransport bereit und es muss nur noch das richtige Fahrzeug besorgt werden.

Geregelt werden alle Dinge über Aktionsfelder mit unterschiedlichem Wert. Zu Beginn jeder Schicht sind die Felder leer. Um eine Aktion ausführen zu dürfen, muss ich das Feld mit Arbeitern besetzen, und zwar immer mit einem Arbeiter mehr sich momentan dort befinden. Zu Beginn genügt also ein Arbeiter, später wird es kostspieliger. Schauen wir uns dies einfach mal beim Geld an: Es gibt Felder für 3 bis 6 Geld. Möchte ich Geld, bekomme ich zunächst 6 Geld für einen Arbeiter. Ein folgender Spieler hat nun die Option, entweder 5 Geld für einen Arbeiter oder 6 Geld für zwei Arbeiter zu bekommen. Auf die gleiche Art bekommen wir Aufträge, Kohle, Fördermöglichkeiten und Fahrzeuge.

Nach jeder Schicht gibt es eine Wertung, bei der es um Mehrheiten geht. Mit Ende der Frühschicht wird geschaut, wer die meiste Kohle ausgeliefert hat. Kohle gibt es in vier Qualitäten und je höher die Qualität, desto mehr Punkte bringt die Kohle. Nach der zweiten Schicht wird zusätzlich geschaut, mit welchem Fahrzeug die Kohle abtransportiert wurde. Schließlich kommt nach der Nachtschicht noch die Wertung für abgebaute Kohle hinzu. Nach der letzten Schicht folgt die Schlusswertung, bei der es auf der einen Seite für das restliche Geld und die restliche Kohle einen Bonus gib und auf der anderen Seite für nicht erfüllte Aufträge und nicht ausbalancierte Bergwerke eine Malus.

Bergwerk

Auf den ersten Blick wirkt Glück Auf! wie ein normales Worker Placement Spiel: Wir setzen Arbeiter ein und erhalten dafür eine Aktion. Schaut man jedoch genauer hin, stellt sich das Spielprinzip anders dar. Hier geht es nicht darum, bestimmte Aktionen zu bekommen, sondern um den Preis, der zu zahlen ist - gemessen an der Anzahl der einzusetzenden Arbeiter. Zahle ich den Preis, kann ich jedes gewünschte Feld besetzen und die gewünschte Aktion durchführen. Damit ändert sich das Spielgefühl gegenüber den meisten Worker Placement Spielen gewaltig: Die Konkurrenz ist subtiler, denn ich kann Aktionen nicht mehr verhindern, sondern "nur" verteuern. Somit ist hier der Ärgerfaktor wesentlich geringer als bei anderen Worker Placement Spielen ohne dabei an Interkation zu verlieren.

Des Weiteren bietet Glück Auf! andere Qualitäten: Die Einsatzregel ist einfach und wird konsequent angewendet. Ähnliches gilt für die Aktionen, die jede für sich schnell umgesetzt werden kann. Und auch wenn es nur fünf Bereiche gibt, in denen die Arbeiter aktiv werden können, ergibt sich eine Vielzahl an Entscheidungsmöglichkeiten. Es gilt abzuwägen, welche Aktionen ich benötige und welche davon meine Mitspieler in nächster Zeit ebenfalls ausführen möchten. In diesem Spiel ist nicht der Mängel an Ressourcen die treibende Kraft, sondern es sind die Mitspieler, die einem im Nacken sitzen.

Ich möchte noch kurz ein Wort zum Thema sagen. Natürlich ist die Mechanik, wie die Arbeiter eingesetzt werden, vorherrschend. Dennoch finden sich viele Elemente aus dem Bergbau wieder. Vor allem die Umsetzung des Förderturms mit dem Abtransport der Kohle über den Förderkorb lässt das Bergwerk vor den Augen der Spieler real werden. Anders als bei vielen Spielen wirkt das Thema deshalb nicht aufgesetzt.

Glück Auf! basiert auf bekannten Prinzipien, die leicht abgewandelt wurden. Es zeichnet sich mehr durch seine gute und schnelle Spielbarkeit als durch seine Originalität aus. Insgesamt ist das Ergebnis ein gutes Spiel aus dem Bereich der anspruchsvollen Familienspiele. (wd)

Steckbrief
Glück auf

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Wolfgang Kramer, Michael Kiesling eggertspiele 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre 60 - 75 Minuten Dennis Lohausen