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Finger Weg! Finger Weg!

Finger weg! Wie oft hat man dies als Kind zu hören bekommen oder auch selbst gesagt, wenn etwas sehr Verlockendes zu sehen war. Sei es die heiße Herdplatte oder die gerade frisch abgeschnittene Wurstscheibe.

Genauso geht es mir im gleichnamigen Spiel. Jede Aufgabe in diesem Spiel beginnt mit "Finger weg von …".
Dazu werden acht verschiedenen Antworten geboten, von denen nur eine richtig ist.

Zum Beispiel: Finger weg ...
von der Firma, in der sich Teile der Gründernamen "verstecken" (Foto)

Der aktive Spieler wählt eine der noch freien Antworten aus und liest sie vor. Alle Mitspieler entscheiden parallel und geheim, ob sie meinen, dass die Antwort korrekt ist oder nicht. Dann schiebt der aktive Spieler den zugehörigen Schieber beiseite. Erscheint kein Blitz, hat der Spieler recht gehabt. Alle, die in dieser Runde ausgestiegen sind, d. h. gesagt haben, die Antwort sei gefährlich, bekommen so viele Punkte, wie schon Schieber geöffnet wurden. Dann geht der Schieber weiter zum nächsten Spieler. Erscheint der Blitz, bekommen alle, die jetzt ausstiegen 10 Punkte, und die nächst Aufgabe wird begonnen. Wer bis zum Schluss durchhält, wenn nur noch ein Schieber geschlossen ist, bekommt zehn Punkte.

Endlich mal ein Quiz, bei dem es darauf ankommt, falsche Antworten zu geben. Dies macht einigen anfangs leichte Probleme, doch das legt sich schnell. Die neue Denkweise und das breitgestreute Fragenspektrum macht das Spiel reizvoll.
Bei uns wurden am liebsten die Fragen aus dem Bereich "Dies und Das" gewählt, denn bei dem, wie wir es nennen "unnützen Wissen", gibt es hinterher oft lebhafte Diskussionen. Leider sind die Fragen insgesamt doch sehr unterschiedlich im Anspruch oder im Bewusstsein der Spieler verankert. So wussten alle über 40 jährigen, bei wem ich oben auf dem gelben Wagen sitze. Die Jüngeren zeigten nur fragende Gesichter. Bei anderen Fragen hatten dann die jungen Mitspieler die Nase vorn. Die unausgewogenen Fragen waren dann auch der Hauptkritikpunkt meiner Mitspieler. Auch das richtige Reinschieben der Karte in den Schieber, ohne die Lösung zu sehen, machte einigen Mitspielern Probleme.
Lobend will ich hier noch das Booklett mit Lösungen erwähnen. Die Fragen sind alle mit einer Zahl gekennzeichnet. Antworten dazu finden sich -oft sehr ausführlich- in diesem Booklett.

Doch nicht nur Wissen hier das Entscheidende.
Es heißt auch richtig zu taktieren, wenn ich mir nicht sicher bin, von was ich die Finger lassen soll. Steigen meine beiden Vorderleute aber aus, kann ich dann den Schieber plötzlich ganz überraschend in der Hand haben. Dann gibt es keine Möglichkeit mehr, noch auszusteigen. Jetzt heißt es: gekonnt raten.
Mir gefällt das Spielprinzip, die Kombination von Wissen, Einschätzen der Mitspieler und taktisches Aussteigen gut, denn ich hatte bei den Spielen viel Spaß. (bd)

Steckbrief
Finger Weg!

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Peter Wichmann Zoch 3 - 8 Spieler ab 12 Jahre ca. 45 Minuten Oliver Richtberg