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Crazy LabCrazy Lab

Kartenstichspiele gibt es viele. Deshalb stelle ich nur solche vor, die ungewöhnlich sind, so wie Crazy Lab. Zunächst wählen die Spieler ihre Farbe. Ein Kartensatz aus vier Karten zeigt eine Explosion in dieser Farbe, die im weiteren Spielverlauf für Minuspunkte sorgt. Auf den Rückseiten sieht man die anderen vier Farben mit einem Erlenmeyerkolben.

Bevor wir etwas mit dem Kartensatz machen, bekommen wir unsre Kartenhand. Sie besteht aus 10 Karten. Je Karte zeigt ein bis drei Farben in den Werten von 1 bis 6. Die Kombinationen der Werte ist dabei fest vorgegeben, z. B. ist der Wert 6 immer mit dem Wert 5 gekoppelt und es sind genau zwei verschiedene Farben auf der Karte.

Nun bestimmt jeder Spieler seine Farbe für Pluspunkte. Dazu legt er die Karte aus seinem zu Anfang bekommenen Kartensatz vor sich ab. Aus den restlichen drei Karten wählt er dann zwei für die Bestimmung von Trümpfen, während die dritte aus dem Spiel geht.

Damit beginnen die Stiche. Zuerst wird eine Trumpffarbe bestimmt, die für genau einen Stich gilt. Dafür hat jeder Spieler zwei Karten ausgewählt. Spielen weniger als fünf Spieler, werden die Karten der fehlenden Spieler per Zufall bestimmt, damit es immer zehn Karten sind. Nun spielt jeder eine Karte aus, wobei er frei aus seiner Kartenhand wählen darf. Der Stich geht dann an den Spieler mit der höchsten Karte: Das ist der höchste Trumpf oder, wenn kein Trumpf gespielt worden ist, die höchste Fehlfarbe. Bei Gleichstand gewinnt die zuerst gespielte Karte. Das klingt normal, ist es aber nicht: Da jede Karte bis zu drei Farben zeigt, gilt sie auch für alle diese Farben. Dadurch ist es nicht so leicht, keinen Trumpf zu spielen.

Nach zehn Stichen endet das Spiel. Jeder Spieler zählt nun die Punkte in seiner positiven Farbe und zieht davon die Punkte in seiner Minusfarbe ab. Wer den höchsten Wert hat, ist der Sieger.

negative Farbe positive Farbe Mixtur mit Werten 6 und 5 Mixtur mit Werten 4 und zei Mal 1

Crazy Lab ähnelt in seiner Spielanlage dem Spiel Sticheln, bietet aber genügend Unterschiede, um eine Daseinsberechtigung zu haben. Der wesentliche Unterschied sind die Karten mit mehreren Werten. Diese für mich neue Idee im Stichspiel führt dazu, dass viele althergebrachte Spielweisen von Stichspielen hier nicht mehr funktionieren.

Eine andere Komponente ist die Farbwahl. Hier wird die negative Farbe zugeteilt, während die positive Farbe gewählt werden kann. Dabei kann es zu unfairen Konstellation kommen, denn von 95 Karten sind maximal 50 im Spiel. Ob gerade von der positiven oder negativen Farbe besonders viel im Spiel sind, weiß man zunächst nicht.

Wie immer eine Partie ausgeht, sie dauert nur rund 20 Minuten. Das ist genau die richtige Zeit für dieses Spiel und wer gern mehr haben möchte, kann direkt eine weitere Partie anhängen. Wer ein leicht chaotisches Stichspiel mit einem gewissen Ärgerfaktor mag, findet in Crazy Lab einen guten Vertreter dieser Zunft. (wd)

Steckbrief
Crazy Lab

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Gregorio Morales, Jordi Gene Amigo 3 - 5 Spieler ab 10 Jahre ca. 20 Minuten Marek Blaha