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Riff RaffRiff Raff

Wenn Die See ruhig ist, schaukeln Schiffe gemütlich vor sich, manchmal rollen aber sie auch. Ist die See aber rauer, so stampfen und schlingern sie und die Seekrankheit treibt so manchem Passagier an die Reling. Ladung hingegen sollte gut verstaut sein, damit Wind und Wellen, Schlingern und Schaukeln ihr nichts anhaben kann.

Aufbau des SchiffesEin Schiff, ein Einmastsegelschiff mit drei Rahen, ist der Hauptakteur des Spiels. Wie der Konstrukteur das Schiff entworfen hat, ist links in vier Schritten dargestellt. Dieses Schiff ist zu beladen. Dazu erhält jeder Spieler den gleichen Satz von acht Gegenständen sowie einen Kartensatz mit Zahlen von 1 bis 10.
Jede der maximal zehn Runden beginnt damit, dass die Spieler eine Karte verdeckt ausspielen und dann gleichzeitig aufdecken. Der Spieler mit der höchsten Zahl wird Kapitän. Er entscheidet bei Gleichständen, denn die Karten bestimmen über die Spielreihenfolge. Der Spieler mit der höchsten Zahl beginnt und platziert nun eine Ladung auf den Platz, auf den die Karte verweist: Die Plätze auf dem Deck tragen die Nummern 1 bis 4, die Nummern 5 bis 10 sind den Rahen vorbehalten, wobei eine höhere Nummer auch eine höhere Rahe bedeutet. Hat der Spieler einen Platz auf der Rahe gewählt und dort befindet sich schon Ladung, darf er dort eine zweite Ladung ablegen.

Durch die Ladungen gerät das Schiff durchaus in eine Schieflage oder, noch schlimmer, es schaukelt hin und her. Dadurch können Ladungen herabfallen. Reagiert der Spieler schnell genug und fängt sie auf, so wird sie aus dem Spiel genommen. Was aber herunterfällt und nicht aufgefangen wird, kommt in seinen Vorrat.
Sobald ein Spieler seine letzte Ladung auf dem Schiff platziert hat, endet das Spiel mit diesem Spieler als Sieger. Sind alle Spieler etwas ungeschickt, so gewinnt nach zehn Runden der Spieler, der noch am wenigsten Ladungen besitzt.

Große Geschicklichkeitsspiele mit viel Holzmaterial und pfiffigem Mechanismus sind der Ursprung und eine Domäne des Zoch Verlags.
Riff Raff reiht sich nahtlos an Titel wie Bausack, Bamboleo, Hamsterrolle und Villa Paletti an ohne jedoch seine Vorgänger zu kopieren.
Das Schiff simuliert die Bewegungen seiner realen Gegenstücke hervorragend: Mal schaukelt es, mal führt es nur kleine Bewegungen aus und manchmal schaukelt es sich auf und schlingert. Für die Spieler ist es ein nur zum Teil berechenbares Objekt, bei dem die jeweilige Ausrichtung des Decks und der Rahen das Verhalten des Schiffs in jedem Spiel leicht anders gestaltet. Mit den Karten enthält Riff Raff neben der Geschicklichkeit auch eine taktische Komponente. Sie entscheiden nicht nur darüber, in welcher Situation ich an welcher Stelle meine Ladung platzieren muss, sondern auch, ob ich die Chance erhalte, zwei Teile auf einer Rahe platzieren zu dürfen.

Damit komme ich zu dem mir wichtigsten Punkt. Während ich bei vielen Geschicklichkeitsspielen mit einer Ungeschicklichkeit aus dem Spiel bin oder es sogar beende, kann ich ein solches Missgeschick bei Riff Raff durchaus kompensiert werden. Der wichtigste Grund dafür ist die Instabilität des Schiffes. Schon bei wenigen Teilen kann die Ladung fallen. Somit tritt es häufig ein, und jeder Spieler ist mal betroffen. Vor allem aber ist fallende Ladung keine Steilvorlage für den nächsten Spieler, nun seine Ladung sicher platzieren zu können. Weil man außerdem die Chance hat, herunterfallende Ladungen durch Auffangen unschädlich zu machen und es die Möglichkeit gibt, zwei Teile in einer Runde zu platzieren, ist eine herunterfallende Ladung nur ein Nachteil, aber kein KO-Schlag.
Es ist für mich immer wieder überraschend, welche Ideen bezüglich Geschicklichkeitsspiele immer wieder aus dem Zoch Verlag kommen. Und hier kommt nicht etwa ein weiterer Vertreter dieses Genres, sondern einer mit einer besonderen Konstruktion und somit mit seinem individuellen, spannenden Spielgefühl. (wd)

Steckbrief
Riff Raff

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Christoph Cantzler Zoch 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre ca. 30 Minuten Michael Menzel