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Mondo SapiensMondo Sapiens

Mondo war im letzten Jahr, auch durch seine Platzierung auf der Empfehlungsliste zum Spiel des Jahres, sehr populär. Es folgten zwei Zusatzsets, sowie kleine Promo-Mini-Erweiterungen. Nun gibt es Mondo Sapiens, welches jedoch als eigenständiges, voll ausgestattetes Spiel daherkommt, quasi ein Mondo 2.0. In der folgenden Rezension werde ich nur auf Unterschiede zum "normalen" Mondo eingehen, wer dieses nicht kennt, möge bitte vorher die Rezension von Wolfgang Ditt aus dem letzten Jahr lesen.

Wie das Original auch, besteht Mondo Sapiens aus drei Schwierigkeitsstufen, welche ich nun einzeln beschreiben werde:

  1. EinsteigerspielPlättchenchaos bei Mondo
    Es gibt, neben Wasser, nur noch zwei Landschaftsarten, nämlich Grasland und Wald. Die Tiere aus Mondo sind durch Menschen ersetzt (daher "Sapiens"), welche in der Grundversion aber identisch gewertet werden. Neu hinzugekommen sind Straßen. Diese gibt es gemeinerweise nur als Kurvenstücke. Gewertet wird die Anzahl aller verbauten Straßenplättchen abzüglich der Anzahl der eigenständigen Straßen. Eine lange, ununterbrochene Straße ist also ideal.
    Das Einsteigerspiel unterscheidet sich von Mondo nur marginal. Die Straßen sind nur ein Zusatzpunktelieferant, da viele Stücke durch nur eine Landschaftsart laufen sind sie oft konträr zu dem Vorhaben, viele abgeschlossene Gebiete zu haben - dieses ist jedoch punkteträchtiger.


  2. Fortgeschrittenenspiel
    Jeder Spieler erhält drei Dörfer, welche den drei verschiedenen Arten von Menschen zugeordnet sind: Holzfäller, Fischer und Schäfer. Jede der drei Sorten wird seperat bepunktet, um Punkte zu erhalten, muss man das jeweilige Dorf bei sich verbaut haben. Zudem gibt es jeweils einen Mehrheitenbonus für denjenigen, welcher die meisten Menschen einer Sorte (und das entsprechende Dorf!) bei sich unterbringen konnte.
    Man glaubt kaum, wie oft in der Hektik vergessen wird, die Dörfer einzubauen - daher sind ruhige, erfahrene Mondospieler, die nicht in Hektik verfallen hier klar im Vorteil. Prinzipiell gibt es keinen Grund, sie nicht einzubauen, denn sowohl Fischerdorf als auch Holzfällerdorf liegen in zwei Landschaftsarten. Einzig beim Schäferdorf, welches nur in Wiese liegt, gilt es abzuwägen, ob die große Wiese aufgrund der Schäferinnenpunkte in Kauf zu nehmen ist.


  3. ExpertenspielWildschweine
    In der Tischmitte werden Sonderplättchen in Spieleranzahl ausgelegt. Jeder Spieler kann sich im Laufe der Runde genau eines davon nehmen und bei sich einbauen, aber erst, nachdem er mindestens drei andere Plättchen bei sich verbaut hat. Die Sonderplättchen zeigen verschiedene Orte, welche eine Sonderwertung für das Gebiet, in dem sie liegen bringen. Beispielsweise bringt die Jagdhütte Punkte analog zur Anzahl der Wildschweine im selben Waldgebiet, oder der Leuchtturm für jedes Segelboot auf derselben Wasserlandschaft. Zudem gibt es auch hier für jede Sorte einen Mehrheitenbonus.
    Es gilt, gut abzuwägen, ob man ein Sonderplättchen bei sich einbaut und wenn ja, wie groß man das entsprechende Gebiet tatsächlich gestaltet, denn ein riesiges zusammenhängendes Gebiet geht natürlich stark konträr zu den Bemühungen, viele abgeschlossene Landschaften zu bilden. Daher bilden die Sonderplättchen allenfalls einen kleinen Punktebonus, für mich als erfahrenen Mondo-Spieler haben sie sich als überflüssig erwiesen. Einzig das Posthaus, welches Punkte für jede Kutsche auf derselben Straße bringt, ist einigermaßen lukrativ, da die Bepunktung der Straße selbst ja noch hinzukommt.

Alternative Spielpläne
Gab es bei Mondo nur zwei verschiedene Pläne (rundherum Wasser oder verschiedene Landschaftsarten am Rand), kommt Mondo Sapiens mit vier verschiedenen Plänen. Diese bringen weitere Punktemöglichkeiten, indem man aufgedruckte Orte am Rand miteinander verbindet, zum Beispiel das Gasthaus per Straße mit Fässern auf der anderen Seite. Zudem gibt es bereits aufgedruckte Wildschweine und weitere verschiedene Wertungen, welche vom Prinzip den Sonderwertungen entsprechen.
So reizvoll es auch erscheinen mag: Das Gasthaus mit den Fässern zu verbinden ist sehr schwierig, da es keine geraden Straßenteile gibt. Daher sind die dahingehenden Bemühungen viel zu aufwändig, um sie gezielt anzugehen. Wenn es sich ergibt, gut, aber - und da wiederhole ich mich - viele abgeschlossene Landschaften sind trotzdem lukrativer.

Die ersten Male, die ich Mondo Sapiens spielte, versprühte es noch den großen Reiz, all die neuen Elemente gewinnbringend in Einklang zu bringen. Dann aber stellte ich fest, dass dies alles zu aufwändig ist und die gute alte "Vierecklandschaften-Strategie" mit konzentrierter Hinzunahme der Dörfer und ihrer Bewohner und der Straßen (jedes Straßenteil gibt im schlimmsten Fall null Punkte, daher kann man sie nebenbei getrost einbauen) immer noch sehr gewinnträchtig ist. Vielleicht würde ein Michael Schacht und noch so manch andere(r) mich trotzdem in Grund und Boden spielen, weil sie die Elemente eben doch sehr gewinnbringend unterbringen können, in meinen bisherigen Partien ist mir jedoch noch niemand untergekommen, dem dies gut genug gelungen wäre. Daher bleibt das Fazit, das Mondo Sapiens qualitativ identisch ist mit Mondo. Für dessen Besitzer könnte vor Allem das Expertenspiel neue Anreize bringen. Wer noch keines von beiden besitzt und mit einer Anschaffung liebäugelt, sollte nach seiner Erfahrung gehen: Weniger spielerfahrene sollten zu Mondo greifen, denn die doch etwas frickelige Sapiens-Wertung könnte sie schnell überfordern, erfahrenere Spieler oder solche, die allgemein einen guten Situationsüberblick haben, können getrost zu Mondo Sapiens greifen. (fd)

Steckbrief
Mondo Sapiens

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Michael Schacht Pegasus 1 - 4 Spieler ab 8 Jahre 20 - 30 Minuten Oliver Schlemmer, Oliver Freudenreich