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KemetKemet

In Spielen kann ich viele Rollen annehmen: Seefahrer, Baumeister, Städteplaner oder Kriegsherren sind häufig angebotene Möglichkeiten. Doch Kemet erlaubt etwas Besonderes: Hier darf ich ein Gott sein.

Tag um Tag und Nacht für Nacht ringe ich mit den anderen Göttern darum, die größte Achtung im Land zu besitzen. Diese können wir auf vielfältige Art erreichen. Der Besitz von Tempeln und die Errichtung von kompletten Pyramiden bringt Achtung, doch diese kann wieder verloren gehen, wenn Gegner mich aus dem Tempel vertreiben oder meine Pyramide erobern. Mit gewonnenen Angriffs-Kämpfen, Opferung von Gläubigen im Heiligtum und der Besitz von zwei Tempeln am Ende eines Tages gehe ich in die Geschichte ein, und dies kann nicht mehr verloren gehen. Doch wie wird dies alles erreicht?

Wache der Pyramide

Unsere Macht beziehen wir aus den Gebeten der Gläubigen. Diese Gebete sind die Grundlage all unseres Handelns. Sie erlauben uns Pyramiden zu errichten, die es wieder ermöglichen mächtige Fähigkeiten zu erlangen. Jede der drei möglichen farbigen Pyramiden steht für einen Bereich von Fähigkeiten. Rot verbessert mich im Angriff, Blau in der Verteidigung und Weiß hilft mir mehr aus den Gebeten der Gläubigen zu machen.

Am Tag darf ich fünf Handlungen ausführen. Einige davon sind nur einmal möglich, wie zum Beispiel das Anwerben von neuen Gläubigen oder das Erwerben einer Fähigkeit in einem Bereich. Andere sind doppelt erlaubt, wie das Beten oder die Bewegung eines Trupps. Haben wir alle unsere Handlungen ausgeführt, geht der Tag zur Neige, und es wird geschaut, ob ein Gott die nötigen Punkte zum Sieg besitzt. Ist dies nicht der Fall beginnt die Nacht, in der mich Gebete stärken, und ich eine Möglichkeit bekomme, im weiteren Spiel eine göttliche Intervention durchzuführen. Diese werden zufällig zugewiesen und geben mir im Spiel oder im Kampf Vorteile oder können den Gegner schwächen.

KampfkarteDa niemand seinem Gegner gern Tempel überlässt, denn der bringt ihm dem Sieg näher, sind Kämpfe unumgänglich. Zu einem Kampf kommt es, wenn eine Gruppe von Gläubigen (Trupp genannt) sich in das Gebiet eines fremden Trupps bewegt. Jeder besitzt sechs Kampfkarten, von denen er eine Spielt, und eine weitere beiseitelegt. Nach jeweils drei Kämpfen stehen dann wieder alle Karten zur Verfügung. Sie zeigen bis zu drei Werte: Stärke, Schaden und Schutz. Zur Stärke addiert sich die Größe des Trupps hinzu. Alle Werte können zusätzlich durch Eigenschaften, anwesende Kreaturen und Göttliche Interventionen verändert werden. Jeder Spieler verliert so viele Gläubige, wie der Schadenswert des Gegners verringert um den eigenen Schutz beträgt. Sieger des Kampfes ist derjenige, der die höhere Stärke besitzt. Nur der Angreifer bekommt dann einen Siegpunkt für den Kampf, wenn mindestens ein Gläubiger überlebt.

Nach einem Kampf ist es Siegern und Verlieren aber erlaubt, sich zurück zu ziehen, denn der Sieg im Kampf ist selten ohne Verluste möglich. Lasse ich eine zu geschrumpfte Truppe im Land, vielleicht sogar in einem Tempel, so ist das sofort eine Einladung, mich anzugreifen. So kann oft ein Sieg mit deutlich mehr Verlusten an Gläubigen daherkommen, als der Verlierer verliert. Daher ist eine Niederlage kein großes Hemmnis auf dem Weg zum Sieg, denn schnell sind neue Truppen beschafft.

Das Erwerben von Fähigkeiten ist in einem gewissen Maße notwendig, um im Kampf oder der eigenen Entwicklung erfolgreicher als die anderen zu sein. Da die mächtigeren Fähigkeiten aber nur einmal vorhanden sind, schnappt man dem Gegner schon mal gern eine weg.
Die meisten Fähigkeiten gelten immer für mich, doch es gibt auch Fähigkeiten, die die Beschwörung einer besonderen Kreatur erlauben. Diese Kreaturen bringen mehrere Vorteile mit sich, sind aber immer an nur einen Trupp gebunden. Sie können Stärke, Schaden und/oder Schutz der eigenen Truppe verändern, erlauben größere Bewegung und Ähnliches.

Kampf um den Tempel

Das Spiel will nach und nach erforscht werden. So sind die einzelnen Fähigkeiten alle nicht schwer zu verstehen, doch sollte man zunächst das vorgeschlagene Einsteigerspiel spielen, dass lediglich die einfachen Fähigkeiten benutzt und auch schon mit wenigen Siegpunkten beendet wird. Hier lernt man die Spiel und Kampfmechanismen kennen, ohne vorher alle 48 Fähigkeitsplättchen kennen zu müssen. Doch auch im vollen Spiel ist nicht nur die Auswahl der Fertigkeiten spielentscheidend. Verbessert man nur seine Fähigkeiten, holen sich die Gegner schon zu viele Siegpunkte durch Tempel oder gewonnene Kämpfe.
Als ich anfangs hörte, dass dies ein Spiel ist, bei dem man kämpfen muss, hatte ich meine Bedenken, doch als ich es sah, und mir erklärt wurde, dass auch eine Niederlagen schnell wieder aufgeholt werden kann, habe ich es ausprobiert und war begeistert.

In Runden, in denen die Spieler sich schnell entschieden, was sie tun, hatte ich immer viel Spaß. Normalerweise mag ich keine Spiele, in denen es zu direkten Konfrontationen kommt, in denen man gezielt jemanden angreift. Hier ist das anders. Ich greife zwar an, aber schon beim Angriff weiß ich, dass auch ich einiges an Material verlieren werde, und ich weiß, dass dies mich zum nächsten Opfer macht. So ist man mal Sieger, mal Verlierer. Man muss alle Spieler beobachten, um Spielern, die sich aggressiv vorbereiten, in die Verteidigung zu schicken, oder jemand stoppen, der plötzlich in seinem letzten Zug des Tages mit einem weiteren eroberten Tempel gewinnt.

Mir gefällt, dass die feine Verzahnung der Spielmechanismen thematisch sehr gut eingekleidet ist. Das "Erforschen" der Möglichkeiten, die Kombinationen von Kreaturen und Eigenschaften bieten, lässt das Spiel für mich immer wieder interessiant werden. Nach einer Niederlage bin ich schnell wieder im Spielgeschehen, und ich habe fast immer das Gefühl etwas zu erreichen.
Das Spiel bietet Ressourcenmanagement, Entwicklung und Kampf in einem thematisch überzeugenden Gewand, und ist jedem, der solche Spiele mag, zu empfehlen.
Nicht erwähnt habe ich noch einen für mich sehr wichtigen Punkt. Das Material ist fantastisch und lockt dazu einfach loszuspielen. Schon allein die Kreaturen und Spielfiguren sind kleine Kunstwerke. (bd)

Steckbrief
Kemet

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Jacques Bariot, Guillaume Montiage Matagot 2 - 5 Spieler ab 13 Jahre ca. 60 Minuten Dimitri Bielak, Emile Denis, Nicolas Fructus