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7 Wonders Cities7 Wonders Cities

Als ich reichlich 7 Wonders gespielt hatte, kamen die Leader, veränderten das Spiel und durchbrachen so manche Routine, die sich bei mir eingeschlichen hatte. Diese Routine kam nicht zurück, weil die Leader vielseitig sind und ich mich als Spieler immer wieder auf sie einstellen musste. Nachdem ich die Leader jetzt sehr gut kannte, kam die zweite Erweiterung heraus: Cities.

Botschaft Unterschlupf 'Spionagering Geheimes Lager

Cities bringt in der ganzen Palette, die das Spiel bietet, neue Elemente. Kern sind 27 Cities-Karten, je neun für jedes Zeitalter. Von diesen Karten wird pro Spieler und pro Zeitalter eine Karte in die Menge der bisherigen Karten eingemischt. Dadurch enthält jeder Kartenstapel eine Karte mehr. Als Folge werden im Spiel drei Karten mehr gespielt.
Diese drei zusätzlichen Runden bringen den Spielern ehr Zeit, ihre Vorhaben umzusetzen. Damit der Bau der Weltwunder nicht vereinfacht wird, gibt es eine Kompensation: Wenn bestimmte Gebäude oder bestimmte Stufen des neuen Weltwunders Hagia Sophia errichtet werden, zwinget dies die Mitspieler dazu, Geld abzugeben. Wer nicht genügend Geld besitzt oder es nicht hergeben möchte, kann in diesem Moment Schulden machen. Schulden können nicht getilgt werden und bringen am Ende Minuspunkte, doch während Geld Siegpunkte im Verhältnis 3:1 bringt, werden Schulden 1:1 zu Minuspunkten.

Felsenstadt Petra

Neben Schulden gibt es zwei weitere neue Konzept: Frieden und Spionage. Frieden ist der Verzicht auf jede militärische Auseinandersetzung für ein Zeitalter. Beim Bau einiger Gebäude erhält der Spieler eine Friedenstaube. Am nächsten Konflikt ist er nicht beteiligt, den stattdessen die beiden Nachbarn austragen. Durch den Frieden werden die militärischen Konflikte unberechenbar, denn der schwache, pazifistische Nachbar kann sich jetzt noch kurz vor dem Konflikt verdrücken. Weil es dazu auch noch Karten gibt, die Geldabgaben für militärische Siege verlangen, schwächt Cities den Erfolg militärischer Aufrüstungen.
Die Spionage besteht lediglich aus drei Cities-Karten. Wer eine davon baut, kopiert damit bei der Wertung eine grüne Wissenschaftskarte, die einer der beiden Nachbarn gebaut hat. So wenig Material für die Spionage nötig ist, so groß ist die Wirkung: Spielt ein Spieler intensiv auf Wissenschaft, kann nun der vor ihm sitzende Spieler eine grüne Karte nur noch verschwinden lassen, indem er sie für ein Weltwunder nutzt. Sie selbst auszulegen stellt keine Lösung mehr da. Auf diese Art wird Wissenschaft gestärkt, obwohl keine neuen Wissenschaftssymbole durch Cities ins Spiel kommen.

Hagia Sophia in Byzanz

Drei neue Gilden, sechs neue Leader sowie zwei neue Weltwunder ergänzen Cities und schaffen so ein Gleichgewicht zwischen dem bisherigen Bestand und der neuen Erweiterung, z. B. durch Leader, die den kostenlosen Bau von City-Gebäuden ermöglichen oder für Cities-Karten Punkte bringen. Die Weltwunder schließlich sind auf zwei der drei neuen Konzepte ausgerichtet: Die Felsenstadt Petra bringt viele Siegpunkte, die aber teilweise mit Geld zu erreichten sind. Die Hagia Sophia hingegen bringt bei der Errichtung Friedenstauben, auf der A-Seite einmal und auf der B-Seite sogar zwei Mal.

Gilde der Klageweiber Gilde der Schatten Caligula Aspiria

Cities verändert das Spiel weniger als die vorhergehende Erweiterung Leaders, denn die zusätzliche Runde pro Zeitalter ist unauffällig im Spielverlauf. Die neuen Konzepte verändern das Spiel soweit, dass sich neue Herausforderungen bieten. Die Verschiebung weg vom Militär und hin zu Wissenschaft, Geld und Handel erfordert die Anpassung der eigenen, bisherigen Strategien. Einzig das Einmischen der Cities-Karten, das analog zu den Gildenkarten geschieht, ist etwas lästig.

Weil die Anzahl der verwendeten Cities-Karten von der Spielerzahl abhängt, ist diese Erweiterung besser für große Spielrunden geeignet. Sie funktioniert auch in kleinen Runden tadellos, doch sind hier nur einige der neuen Karten im Spiel. Dies führt auch dazu, dass das Spiel mit Cities etwas unberechenbarer wird, denn erst wenn man alle Karten einmal in der Hand gehabt hat, weiß man, welche Cities-Karten im Spiel sind. Zusammen mit dem Frieden müssen sich die Spieler auf alle Eventualitäten einstellen. Dennoch wird das Spiel durch Cities nicht zum Glücksspiel. Ein Glücksanteil durch die Karten ist weiterhin gegeben, aber selten ausschlaggebend.
Zuletzt ein Wort zur Komplexität: Wie schon die Leaders sollte das Grundspiel sicher beherrscht werden, bevor man diese Erweiterung hinzunimmt. Da Cities den Ablauf nicht verändert und, anders als Leaders, keine zusätzlichen Entscheidungen zu Beginn des Spiels verlangt, ist sie einfacher zu nutzen als Leaders. Für mich, der 7 Wonders sehr gern spielt, ist es aber am schönsten, wenn mit beiden Erweiterungen gespielt wird. (wd)

Steckbrief
7 Wonders Cities

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Antoine Bauza Repos 2 - 8 Spieler ab 10 Jahre ca. 40 Minuten Miguel Coimbra