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Das Elektronik LabyrinthDas Elektronik Labyrinth

Das verrückte Labyrinth ist ein moderner Klassiker, der gerade seinen 25.ten Geburtstag feiert.
Kurz für diejenigen, die es noch nicht kennen: Man bewegt sich in einem sich verändernden Labyrinth und versucht vorgegebene feste und bewegliche Punkte zu erreichen. Hat man alle Aufgaben abgearbeitet, muss man nur noch als erster zum Ausgangspunkt zurückkehren, um das Spiel zu gewinnen.

Dieses Spiel ist so erfolgreich, dass es sich zu einer ganzen Familie entwickelte. Nun, zu seinem 25. Geburtstag, geht es mit der Zeit, und Elektronik kommt ins Spiel. Doch die märchenhafte Welt bleibt erhalten.

Das ZauberbuchDie böse Hexe Grimelda hat den Zauberer Akata verhext und in ein Buch verbannt. Dieses Buch ist die elektronische Einheit, die durch das Spiel führt. Unsere Aufgabe ist es nun, den Bann zu brechen. Um dieses zu erreichen müssen wir Zaubersteine im Labyrinth sammeln, mit ihnen den Zauberschlüssel vervollständigen und dann den Bann zu brechen.

Einige Zaubersteine liegen im Labyrinth herum. Andere muss man sich verdienen, indem man die Bewohner des Labyrinths besucht, von ihnen Aufträge erhält und diese erfüllt.
Es gibt zwei verschiedene Auftragstypen.
Entweder soll man dem Auftraggeber einen im Labyrinth vorhandenen Gegenstand bringen, oder man erhält eine Truhe, die man bei einem anderen Bewohner abliefern soll. Auch diese Aufgabenstellung kennt man aus einem anderen Spiel. In Wer war's?, dem Kinderspiel des Jahres 2009, baten die Tiere um ihr Futter, das man dort jedoch suchen musste. Hier nun liegen die Ziele der Begierde offen; man muss sie nur erreichen und einsammeln. Im Gegensatz zu Wer war's? wird jedoch nicht gemeinsam gespielt. Man spielt um die Wette. Alle hören die Aufträge, die von jedem erfüllt werden können. Man kann jeweils nur eine Truhe und einen anderen Gegenstand mit sich führen. Erhält man einen zweiten Gegenstand oder eine zweite Truhe, muss man sich entscheiden, was man liegen lässt.

ZauberschlüsselHier wurden zwei sehr erfolgreiche Konzepte kombiniert. Jedes der beiden Spiele, die in dieses Gesamtwerk eingehen, ist schon allein für sich ein Stern am Spielerhimmel. Doch ist eine Zusammensetzung aus zwei guten Dingen automatische auch gut?

Die Kinder in der Schule kannten sowohl Wer war's? als auch das normale ver-rückte Labyrinth. Die einzelnen Spielmechanismen machten ihnen daher keine Probleme. Doch dieses Spiel ist deutlich mehr als die Gesamtheit der beiden Einzelspiele. Diesem Tatbestand trägt die Mindestaltersangabe ab acht Jahren Rechnung. Das nichtkooperative Spiel verlangt den Kindern eine größere Gedächtnisleistung ab. Die Figuren verlangen immer wieder andere Dinge, man muss sich merken, welche Wünsche noch offen sind.

SituationDas Spiel lässt sich etwas im Schwierigkeitsgrad justieren, denn für das Labyrinth gibt es die Möglichkeit drei einfache oder drei schwerere Labyrinthplättchen einzusetzen. Bei den einfachen ist sogar eine volle Kreuzung dabei, während es bei den schweren auch Sackgasssen gibt.

Auch Grimelda mischt sich immer wieder ein, indem sie zum Beispiel einzelne Kinder im Labyrinth transportiert teleportiert oder den gesamten Spielplan drehen lässt.

Die Mischung der beiden Spiele ist in meinen Augen sehr gut gelungen, doch herausgekommen ist kein Kinder-, sondern ein Familienspiel. Die Spieldauer erreichte fast immer die angegebene Höchstzeit von einer Stunde, was für die meisten jüngeren Spieler zu lang ist. Loben muss ich die elektronische Einheit. Anfangs erzählen die Figuren immer recht viel über sich, doch es besteht die Möglichkeit, diesen langen Text abzubrechen, und nur die spielrelevante Ansage zu bekommen.

Meine Hoffnungen auf ein gutes Spiel, als ich von dem geplanten Projekthörte, haben sich erfüllt. Die beiden so unterschiedlichen Spiele, die jedes für sich schon eine eigene Familien besitzen, haben hier eine erfolgreiche Familienzusammenführung erlebt. (bd)

Steckbrief
Das Elektronik Labyrinth

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Max Kobbert Ravensburger 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre 45 - 60 Minuten Joachim Krause, DE Ravensburger