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Fresko - Erweiterungs-Module 4, 5 und 6Fresko - Erweiterungs-Module 4, 5 und 6

Dem Basisspiel liegen drei Module bei, mit denen jede Spielegruppe das Spiel in Punkto Spieldauer, Komplexität und Ablauf an seine individuellen Wünsche anpassen kann. Das System wurde dabei von Der Palast von Alhambra übernommen. Dort gibt es 20 Module in fünf Erweiterungspaketen; das Basisspiel beinhaltet keine. Für Fresko gibt es nun drei Module separat. Dazu enthält die Schachtel einiges an Material, um die Utensilien des Basisspiels noch besser - praktischer und ästhetischer - verwalten zu können. Schauen wir uns die Dinge im Einzelnen an.


Der Wunschbrunnen

Der WunschbrunnenJeder Spieler erhält zu Beginn des Spiels drei Kupfermünzen. Wenn er mindestens einen Gehilfen auf den Markt schickt, kann er ihm ein oder zwei dieser Münzen mitgeben, damit er diese in den Brunnen wirft. Tut der Gehilfe dies, so belohnt ihn der Brunnen mit einer Besonderheit: Trinkgeld beim Porträtzeichnen, eine spezielle Alchimistenmischung für die Werkstatt oder der simple Fund weiterer Kupfermünzen sind nur einige Beispiele. Pro Tag gehen aber nur zwei Wünsche in Erfüllung, dann ist die Fähigkeit des Wunschbrunnens vorerst erschöpft. Der frühe Wurm schmeißt die Kupfermünze in den Brunnen …


Das Blattgold

Das BlattgoldAn jeden der zwei farbreichsten Marktstände wird ein Platz für ein Farbplättchen besonders ausgezeichnet. Wer das entsprechende Farbplättchen kauft, erhält dazu ein beziehungsweise zwei Blattgold. Dieses bewahrt er zunächst auf.
Jede Runde wird eine Farbe bestimmt, die der Bischof besonders gern mit Gold verziert sehen würde. Restauriert ein Spieler einen Teil des Freskos mit dieser Farbe, kann er Blattgold hinzufügen und erhält in Abhängigkeit von der Position des Bischofs zusätzliche Siegpunkte.
Da Blattgold als Zusatz ohne weitere Kosten erworben wird, kann hierdurch auch der Kauf eines unattraktiven Farbplättchens reizvoll werden. Da aber der Besitz von Blattgold allein nicht glücklich macht, muss es vermalt werden. Dazu ist eine breite Palette an Farben hilfreich um die Wünsche des Bischofs jederzeit erfüllen zu können.


Die Glaser

Die GlasereiDer Dom enthält zwölf Fensternischen, die bisher ohne spielerische Bedeutung waren. Dies ändert sich nun, da die Fenster zusammen mit den Freskoteilen, die an sie grenzen, restauriert werden müssen. Ausgangspunkt ist die Glaserei, eine neuen Örtlichkeit. Um sie zu erreichen erhält jeder Spieler einen Streifen mit der neuen Örtlichkeit. Mit diesem Streifen wird einer der bekannten Orte abgedeckt und bietet direkt zusätzlich zwei Gehilfen in der Glaserei. Diese Gehilfen können nun das angebotenen Glas - das Angebot wird zufällig bestimmt - erwerben, gelbes und blaues für je einen Taler, rot und grün für zwei.
Wegweiser zur Glaserei und FensterWird nun ein Freskoteil in neben einem Fenster renoviert, so muss auch das Fenster renoviert werden. Dazu stehen auf einer Palette sechs Entwürfe parat, die zwischen null und drei Taler kosten. Der gewählte Entwurf wird umgesetzt und bringt zusätzliches Prestige. Dies hängt von der Menge des Glases und dessen Farben ab. Fehlendes Glas wird mit gehörigem Prestigeabzug bestraft. Da sowohl das Glas als auch meistens der Entwurf des Kirchenfensters bezahlt werden müssen, sorgt die Glaserei zunächst für Geldknappheit. Gleichzeitig bringt das Glas eine neue Planungsebene in den Dom, denn nun entscheiden nicht mehr nur Farben und die Position des Bischofs über das Prestige, sondern auch die Fenster. Da für den Glaskauf zwei zusätzliche Gehilfen bereitgestellt werden, sind die Spieler angehalten, in diesem Bereich aktiv zu werden. Dabei gilt es, nicht nur die richtige Glasfarbe zu erwerben, sondern das Glas auch zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen. Ohne Glas sind die Möglichkeiten zur Renovierung begrenzt, doch am Ende noch Glas übrig zu haben bedeutet sinnlos Geld ausgegeben zu haben.


Zusätzliches Material

Farbpalette zur Aufbewahrung der FarbenNeben den Modulen gibt es noch weiteres Material zum Spiel. Zum einen gibt es einen Farbpalette. Es ist ein Ablagebrett für die Farben und als besonderer Gimmick gibt es zwei Deckel, mit denen Braun und Pink abgedeckt werden können, wenn ohne die besonderen Farben gespielt wird. Zum anderen gibt es zwei Ablagebretter, eines ist für das Geld, das andere für die benutzten Glassteine der Glaser.
Diese Zusätze helfen, das noch üppiger gewordene Spielmaterial, übersichtlich zu verwalten. Durch die Grafiken sind diese Teile gut in das Gesamtbild integriert.


Die Erweiterung für Fresko bringt genau das, was Freunde dieses Spiels sich wünschen. Mit dem Wunschbrunnen liegt ein einfaches Modul vor, dass ohne große Regeln und taktischen Finessen auskommt. Durch den Zufall erfordert es noch weniger taktische Überlegungen als die Porträts.
Mit dem Blattgold gibt es ein Modul, das die Gewichtung der Einkäufe auf dem Markt verändert. Da für die Anwendung eine zufällige Farbe bestimmt wird, fördert das Blattgold Vielseitigkeit bei den Farben und steht damit im Widerspruch zu den Aufträgen des Bischofs, die Spezialisierung belohnen, und den besonderen Farben, die nie mit Blattgold veredelt werden.
Zuletzt verändert sich das Spiel mit den Glasers erheblich. Dies ist die Herausforderung für all die Spieler, die das Spiel sehr gut kennen und die sich noch mehr Tiefe wünschen.
Bei Fresko lassen sich sehr viele Module in einem Spiel nutzen. Je mehr Module genutzt werden, je mehr schätzte ich die zusätzlichen Ablagen, die nicht nur praktisch sind, sondern das Spielfeld großflächig und damit gewaltig erscheinen lassen.

Wer Fresko mag, kommt an dieser Erweiterung nicht vorbei. Sie bringt noch mehr Abwechslung und Spielspaß. (wd)

Steckbrief
Fresko - Erweiterungs-Module 4, 5 und 6

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Wolfgang Panning, Marco Ruskowski, Marcel Süßelbeck Queen Games 2 - 4 Spieler ab 10 Jahre 60 - 90 Minuten Oliver Schlemmer