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FreitagFreitag

Freitags spiele ich immer Freitag. Deshalb nenne ich es mein 2F-Spiel.In Freitag schlüpfe ich in die Rolle von Freitag, einem Schiffbrüchigen, der auf einer einsamen Insel strandet. Na ja, fast einsam …

Freitag stellt sich blöde anTag 1: Noch ist die Insel ruhig und meine Ankunft unbekannt. In der Ferne höre ich wilde Tiere. Die könnten ziemlich stark sein. Oder gehe ich erst einmal die Insel erkundigen? Ich entscheide mich für letzteres und ich stelle mich ziemlich blöd an. Ich breche kurz darauf meine Expedition ab, bleibe hungrig, verliere etwas an Lebenskraft und gewinne an Erfahrung dazu.

zurück zum Wrack ist recht gefahrlosTag 2: Das war gestern nichts. Ich beschließe, zurück zum Floss zu schwimmen um dort nach etwas Brauchbarem zu gucken. Ich bin zwar noch geschwächt, aber mein Vorhaben klappt. Ich finde meine kleine Kiste mit ein paar hilfreichen Werkzeugen.

Tag 3: Irgendwo höre ich menschliche Stimmen, aber geheuer sehen mir die Inselbewohner nicht aus. Es könnten Kannibalen sein. Ich beschließe, die Insel weiter zu erkundigen. Ich finde Nahrung. Endlich! Das stärkt die Lebenskraft. Außerdem habe ich einen genialen Einfall: Ich schnitze mir aus den Ästen des Obstbaums ein provisorische Waffe.

Freitag hat einen genialen EinfallTag 4 bis 15: Ich mache mich immer weiter mit der Insel vertraut. Immer öfter gelingen mir meine Vorhaben, aber manchmal denke ich an zu Hause und bin unkonzentriert. Dann versage ich und gewinne nur an Erfahrung.

Tag 16: Inzwischen ist meine Ankunft auf der Insel ein offenes Geheimnis. Die wilden Tiere sind genau wie die Kannibalen sehr wachsam. Es wird mir kaum gelingen sie zu überraschen. Aber irgendwann muss ich es riskieren. Ich entscheide mich für die wilden Tiere und habe einen Plan. Zuerst stärke ich mich mit der gefundenen Nahrung. Die Waffe wird mir auch im Kampf helfen und die Fehler als ich schwach war, muss ich vermeiden. Leider setze ich den provisorischen Speer falsch auf und er bricht weg. Zum Glück sehe ich einen spitzen Stock. Der Kampf ist hart und ist gehe deutlich über meine Kräfte hinaus. Am Ende gewinne ich den Kampf. Was ich hier an Erkenntnissen gewonnen habe, wird mir später helfen, Fehler zu vermeiden.der Kampf gegen die Kannibalen

Tag 27: Mein finaler Plan: Ich besiege die Kannibalen und erbeute eine ihrer guten Waffen. Damit besiege ich die Piraten und kann mit deren Schiff von der Insel entkommen. Die Kannibalen sind noch zäher als die wilden Tiere und der Kampf tobt lange. Endlich habe ich die benötigte Waffe erbeutet.

Letzter Tag: Ich sichte zwei Piratenschiffe am Horizont. Ich beschließe, zuerst gegen das kleine Schiff zu kämpfen. Es sieht so klein aus, doch es entpuppt sich als sehr zäh. Ich muss lange kämpfen und das zehrt an meiner Lebensenergie. Und dann wartet das große Piratenschiff. Doch das stellt sich als schwächer heraus als es den Anschein hatte. Je länger der Kampf tobt, je mehr sinkt die Moral der Piraten. So wird es immer einfacher, wenngleich auch bei mir die Kondition nachlässt. Schließlich gewinne ich und kann die Insel verlassen.

der kleine Pirat der große Pirat

Dieses Tagebuch von Freitag beschreibt ein konkretes Spiel "Freitag". Jeden Tag muss er ein sich einer Gefahr stellen. Der Spieler kennt sie über zwei Gefahrenkarten vorab und wählt eine davon aus. Das Verhalten von Freitag wird ebenfalls über Karten, den Kampfkarten, bestimmt: Zunächst gibt es einige Karten kostenlos. Sind diese erschöpft, verringert jede weitere Karte Freitags Lebenskraft. Deshalb kann ein Spieler auch freiwillig den Kampf aufgeben. Zwar verliert Freitag auch dann Lebenskraft, doch darf er dann Kampfkarten aus dem Spiel nehmen. Dies ist nützlich, weil es Kampfkarten gibt, durch die Freitag einen Nachteil erleidet.

Stufe: Grün Stufe: Gelb Stufe: Rot

Das Ganze ist ein Spiel für eine Person, ein Solitärspiel also. Während viele Solitärspiele in Kern Logikrätsel sind, bringt Freitag ein wirkliches Spielgefühl herüber. Ich decke Karten auf und habe damit ein Zufallselement. Dabei erzählen die Karten eine Geschichte und verkörpern gleichzeitig den Mechanismus.
Weil Freitag nicht gerade einfach auf der Insel überlebt, wird der Spieler langsam an das Spiel herangeführt. In vier Stufen lernt er, die Entscheidungen für Freitag zu treffen. Zu Beginn startet er mit vielen Lebenspunkten und ohne Tolpatschkarte - das sind Karten mit besonders großem Nachteil im Kampf. Später wird die Schwierigkeit gesteigert, in dem die Tolpatschkarten früher ins Spiel kommen, eine besonders negative hinzugefügt wird und schließlich noch die Lebenskraft verringert wird.
Ich habe es bis zur dritten Stufe geschafft und in dieser auch gewonnen. In der vierten bin ich mehrfach kurz vor den Piraten verstorben. Ich werde es weiter probieren, denn das Spiel ist spannend und unterhaltsam. Es hat mich schon oft davon abgehalten, online ein Brettspiel zu spielen, was Kompliment genug ist. Stattdessen wollte ich lieber wieder einmal Freitag sein- und das nicht nur Freitag. (wd)

Steckbrief
Freitag

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Friedemann Friese 2F 1 Spieler ab 10 Jahre ca. 25 Minuten Marcel-André Casasola Merkle, Harald Lieske