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Montego BayMontego Bay

Viel kennen den Song:" Hey Mister Tallyman, tally my Banana" -
Doch wer weiß, was ein Tallyman ist?
Wikipedia liefert:
Ein Tallyman ist ein Ladungskontrolleur im Seehafen, der beim Laden oder Löschen die über die Kaikante gehenden Mengen erfasst und auf äußerlich erkennbare Schäden kontrolliert. Der Begriff kommt aus dem Englischen (tally = Strichliste, to tally - abhaken, nachzählen).

Dieser Tallyman hilft uns im Spiel Montego Bay die Wertung durchzuführen.

Jeder Spieler besitzt einen großen und einen kleinen Lagerarbeiter. Diese warten getrennt nach Größe in den beiden gegenüberliegenden Gasthäusern. Zwischen den Gasthäusern befinden sich zweiteilige Lagerschuppen. Um die Lagerschuppen führt ein Rundweg. Jedes Lagerschuppenteil hat einen Ausgang zum Rundweg. Die Reihenfolge in der die Spielfiguren agieren wird mit Hilfe von Plättchen, die die Arbeiter zeigen, bestimmt. Sie werden gemischt und in einer Spalte ausgelegt. Dann wählt jeder für beide jede seiner Spielfiguren verdeckt eine Weite zwischen eins und fünf aus jedem Arbeiterkartensatz und zieht die Figuren entsprechend weit. Die Figuren stehen dann jeweils vor einem Lagerhausteil. Trifft man auf ein besetztes Feld, gibt es zwei Möglichkeiten, ist das Feld vor der anderen Lagerhaushälfte frei, schiebt man die fremde Figur hinüber. Ist der Platz besetzt geht man bis zum ersten freien Feld zurück. Die Größe der Figuren spielt hierbei keine Rolle. So werden alle Arbeiter gespielt, und dann geht der Tallyman an die Arbeit: Beginnend an seinem Standplatz wandert er einmal um die Lagerhäuser herum. Trifft er auf einen Arbeiter, führt dieser die seinem Schuppen zugewiesene Arbeit aus. zwei Fäser sind zerbrochen, trozdem gibt es ein Silberstück Diese Arbeit besteht darin, die im Hafen liegenden Boote mit Fässern zu beladen. Die Anzahl der Fässer die der Arbeiter einladen soll hängt vom seinem Lagerhaus ab.. Es gibt jeweils vier Boote, die beladen werden sollen. In welches Boot man seine Fässer stellt, kann man sich aussuchen. Ist ein Boot voll, wird es gewertet und fährt sofort ab. Die Boote rücken nach vorne auf und ein neues Boot vom Stapel wird nachgelegt. Derjenige, der die meisten Fässer an Bord gebracht hat, bekommt die meisten Punkte, weitere Spieler bekommen weniger. Wer das letzte Fass in ein Boot setzt, bekommt einen zusätzlichen Siegpunkt zur Belohnung. Die Punktzahl, die ein Boot bringt, ist auf ihnen aufgedruckt. Einige der Lagerhäuser geben dem Arbeiter eine Silbermünze. Unangenehm sind die Häuser, in denen zerbrochene Fässer stehen; hier müssen ein oder zwei Fässer wieder von einem beliebigen Boot entfernt werden.

Hat der Tallyman seine Runde beendet fährt auch noch das vorderste Boot im Hafen ab, wird normal gewertet und wird wie oben schon erklärt ersetzt. Dann wird die Reihenfolge der Arbeiter so verändert, dass der letzte Arbeiter erster wird und der Rest nach unten rutscht. Dann beginnt eine neue Runde. Ist die Hälfte der Ersatzboote aufgebraucht, wird die Reihenfolge der Arbeiter vor der folgenden Runde neu gemischt. Jetzt fehlt nur noch die Verwendung der Silbermünzen. Hat man drei Silbermünzen gesammelt, kann man Lazy Jack anheuern. Dieser wird zu einem eigenen Arbeiter gestellt und zieht mit einer Karte der entsprechenden Figur als Erster der Runde. Er wirkt wie ein eigener Arbeiter, muss jedoch zerbrochene Fässer nicht ausladen. Da man Münzen nur bei einem Fass oder sogar bei zerbrochenen Fässern findet, sollen sie ein Aufholen ermöglichen. Können nach einer Runde die Boote im Hafen nicht mehr aufgefüllt werden, werden die restlichen Boote gewertet, und das Spiel ist beendet.

ein teilbeladenes Schiff Im ersten Spiel fühlte ich mich sehr gespielt, und hatte den Eindruck, ich könne nichts beeinflussen. Aus Gesprächen mit anderen Spielern erführ ich, dass es ihnen auch ähnlich ging.
Doch im zweiten Spiel kam es bei allen zu einer Überraschung. Der Einfluss ist doch größer als gedacht, denn gegen Anfänger gewannen immer die Spieler mit mehr Erfahrung. Der Zugmechanismus ist einfach erklärt, aber die Folgen sind manchmal überraschend. Glaubt man sich sicher am Lagerhaus mit vier vollen Fässern, hat man plötzlich, da der Arbeiter herüber geschoben wurde, zwei zerbrochen.
Die Reihenfolge de Arbeiter beachten und das Abschätzen was die anderen wollen sind das A und O des Spieles. Doch irgendwie klafft hier eine Schere. Für ein Fungame muss man doch etwas zu viel überlegen. Für ein Taktikspiel passieren doch zu viele "Unfälle". Ein Aufholen, auch mit Lazy Jack, ist nur sehr schwer möglich. Das klingt leider recht negativ, doch das Spiel macht in der richtigen Runde sehr viel Spaß. Das Spielgefühl erinnert mich etwas an Roborally; da plant man auch für seinen Robby und überlegt genau, was geschieht, doch schon ein Schubser durch einen anderen Robby kann die ganze Planung zunichte machen.

Auf keinen Fall sollte man schon nach der ersten Partie entscheiden, ob es gefällt oder nicht. Nicht nur mir gefiel es erst ab der zweiten Runde gut. (bd)

Steckbrief
Montego Bay

Autoren Verlag Spieler Alter Spieldauer Gestaltung
Michael Feldkötter Queen Games 2 - 4 Spieler ab 8 Jahre 45 - 60 Minuten Claus Stephan