Fazit der Spielwarenmesse 2008


Spiele 2008 Noch nie war so deutlich ein Unterschied zwischen der Spiel in Essen und der Spielwarenmesse in Nürnberg erkennbar. Gab es in Essen viele strategischen Spiele mit längerer Spieldauer, so standen in Nürnberg oftmals Spiele mit wenigen Regeln und kurzen Spieldauer im Mittelpunkt. Doch nicht nur in diesem mathematischen Größen gab es Trends, sondern auch in den Spielen.

Gab es früher einmal die Zeit der Quizspiele, so ist exaktes Wissen nun endgültig vorbei. Schätzen ist der neue Trend, zu dem es fast ein halbes Dutzend Spiele gibt. Ob Länder, Tiere, Personen, Ereignisse, solange Zahlen vergleichbar sind, darf geschätzt werden. Wenn es dann kein Schätzspiel ist, mag es vielleicht ein Einschätzspiel sein. Spiele bei denen ich bluffen oder die Handlungen der Mitspieler einschätzen muss, gibt es ebenfalls reichlich.

Bei den Themen gibt es nicht ganz so klare Trends. Das Mittelalter ist nicht mehr so gefragt, doch einen Nachfolger, der stark vertreten ist, gibt es nicht. Auf der einen Seite gibt es immer wieder Spiele aus dem Fantasy-Bereich, doch auch zurück in die weite Vergangenheit geht es oft.

Wichtiger als ein themenorientierter Trend ist die Verlagspolitik. Es gibt wieder zahlreiche Erweiterungen. Manch ein Verlag, wie zum Beispiel Days of Wonder, verlässt sich ganz auf diesen Trend. Es scheint eine sichere Methode des Erfolgs in unserer kurzlebigen Zeit zu werden. Ein sicherer Trend mag auch damit gegeben sein, Spiele neu zu veröffentlichen. Das reicht von Klassiker über Spiele des Jahres bis zu überarbeiteten und mit neuem Thema versehenen Spielen.

Als Folge all dieser Trends gibt es das German Game mit seiner knappen Stunde Spielzeit kaum noch. Was vom German Game geblieben ist, sind die hochwertigen Ausstattungen: Mehr Holz, mehr Material, bessere Grafiken, Spielerherz, was willst du mehr?

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen des Messeberichts.

Brigitte und Wolfgang