Spiel'08


Fazit der Messe


Das war die 25. Spiel. In einer Sache hielt sie direkt, was sie vorab versprach: Es gab viele gute Spiele. Vor allem der Bereich der Strategiespiele ist wieder einmal stark besetzt. Dies liegt auch an den vielen kleineren Verlagen, die solche Spiele verlegen. Damit aber nicht genug. Viele solcher Spiele, die letztes Jahr in Essen in einer internationalen (meist englischen) Version vorgestellt wurden, sind nun bei einem deutschen Verlag erschienen. Dies erhöht die Anzahl interessanter, großer Strategiespiele.

Deutlich weniger gab es hingegen das früher als "German Game" bezeichnete Spiel mit ca. 45 Minuten Spieldauer und einem moderaten Glücksfaktor. Nimmt man noch eine Altersangabe von 8 oder 10 Jahren hinzu, so scheint dieser Sektor fast ausgestorben. Was also kann die Familie spielen?

An die Stelle des "German Game" sind zwei Genres getreten, die es bisher regelmäßig gab, nun aber mit großer Macht, sprich Anzahl, erschienen sind.
Zum einen sind dies die kooperativen Spiele und sie werden nicht nur für Kinder angeboten. Vielfach thematisch eingebunden gilt es U-Boote und Raumschiffe oder die Welt zu retten. Gemeinsam, versteht sich. Denn es gibt nur einen von zwei Siegern: Das Spiel oder die Spieler.
Zum anderen gibt es reichlich kommunikative Spiele. Das beginnt bei zahlreichen Quizspielen, die heute nicht mehr nur einfach Wissen abfragen, sondern vielschichtig tippen, raten und antworten lassen. Verstärkt kommen Schätzspiele auf den Markt. Ob man die Größe von Tieren vergleicht oder ihr Gewicht oder aber Jahreszahl schätzen darf, ist hierbei gleich, denn immer geht es darum, mit seinem Halbwissen zu bestehen.
Zuletzt gibt es die Spiele, bei denen Reden im Vordergrund steht. Ob Märchen zu erzählen sind oder Kriminalfälle zu lösen ist egal, denn das Miteinander ist wichtig, auch wenn zum Abschluss ein Sieger gekürt wird.

Was bleibt ist nun zu spielen, zu erkennen, welche Spiele man mag. Wir haben keine Zweifel, dass es dieses Mal viele sein werden.

Brigtte und Wolfgang