Zoch


Dieses Jahr feiert der Zoch Verlag sein 20jähriges Jubiläum. Er begann, gegründet von Klaus Zoch und Albrecht Werstein, damals seinen Erfolgsweg mit dem Bausack, der 1988 auf die Auswahlliste Spiel des Jahres kam.

In Nürnberg stellte der Verlag vier neue Spiele vor. Alle spielen, wie schon von Zoch bekannt, im tierischen Milieu. Zuerst will ich Gloria Picktoria erwähnen. Die Hühner sind durch Zicke Zacke reich geworden, und wollen mit ihrem Reichtum vor Dschingis Hahn protzen. protzen. Das Spiel ist eine überarbeitete Version des früheren FX-Spieles Reibach und Co. Es kommt bei diesem Sammelkartenspiel darauf an, zu den Wertungszeitpunkt möglichst große oder ein Monopol einer der 10 Sammelarten zu besitzen. Als neuer Faktor kommt ein Fuchs ins Spiel, der als Störfaktor einen Teil einer Sammlung wertlos machen kann.

Volle Wolle Volle Wolle greift wieder das Schafscher-Thema aus der Herbstneuheit Haste Bock auf. Man gibt ein gebot ab, wie viele Punkte man in der summe mit einem acht-, zehn- und zwölfseitigen Würfel mindestens würfeln will. Derjenige mit dem höchsten Gebot beginnt. Er hat drei versuche, bei denen er jeweils alle oder einen Würfel herauslegen darf. Erreicht er seine Summe darf er vier -Anzahl Versuche Karten aus der Mitte aussuchen. Erreicht er seine Summe nicht, bekommt er einen Trostchip, den er bei einem weiteren Würfelversuch als zusätzlichen Punkt abgeben kann. Gespielt wird um Schafe Hunde und einen Knochen, die verschiedene Punkte (sowohl positive wie auch negative) geben. Die erbeuteten Schafe werden übereinander gelegt, und da oberste Schaf liefert nicht nur Siegpunkte, sondern kann auch Würfelmodifikation (plus oder minus Würfelpunkte) zeigen, und entscheidet die Reihenfolge bei gleichem Gebot. Einige Karten haben Spezialwertungen, wie Hunde, der Knochen und einige Schafe, bei denen einige sogar Minuspunkte geben. Beide Spiele erscheinen in der kleinen quadratischen Schachtel. (bd)

Auch im Kinderspielbereich gibt es zwei Neuheiten. Burg Appenzell Die Mäuse sind los und erobern eine Burg voll Käse. Das ist nicht ganz so einfach, denn der Käse ist auf der Burg Appenzell gut versteckt. Jeder Spieler besitzt vier Mäuse, die sich zunächst außerhalb der Burg tummeln. Nun kann er eine Maus über die Burgtürme in die Burg schicken. Diese besteht aus drei Ebenen: zu unterst sind Schiebewege, mit denen sich die Lage der Käsestücke ändern. Darüber liegt eine Abdeckplane und ganz oben liegen Dachteile, die den Blick auf den Käse verhindern. In einem Spielzug können nun bis zu vier Dinge getan werden: natürlich kann einer der Mäuse bewegt werden. Sie versucht natürlich zu einem Käse zu kommen. Ist die Sicht auf den Käse versperrt, darf das Dachteil abgenommen werden. Sobald aber keine Maus mehr in dem Teil steht, verdeckt sich dieser Schlossteil wieder. Zuletzt kann noch in den Schiebeleisten die Anordnung der Käsestücke durcheinander gebracht werden. Ziel dieser ganzen Aktionen ist es, zwei seiner Mäuse auf derselben Art Käse zum Stehen zu bekommen. Dann gibt es das begehrte Käsestück. Leider ist das nicht so ganz einfach, denn die Burg enthält viele Fallen. So manche Maus fällt in einer der Fallgruben statt auf dem gewünschten Käse zu kommen. Solche Mäuse sind dann nicht mehr im Spiel sondern tief in der Burg. Die Burg bietet eine schöne Aufmachung. Der Mechanismus mit Scheiben und Entdecken, aber auch mit Fallen sorgt für Spannung. Und so manches Käsestück wird mich auch in die Burg locken.(wd).

Eine Kröte Nass wird es bei Toni Tümpel. Die Frösche wollen eine Sonnenbrille erreichen und sie einmal um den Teich tragen. Sie bewegen sich auf dem Teich indem sie Kröten überspringen. Diese Kröten haben herausnehmbare Augen, die an der Unterseite ein farbiges Symbol zeigen können. Soll eine Kröte übersprungen werden, muss man eines ihrer Augen herausnehmen und zeigen, dass die Unterseite weiß ist ist. Dann ist der Sprung geschafft. Zeigt sie eine Farbkombination, wird die Kröte mit derjenigen, die diese Farbkombination hat, vertauscht und der spielzug ist beendet. Auch gegenseitig kann man sich, wenn sie erst einmal erreicht ist, die Sonnenbrillen abjagen, indem man den Brillenträger überholt. Wer als erstes mit der sonnenbrille eine volle runde um den Teich schafft, hat gewonnen.

Die letzte Neuheit ist ein Buch, und zwar eine ein weiterer Band mit Zicke und Zacke, den beiden fechen Küken. Die beiden sind ausgerissen, und wolllen keine Küken mehr sein. Bei ihrer Suche nach attrktiverer Verwandschaft treffen sie immer wieder auf den Fuchs, dem sie dann die Jagd verderben. Es ist wiklich Zicke & Zacke - Der Jux mit dem Fuchs (bd)

Zoch
Burg Appenzell Jens-Peter Schliemann, Bernhard Weber ab 6 Jahre 2- 4 Spieler
Gloria Picktoria Alan R.Moon, Michael Ado ab 10 Jahre 2- 5 Spieler
Toni Tümpel Thierry Denoual ab 5 Jahre 2- 5 Spieler
Volle Wolle Alessandro Zucchini ab 10 Jahre 2- 6 Spieler
Zicke & Zacke -Der Jux mit dem Fuchs Theo de Marcousin/ Doris Matthäus