Queen Games


Queen Games legte dieses Mal zwei neue Spiele in den größeren Schachteln vor, hingegen gab es keine Neuheit in der kleinen Schachtel.

Fangfrisch In der mittleren Schachtel erscheint Fangfrisch. Bei diesem Versteigerungsspiel versuchen die Spieler möglichst viele Fische und andere Meereslebewesen zu ersteigern, wobei jeder Spieler immer nur drei Sorten gebrauchen kann. Ein Spieler versteigert die Fische, in dem eine Karte aufdeckt. Diese zeigt ein bis drei Meerestiere einer Art. Ab jetzt kann gekauft werden und zwar immer für genau 10 Euro. Ist allen Spielern diese eine Karte zu wenig, so wird eine zweite dazulegt und, wenn nötig, auch eine dritte, vierte und so weiter. Irgendwann schlägt ein Spieler zu und bekommt die Fische. Zwei Sorten legt er in Kisten ab, eine Sorte kommt in die Kühlung. Alles andere muss auf den Müll. Der Versteigerer erhält pro versteigerte Karte seinen Lohn von einem Euro. Dann kommt der nächste Spieler an die Reihe und darf versteigern.
Wer die Versteigerung übernimmt, kann vorher eine seiner Fischsorten verkaufen. Ein einzelnes Tier bringt dabei nur einen Euro während 10 einen ansehnlichen Betrag in die Kasse spülen. Beim Verkauf werden die anderen Spieler bestraft. Als Simulation der gesunkenen Nachfrage müssen sie eine Karte der gleichen Art ablegen, wenn sich diese Art in einer Kiste befindet. Die Sorte im Kühlfach ist geschützt.
So vermehrt jeder Spieler sein Kapitel. Ein Fischdieb erlaubt es, Fisch von einem Mitspieler zu stehlen, eine Fischkonserve gestattet es, zwei Fische aus dem Müll kostenlos zu entsorgen. Bei Spielende muss nämlich alles im Müll kostenpflichtig entsorgt werden und zwar für einen Euro pro Lebewesen. Wer dann das meiste Kapital besitzt ist Sieger. Bei diesem Versteigerungsspiel haben Grübler keine Chancen ... deR fisch ist dann längst weg.

Jenseits von Theben Mit Jenseits von Theben geht es auf Entdeckungstour an alten archäologischen Fundstätten. Zunächst befinden sich die Archäologen in Europa und sammeln Wissen über die Ausgrabungsstätten. Wer meint, genügend Wissen angesammelt zu haben, begibt sich an die entsprechende Ausstattungsstätte und versucht dort sein Glück: Für jede Ausgrabungsstätte gibt es einen Beutel, in dem sich 26 Plättchen befinden. 13 davon zeigen Funde in unterschiedlichen Werten, die anderen 13 hingegen sind unbedruckt und stellen wertlosen Sand dar. Die Funde allein stellen schon einen Wert in Form von Siegpunkten dar, doch damit nicht genug: Regelmäßig finden in den europäischen Metropolen Ausstellungen statt, bei der Fundstücke bestimmter Kulturen erwünscht sind. Besitzt ein Spieler diese, kann er an den Ort fahren und dafür wiederum Siegpunkte kassieren. Siegpunkte erhält man aber auch, indem man Kongresse besucht und dort Reden hält. Eine einzelne Rede ist nicht sehr viel Wert, doch der Wert einer jeden Rede steigt, so dass es immer lukrativer wird. Zuletzt gibt es noch Gegenstände, die einen bei den Ausgrabungen helfen, z. B. erlauben es Schaufeln, einmal mehr an einem Ort zu buddeln.
Nun kann ein Spieler nicht beliebig viel in seinem Spielzug tun, sondern jede Aktion kostet Zeit, die auf einer Zeitleiste abgetragen wird. Beim Reisen dauert jede Strecke eine Woche, beim Studieren hängt der Zeitaufwand von der Menge des Wissen ab, die man erwerben möchte. Bei den Ausgrabungen kann der Archäologe frei bestimmen, wie viel Zeit er einsetzen möchte, wobei die Obergrenze auf ein Vierteljahr festgesetzt ist. Je mehr Zeit en Archäologe aufwendet und je mehr Wissen er besitzt, desto mehr Plättchen darf er aus dem Beutel ziehen. Wer nach den zwei bis drei Jahren am meisten Siegpunkte besitzt, ist Sieger.
Das Spiel hat mich mit dem Zeitzählung, der Aufmachung und dem Mechanismus sofort angesprochen. (wd)

Queen Games
Fangfrisch Andreas Pelikan ab 8 Jahre 3 - 5 Spieler
Jenseits von Theben Peter Prinz ab 10 Jahre 2 - 4 Spieler