Hans im Glück


Hans im Glück stellt zwei eigenständige Spiele vor und daneben eine Erweiterung zu Thurn und Taxis

Wikinger Bei Wikinger startet jeder mit einen Ufer sowie dem Beginn in einer Insel. In sechs Runden erhält nun jeder Spieler weitere Landteile und Gefolgsmänner. Leider gibt es auch Schiffe, die das Wikingerland angreifen. Auf dem Spielplan werden dazu 12 Teile ausgelegt, schön sortiert nach Schiffen und Inseln. Dazu kommen die Gefolgsleute, auch schön nach Funktion sortiert. Wer an der Reihe ist, muss ein Teil kaufen. Das vorderste Teil kostet nichts, doch darf man es nur nehmen, wenn der Gefolgsmann dabei der letzte ist, der zum Kauf ansteht. Ansonsten ist man gezwungen, etwas gegen Geld zu erstehen. Das Land legt man direkt an. Geschieht das in der Reihe, in die der Gefolgsmann gehört, bleibt er gleich darauf stehen, anderenfalls begibt er sich zur Fähre. Sind alle 12 Teile verkauft, kommt es zur Wertung. Nach der ersten, dritten und fünften Runde wird ausschließlich Geld für die Goldschmiede ausgeschüttet. Nach den anderen Runden dürfen die Bootsleute erst noch Gefolgsleute auf freie Felder bringen, bevor es zur Wertung kommt. Bei der Wertung gibt es Punkte für die verschiedenen Gefolgsleute und Belohungen für abgewehrte Schiffe. Nach dem sechsten Durchgang kommt dann die Abschlusswertung, bei der vor allem die Inseln und die Fischer - eine bis dato fast bedeutungslose Gruppe von Gefolgsleuten - Punkte bringen.
Wikinger hat mit dem Verkauf und dem Anlagemechanismus neuartige Elemente, die einen großen Reiz auf mich ausüben.

Ponte del Diavolo Ponte del Diavolo ist ein abstrakter Zwei-Personenspiel. Martin Ebel entwickelte es als Gedenken an Alex Randolph. Seine Grundzüge liegen dann auch in dessen Twixt. Hier nun geht es nicht mehr darum, zwei Seiten zu verbinden, sondern Inseln auf dem Spielplan zu platzieren und dies mit Hilfe von Brücken zu verbinden. Der Spielplan ist in 10 mal 10 Felder unterteilt. Ein Spieler beginnt mit der Kuchenregel und platziert zwei Steine einer Farbe auf den Spielplan. Dann entscheidet der andere Spieler, ob er mit der Farbe weiterspielen möchte oder mit lieber die andere nimmt. Ein Spielzug besteht darin, entweder zwei weitre Inselsteine auf den Spielplan zu bringen oder aber eine Brücke zu setzen. Spielsteine dürfen dabei nur auf leere Felder platziert werden und auch nicht neben einer eigenen Insel. Eine Insel besteht aus genau vier Steinen, die sich jeweils über die Kanten berühren. Sind es weniger als vier Steine, sprechen wir von Sandbänken, die als Hilfsmittel dienen können oder später sogar nach ausgebaut werden können. Wenn sich Steine diagonal berühren, ist dies gefährlich, weil sie erst einmal weder Sandbänke noch Inseln bilden. Eine Brücke wird immer zwischen zwei Inseln bzw. Sandbänken gesetzt, die waagrecht, senkrecht oderdiagonal einen Abstand von zwei Feldern haben oder aber im Rösselsprung zueinander stehen. Das Spiel endet, wenn ein Spieler keine zwei Inselsteine mehr setzen kann. Nun werden die Inselgruppen bewertet, wobei sie umso mehr Punkte bringen, je größer die Gruppe ist. Ich persönlich bin kein Freund von abstrakten Denkspielen. Daher kann ich dieses Spiel schlecht bewerten.

Thurn und Taxis - Glanz und Gloria Thurn und Taxis - Glanz und Gloria verschlägt und nun in den Norden Deutschland und ein wenig in die heutigen Benelux-Staaten. Das Grundprinzip mit der Kartenaufnahme und dem Auslegen der Strecken ist geblieben. Doch einige Elemente wurden geändert. So gibt es den Kutscher nicht mehr und auch keine Punkte für Kutschen. Ohne Kutschen reduziert sich das Spielende auf das Verbauen der Poststationen.
Die größte Neuerung sind die Pferde. Um eine Strecke einer gewissen Länge zu bilden, benötigt man gleich viele Pferde. Jeder Spieler hat immer zwei davon auf seiner Postkutschenstation. Weitere Pferde müssen durch Auslegen von Karten dazugepackt werden. Die drei Karten einer Stadt - es gibt jetzt übrigens 23 Städte, also eine mehr als im anderen Thurn und Taxis - weisen dann auch jeweils ein, zwei und drei Pferde auf. Wenn ich nun eine Karte genommen habe, kann ich sie direkt umdrehen und als Pferde auslegen. Meine Strecke baut sich dann nicht weiter. Neu auf dem Spielplan sind auch vier Reichsstädte, darunter die drei klassischen Hansestädte Bremen, Hamburg und Lübeck. Wer als erster in einer dieser Städte eine Poststation errichtet. Bekommt dafür einen Siegpunkt. Das ist aber nicht so einfach, denn ich kann aus einer Route maximal eine Reichsstadt auswählen und das auch nur, wenn ich mich für die Variante "aus jedem Land eine Stadt" entscheide. Letzte Änderung,: es gibt jetzt auch einen Bonus für Streckenlängen von acht Karten, der Folgerichtig mit fünf Siegpunkten beginnt.
Damit das Spiel kostengünstig angeboten werden kann, liegen keine Poststationen bei. Sie muss man aus dem ersten Spiel nehmen. Mal sehen, wie sich dieses Thurn und Taxis spielt. (wd)

Hans im Glück
Wikinger Michael Kiesling ab 10 Jahre 2 - 4 Spieler
Ponte del Diavolo Martin Ebel ab 10 Jahre 2 Spieler
Thurn und Taxis - Glanz und Gloria Karen und Andreas Seyfarth ab 10 Jahre 2 - 4 Spieler