Spielwarenmesse 2007


Die Spielwarenmesse liegt hinter uns. Wieder einmal haben wir über 20 Verlagen besucht. Wieder einmal haben wir gesehen, welche Spiele gerade erst erschienen sind oder, was viel häufiger der Fall sein wird, in den nächsten beiden Monaten erscheinen werden. Damit sprechen wir auch schon den ersten Trend an. Immer weniger Verlage haben die Produkte zur Spielwarenmesse produziert. Oftmals werden Handmuster vorgestellt, das endgültige Produkt ist dann oft genug für März angekündigt.

Bei etlichen brauchen wir aber nicht gespannt zu warten. Wiederveröffentlichungen sind im Trend und dazu kommen noch eine ganze Reihe von Überarbeitungen und Weiterentwicklungen. Bei erfolgreichen Titeln wird die erneute Veröffentlichung dann von einem Facelifting begleitet. So werden frühere Spiele der heutigen Zeit angepasst. Zurückgegangen hingegen ist deutlich die Zahl der Erweiterungen. Lediglich zum aktuellen Spiel des Jahres, Thurn und Taxis, und zu der Welt von Catan gibt es große Erweiterungen.
Auch die Autorenlandschaft ändert sich nach und nach. Verschwunden sind dieses Mal die Mengen von Knizias. Doch wo etwas fehlt tut sich eine Lücke auf. Diese wurden von zwei Autoren geschlossen, die sich brav nach Erwachsenen- und Kinderspielen getrennt haben: Wolfgang Kramer hat zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich der Erwachsenenspiele, Kai Haferkamp bildet den Gegenpol in Kinderspielsektor. Erfreulich hingegen, dass auch die jüngere Garde der Autoren bzw. Autorenpaare wieder Veröffentlichungen vorlegen konnten. Erwähnt seine hier Kirsten Becker und Jens-Peter Schliemann sowie Inka und Markus Brand.

AlchemistDas Spiel selbst ist beileibe nicht mehr nur Spiel. Oftmals werden erfolgreiche Kombinationen mit anderen Medien gesucht und auch gefunden. So gibt es wieder zahlreiche Spiele zu literarischen Vorlagen. Doch auch die Verwendung anderer Medien, vorzugsweise der DVD, sieht man immer häufiger. Im Spiel selbst sind Würfel wieder häufiger anzutreffen. Man spielt eben wieder und lässt sich auf das Zufallselement ein, dass ein solcher Gegenstand mit sich bringt.
In der Gesamtheit sind es weniger Spiele als in den letzten Jahren. Diese Verringerung geht einher mit einer nochmaligen Steigerung der Optik, ja selbst Verlage, die früher nur mittelmäßig Wert auf Optik gelegt haben, stellen jetzt grafische Leckerbissen vor. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Spielejahrgang entwickelt. Hoffnungsvolle Titel gibt es reichlich, hier seien einfach mal Der goldene Kompass, Portobello Market, Jenseits von Theben und das rechts abgebildete Alchemist erwähnt.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

Brigitte und Wolfgang