Spiel'07

Fazit der Messe


Zum 25. Mal öffnete die Spiel ihre Tore. Begonnen hat alles 1983 in der Volkshochschule mit wenigen tauscend Besuchern. Inzwischen ist siedie größte Publikumsmesse für Gesellschaftsspiele und liefert Rekore am laufende Band: Noch mehr Aussteller aus noch mehr Ländern. Auch die Besucherzahlen steigen regelmäßig, die Zahlen für 2007 liegen aber noch nicht vor (Stand: 22. Oktober 2007).
In den Hallen war es dieses Mal sehr angenehm. Es war ruhiger, nein, nicht in Bezug auf neue Spiele und Beuscher, sondern in Bezug auf die Akustik. Dazu kommt eine rauchfreie Atmosphäre an den Ständen.Beeindruckend waren wieder einmal die aufwendigen Präsentationen der Verlage, denen wir in unseren Impressionen Rechnung tragen.

Was die Spiele angeht, so gab es viele gute Spiele. Was sofort ins Auge stach waren die sehr schönen Grafiken und das tolle Material und während es früher immer mal den einen oder anderen beschädigten Spielstein oder den schlecht gestanzten Bogen gab, fanden wir soetwas in unserem Spielen nicht.

Was die Spiele anbelangt, so lässt die Messe die Herzen der Strategiespieler höher schlagen. Viele große, schöne, interessante Strategiespiele warten darauf, in den nächsten Wochen und Monaten tiefer erforscht zu werden. Bei den meisten Strategiespielen ist dabei ein kleiner Zufallsfaktor vorhanden, der dafür sorgt, dass die Spiele nicht geleichförmig und monoton ablaufen.
Gerade das fällt auch bei den lockeren Spielen auf. Es darf ein Zufallfaktor vorhanden sein. Würfel sind wieder häufiger anzutreffen, Karten als Zufallsfaktoren waren schon länger dabei. Der Sektor der schnell gespielten Spiele und der Fun-Games war nicht ganz so dicht besetzt wie in anderen Jahrgängen. Auch Kommunikationsspiele waren rar.
Zwischen den Strategiespielen und den Fun-Games liegt das weite Areal der German Games. Spiele mit gewissen Einflussmöglichkeiten, einer Spieldauer von 45 bis 75 Minuten und einer sehr guten Ausstattung. Dieser Sektor ist wieder reichlich vertreten. Gemein ist vielen Spielen, dass die Spieler etwas gemeinsam errichten, ob Landschaft oder Palast, oder die Verteidigung eines Landes. Doch dem gemeinsamen Ziel stehen die individuellen Siegpunkte entgegen.

Das alles ist Basis für viele gute Spieleabende. Dann erst wird sich die Spreu vom Weizen trennen und es mag sein, dass die Weizenernte dies Mal reichlich ausfällt. Allein die ganz große Perle ist nicht ins Auge gesprungen, aber vielleicht versteckt sie sich ja noch.

Brigtte und Wolfgang