Der Deutsche Spielepreis 2007: Die Verleihung

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Es ist die 25. Veranstaltung, jetzt Spiel, früher internationale Spielertage. Der Deutsche Spielepreis ist nicht ganz so alt, nimmt man aber seinen Vorgänger, den goldenen Pöppel hinzu, so ist er älter. Es spielt auch keien Rolle, gab es anlässlich des Jubiläums der Spiel ein paar Besonderheiten wie eine Zechenkapelle, die vor der Verleihung ausspielte. Viele andere, oftmals kleine Hinweise verrieten das Jubiläum

Zechenkapelle Festsaal Bouquet zum Jubiläum

Nun zu den Preisträgern: Da haben wir ihn endlich mal seit langer Zeit wieder: Den Gewinner, von dem man nicht im Voraus "wusste", dass er gewinnen würde. "Die Säulen der Erde" ist ein gutes Spiel, doch waren sie kein Toppfavorit. Es gab strategischere Spiele, es gab sehr gute Spiele der Tradionssieger alea und Hans im Glück, und dort gab es vor allem Notre Dame und Wikinger. Da gab es den Pfefferkuchel aus Oberhof, dessen Preisträger, der diese Spiele ebenfalls favorisierte und immer sehr nah am Gewinner des Deutschen Spielepreises lag.

Da haben wir ihn endlich mal seit langer Zeit wieder: Den Gewinner, von dem man nicht im Voraus "wusste", dass er gewinnen würde. "Die Säulen der Erde" ist ein gutes Spiel, doch waren sie kein Toppfavorit. Es gab strategischere Spiele, es gab sehr gute Spiele der Tradionssieger alea und Hans im Glück, und dort gab es vor allem Notre Dame und Wikinger. Da gab es den Pfefferkuchel aus Oberhof, dessen Preisträger, der diese Spiele ebenfalls favorisierte und immer sehr nah am Gewinner des Deutschen Spielepreises lag.

Das alles ist nun Markulatur, denn die "Säulen" Haben es geschafft. Das ist gut so, aus Sicht der Spiele und vor allem aus Sicht des Preises.
Der Deutsche Spielepreis war ein Jahrzehnt fest in den Händen der beiden Verlage alea und Hans im Glück. Da war Caylus letztes Jahr eine willkommene Abwechslung, weil es Ystari gelang, die Phalanx der anderen beiden Verlage zu durchbrechen. Eine Überraschung indes war Caylus nicht, wurde es vorher von den Strategie- und Vielspielern hochgelobt und von der Jury "Spiel des Jahres" mit dem Sonderpreis komplexes Spiel bedacht. Nun hat es mit Kosmos erneut ein anderer Verlag geschafft und weil die "Säulen" nicht der Toppfavorit waren, ist auch das Aha-Erlebnis wieder da. Das ist wichtig, denn damit steigt die Spannung in den nächstne Jahren, weil es eben kein Selbstläufer ist diesen Preis zu gewinnen. Wie schon so oft in den letzten Jahren ist der Sieger des Deutschen Spielepreises "nur" auf der Liste der empfehlenswerten Spiele von der Jury "Spiel des Jahres" gesetzt worden. Dieses "nur"ist wichtig, zeigt sie die Gemeinsmakeiten zwischen beiden Preises, aber auch deren Differenz: Gemeinsam, weil sehr gute Spiele eben sehr gute Spiele sind. Das gilt eben auch absolut, mag im Einzelfall die persönliche Meinung abweichen. Die Differenz liegt in der Zielsetzung; der eine Preis ein Preis für das Kulturgut Spiel und für die Orientierung der breiten Masse, der andere ein Preis der Szene, von Spielern für Spieler. Jetz dient er sicher noch ein wenig mehr als Orientierung für "Normalspieler", die gewisse taktische und strategische Ansprüche besitzen.
Und damit bin ich beim Spiel. Die Säulen der Erde ist ein würdiger Preisträger. Wenn ich diesen oft geschriebenen und damit ebenso abgedroschenen Satz schreibe, so ist das bei mir eine Hervorhebung, da ich Dank der Brettspielwelt Notre Dame, den Zweitplatzierten, über 500 gespielt habe, die Säulen der Erde hinggen rund 50 Mal. Auch wenn damit mein persönliches Toppspiel nicht Sieger wurde, freut es mich. Das liegt an zwei Dingen: Zum einen erzählen die Säulen eine Geschichte. "Klar", wird mancher sagen, ist ja auch nach einem Roman. Nein, das meine ich hier nicht. Was ich meine, ist die Spielgeschichte. Da stimmt einfach alles. Die einzelnen Stationen, die Begriffe, die Rohstoffe, das Material, ja, zum gemeinsamen Spielen kommt der gemeinsame Bau der Kathedrale. Es gibt einen Sieger, denn es ist kein kooperatives Spiel. Aber auch die Verlierer haben etwas erreicht, erhalten ein postives Gefühl und nicht das einer vernichtenden Niederlage. Damit ist es ein Spiel für Jedermann, der eine gewisse Regellänge akzeptiert und auch ein wenig tiefer Denken mag als das, was man dem Durchschnitt der Gelegenheitsspielern zutraut. Ja, und das genau braucht der Deutche Spielepreis: Einen Gewinner, der diese Gruppe von Spielern den Weg weist.

Nun habe ich soviel über den Sieger des Deutschen Spielepreises erzählt, dabei gibt es doch zwei. Den Deutschen Kinderspielpreis gewann Burg Appenzell von Zoch. Hier hat mein Favorit gewonnen. Und er ist ein ebenso würdiger Vertreter wie es die Säulen bei den Erwachennenspielen sind. Das gute Spielkonzept mit vielen Möglichkeiten, mit der Herausforderungen an Taktik und Gedächtnis in der familiengerechnten Aufmachung.ist herausragend bei den anspruchsvollen Kinder- und Familienspielen. Auch her gewinnt ein Spiel, das eine Geschichte erzählt, von den Mäusen auf der Burg, wie sie hinter dem Käse her sind und über Fallen in den Burgverlies gelangen. Ja, es ist ein Spiel, das auch Viel- und Stretegiespieler überzeugen konnte, ein Spiel, das für seinen Bereich im Anspruch analog zum anderen Gewinner zu sehen ist.

So bleibt mir nur noch, einen herzlichen Glückwunsch an Autoren und Verlage der Gewinner und Platzierten zu sagen. Für die weiteren Details der Presiverleihung, die wieder in einem sehr schönen Ambiente statt fand, lasse ich lieber Bilder sprechen (wd).

Essener Feder an Burg Appenzell Sieger: Die Säulen der Erde Zweit- und Drittplatzierter
Ernst Pohle, Fachgruppe Spiel Kinderspielsieger: Burg Appenzell Der jüngste Teilnehmer: McGerdts Junior

Der deutsche Spielepreis 2007: Das Ergebnis

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Die Säulen der Erde von Michael Rieneck und Stefan Stadler (Kosmos)
hat den ersten Platz erreicht.

Gewinner des Deutschen Kinderspiele Preises 2007 ist
Burg Appenzell von B. Weber u. J.-P. Schliemann (Zoch)

Gewinner der Essener Feder, Wanderpreis für die beste Spielregel, 2007 ist
Burg Appenzell von B. Weber u. J.-P. Schliemann (Zoch)

Die Top Ten Liste sieht wie folgt aus:
  1. Notre Dame von Stefan Feld
    (alea/Ravensburger)
  2. Wikinger von Michael Kiesling
    (Hans im Glück)
  3. Yspahan von Sébastien Pauchon
    (Ystari)
  4. Zooloretto von Michael Schacht
    (Abacusspiele)
  5. Die Baumeister von Arkadia von Rüdiger Dorn
    (Ravensburger)
  6. Imperial von Walther MacGerdts
    (eggertspiele)
  7. Maestro Leonardo von F. Brasini, V. Gigli, S. Luperto, A. Tinto
    (dV games/Abacus)
  8. Jenseits von Theben von Peter Prinz
    (Queen Games)
  9. Colosseum von Markus Lübke und Wolfgang Kramer
    (Days of Wonder)

Wir gratulieren den Preisträgern und Platzierten