Hans im Glück


Kabale und Hiebe (Lutz Stepponat, 3-6 Spieler, ab 8 Jahre)

Kabale und Hiebe Jeder Spieler bekommt die gleichen 25 Karten. Diese werden gemischt und als Stapel vor ihm abgestellt. Drei davon nimmt er auf die Hand. Eine Runde beginnt damit, dass pro Mitspieler eine Zielkarte aufgedeckt wird. Diese gehören sechs verschiedenen Kategorien an und haben einen Wert von 1 bis 5. Kommt ein Spieler nun an die Reihe, wählt er eine seiner Karten und legt sie verdeckt unter eine der Zielkarten. Kommt nun eine weitere karte in die Reihe, so wird die darüber liegende verdeckte Karte aufgedeckt. Damit wird ihr Wert sichtbar. Manche Karten haben einen sofortigen Effekt. Da wird eine Karte entfernt oder auch die Zielkarte getaucht oder eine andere Wirkung tritt in Kraft. Dies geht solange, bis in jeder Reihe mindestens so viele Karten liegen, wie der Wert der Karte beträgt. Dann kommt es zur Wertung Dazu wird die letzte, noch verdeckte Karte nun aufgedeckt. Jetzt treten alle Sonderwirkungen von Karten ein, die zur Auswertung gehören. Musketiere unterbinden weitere Sonderfertigkeiten, Zauber entfernen Karten über 10, Hexen unter 9 und so weiter. Wer nach den Auswirkungen aller Sonderfertigkeiten den höchsten Wert in einer Reihe hat, bekommt die Zielkarte (sofern dies nicht geändert wurde).
Sechs solcher Runden werden gespielt. Danach kommt die Endabrechung. Wer aus jeder Kategorie mindestens eine Karte besitzt, nimmt in jeder Kategorie die Karte mit dem höchsten Wert, addiert diese Werte und verdoppelt die Summe. Hat er noch weitere Karten, so wird pro Karte ein Punkt abgezogen. Wer keinen vollständigen Satz bekommen hat, addiert einfach nur die Werte seiner Karten. Wer nun den höchsten Wert hat, ist Sieger.

Fazit: es klang für mich zunächst chaotisch und auch die vielen Regeln für die Charaktere erschreckten mich. Das Spiel geht dann aber leicht und spaßig von der Hand. Zwei Spiele gespielt - ich mag es.

Die Regeln sind vom Verlag online gestellt worden.


Taluva (Marcel-André Casasola-Merkle, 2-4 Spieler, ab 10 Jahre)

Tavula Taluva ist eine Vulkaninsel und genau diese bauen die Spieler auf. Dazu stehen den Spielern 48 Teile zur Verfügung, die die Form von drei aneinander gesetzten Dreiecken haben. Eines dieser Dreiecke zeigt einen Vulkan, die anderen beiden zeigen fruchtbare Landschaften. In seinem Spieler vergrößert der Spieler zunächst Tuvalu, indem er ein Blind gezogenes Teil anlegt. Er kann es aber auch auf bereits gelegte Teile bauen, wobei der Vulkan auf einen Vulkan gelegt werden muss. Bei einer solchen Aktion können Spielsteine entfernt werden, aber nur Hütten. Damit kommen wir zu den Gebäude: jeder Spieler hat drei Tempel, zwei Türme und viele Hütten. Hütten darf man immer auf der untersten Ebene errichten und kann sich von dort ausbreiten. Ein Tempel kann nur gebaut werden, wenn man mindestens drei zusammenhängende Felder besitzt, ein Turm nur dann, wenn er auf die dritte Ebene oder noch höher gebaut werden kann. Kleinere Nebenbedingungen sichern ab, dass Tempel und Türme nicht zu schnell errichtet werden können.
Für den Sieg gibt es zwei unterschiedliche Bedingungen: Gelingt es einem Spieler während des Spiels, alle Spielsteine von zwei Gebäudearten zu verbauen, hat er sofort gewonnen. Sind hingegen alle Landschaftsplättchen aufgebraucht, gewinnt der Spieler mit den meisten Tempeln, bei Gleichstand zählen die Türme, dann die Hütten. Damit man aber nun nicht zu schnell seine Hütten verbaut, gibt es noch eine gemeine Regel: Wer in einem Zug kein Gebäude errichten kann, scheidet sofort aus.

Fazit: Das Spiel kommt mit sehr wenigen Regeln aus. Die Einfachheit der Regeln erzeugt dennoch eine hohe Spieltiefe. Bei der recht kurzen Spieldauer auch Zwischendurch zu spielen.

Die Regeln sind vom Verlag online gestellt worden.