Days of Wonder


Piratenbucht (Paul Randles & Daniel Stahl, 3 - 5 Spieler, ab 8 Jahre)

Dieses Spiel kennen wir in einer ähnlichen Form bereits von Amigo. Nun wurde es bei Days of Wonder neu aufgelegt. So ganz ist es keine Neuauflage, denn die neue Version enthält die Originalregeln, während die Regeln von Amigo gegenüber den Originalregeln verändert waren. Auch jetzt spielt jeder Spieler den Captain eines Piratenschiffes. Auf diversen Inseln kann man sein Boot verbessern um so schneller zu segeln, weitere Kanonen an Bord zu holen oder mehr Mannschaft anzuheuern. Doch all diese Mittel dienen nur dazu, Schatzkiste und Gold in das Piratenversteck zu bringen, denn dafür gibt es besonders viel Ruhm. Dieser entscheidet schließlich auch über den Spielsieg. Und wie das bei Piraten so üblich ist, wir hier viel gekämpft.

Fazit: Die Regeln sind nicht nur didaktisch verbessert, sondern auch modifiziert. Feigheit kann mit Meuterei bestraft werden und die mächtigen Karten wurden durch Papageien ersetzt, deren Verlust Ruhm kostet. Wie weit ein anderes bzw. besseres Spielgefühl dadurch aufkommt, muss sich erst noch herausstellen.


Schatten über Camelot (Bruno Cathala & Serge Laget, 3 - 7 Spieler, ab ? Jahre)

Bei Schatten über Camelot übernimmt jeder Spieler die Rolle eines Ritters an der Tafel von König Artus. Gegen das Spielsystem erfüllen die Ritter Questen, um so der Tafelrunde zu Ehre und Ruhm zu verhelfen. Soweit klingt dies nach einem kooperativen Spiel, doch in der Runde der Ritter befindet sich ein Verräter. Dieser wird - zunächst verdeckt - das Spielsystem dabei unterstützen, dass die Ritter der Tafelrunde keine Erfolg haben.

Fazit: Spiele in der Konstellation "Einer gegen Alle" erfreuen sich großer Beliebtheit wie Scotland Yard oder Der Herr der Ringe mit der Sauron-Erweiterung zeigen. Nun wird dieses Szenario in eine der größten Fantas-Plätze aller Zeiten versetzt und gleichzeitig mit einem verdeckt agierenden Gegenspieler kombiniert.


Zug um Zug Europa (Alan R. Moon, 2 - 5 Spieler, ab 8 Jahre)

Nachdem Zug um Zug zum Spiel des Jahres gekürt wurde, wird das Spiel nun nach Europa transportiert. Nun ist Europa nicht so kompakt wie die Nordamerika und von daher wurden neben der neuen Karte auch einige neue Regeln eingeführt. Die Kate enthält nun deutlich weniger lange Strecken: es gibt keine Strecken der Länge 5, nur noch zwei der Länge 6, dazu aber eine neue Strecke der Länge 8. Gleichzeitig gibt es weniger Doppelstrecken. Somit stehen bei Zug um Zug die Tickets wesentlich mehr im Vordergrund. Außerdem gibt es drei neue Elemente: Fähren, Tunnel und Stationen. Fähren befinden sich immer auf farbneutralen Strecken. Diese können wie bisher mit jeder Farbe befahren werden, doch für die Fähre muss eine Lokomotive gespielt werden. Tunnel bringen ein bisschen Zufall ins Spiel. Wenn ich eine Strecke mit Tunnel bebauen möchte, muss ich dies vorher ankündigen. Für jeden Tunnelabschnitt muss ich eine Karte vom verdeckten Stapel ziehen. Zeigt diese Karte dieselbe Farbe wie die, dich ich abgeben möchte, erhöht sich der Preis um eine Karte. Kann oder will ich den zusätzlichen Preis nicht zahlen, bekommen ich zwar die Karten zurück, aber der Spielzug ist verloren. Um die geringere Zahl von Doppelstrecken zu kompensieren, gibt es die Stationen, von denen jeder Spieler drei besitzt. Wurden sie bis Spielende nicht verbaut, so sind sie je 5 Punkte wert. Verbaut man sie, verfallen zwar diese Punkte, dafür zählen aber fremde Strecken zu diesem Bahnhof bei der Erfüllung meiner Tickets als wenn ich sie gebaut hätte.

Fazit: mit den neuen Regeln und dem "engeren" Spielplan erschient mir Zug um Zug noch interessanter, da vor allem die stupide "Ich-bau-nur-lange-Strecken"-Strategie entfällt.