Alea


Louis XIV (Rüdiger Dorn, 2 - 4 Spieler, ab 12 Jahre)

An Hofe Louis XIV befinden sich viele Adlige. Zunächst wird festgelegt, an welcher Tafel sich Louis XIV aufhält. Danach spielen die Spieler über Karten drei Spielsteine ein. Die Karte schreibt den Ausgangspunkt der Steine vor. Die beiden anderen Steine dürfen, müssen aber nicht, zu anderen Adligen gestellt werden, wenn diese in unmittelbarer Nähe sind. Alternativ kann ein Spieler auch eine Karte dazu benutzen, Spielsteine aus dem Vorrat zu sich zu holen, denn nur von hier können sie zu den Adligen gesetzt werden. Nachdem jeder Spieler mehrfach Spielsteine platziert hat, werden die Adligen ausgewertet. Manche geben nur demjenigen Etwas, der die meisten Spielsteine besitzt, andere verlangen eine bestimmte Mindestanzahl von Spielsteinen. Auch die Belohnung ist unterschiedlich. Mit diesen Belohnungen kann man dann Karten aktivieren, die je nach Schwierigkeitsgrad kleine oder große Spielvorteile bringen und auch überwiegend für den Spielsieg verantwortlich sind.

Fazit: Louis XIV wurde, als sein Prototyp auf der Spiel '04 vorgestellt wurde, hochgelobt. Nun wird das Spiel für viele Spieler zugänglich sein und zeigen müssen, ob es die hohen Erwartungen erfüllt.


Palazzo (Reiner Knizia, 2 - 4 Spieler, ab 10 Jahre)

Die Spieler möchten verschiedene Paläste bauen. Dazu benötigen sie Baumaterial und Geld. Wenn ein Spieler an die Reihe kommt, hat er die Auswahl unter drei möglichen Aktionen: Geld nehmen, Bauteile versteigern oder Bauteil kaufen. In jedem Fall hat der Spieler bei seiner Aktion ein Vorteil gegenüber den anderen Spielern. Nimmt er Geld, so erhält er neue Karten. Geld gibt es in verschiedenen Farben und zur Bezahlung darf immer nur eine Geldsorte verwendet werden sowie zusätzlich Joker. Dabei gibt es eine Spezialregel: Weisen drei Geldkarten den gleichen Wert auf, so zählen sie 15 statt ihres aufgedruckten Wertes. Versteigert ein Spieler Bauteile, so werden zunächst neue Bauteile ausgelegt und der Bauaufseher gezogen. Er wartet an der Stelle, an der es die nächsten Bauteile gibt. Diese werden dann versteigert, wobei der anbietende Spieler 3 Geld automatisch dazu addiert. Wenn die Teile ersteigert wurden, wird die Hälfte, ggf. abgerundet, zu de zu verkaufenden Bauteilen gelegt. Die anderen Teile darf der Spieler dann verbauen. Wenn der Spieler ein Bauteil kaufen möchte, so nimmt er sich das Teil und bezahlt es. Es kostet 10 - Anzahl der zu verkaufenden Bauteile und somit werden die zu verkaufende Bauteile nicht nur weniger, sondern auch teurer. Bei Spielende zählen die Paläste in Abhängigkeit von der Höhe. Ein einzelnes Bauteil bringt Minuspunkte. Ein Palast aus zwei Bauteilen ist neutral und ab drei Bauteilen gibt es Pluspunkte. Zusätzliche Pluspunkte gibt es für Paläste, die nur aus einem einzigen Baumaterial erstellt worden sind.

Fazit: Palazzo ist eine schnelles Versteigerungs- und Bauspiel. Seit langer Zeit klingt ein Versteigerungsspiel wieder interessant, weil hier eben nicht nur versteigert wird, sondern auch weitere Möglichkeiten existieren.