Abacus Spiele


Bang! (Emiliano Sciarra, 4 - 7 Spieler, ab 10 Jahre)

Abacus bringt nun die deutsche Version dieses Spiels heraus, bei dem der Sheriff und seine Gehilfen gegen die Outlaws kämpft. Die Texte, die man früher mühevoll im Regelheft nachschlagen musste, wurden nun auf die Karten gebracht. Damit entfällt das lästige "Gib mir mal die Regel".

Fazit: Im wilden Westen war vieles möglich, vor allem aber auch schnelles Ausscheiden. Blaue Bohne sind hart!


China (Michael Schacht, 2 - 5 Spieler, ab 12 Jahre)

China ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen, aber nicht mehr erhältlichen Kardinal & Königs. Wie der Titel bereits vermuten lässt, spielt das ganze nun in China. Die Grundregeln für das Einspielen von Spielsteinen sind geblieben. Dennoch gibt es reichlich Neuerungen. Zunächst einmal ist der Spielplan beidseitig bedruckt. Damit sind Straßenketten jetzt bei jeder Spielerzahl gleich schwer zu errichten. Bei der Wertung gibt es nun keine Zwischenwertung mehr. Provinzen werden gewertet, sobald sie voll sind oder bei Spielende. Damit sich KuK-Spieler nicht umgewöhnen müssen, haben die Provinzen die Farben der Länder und auch die gleiche Anzahl Klöster. Für die Räte-Wertung ist der Plan nun so gestaltet, dass benachbarte Länder immer freundschaftlich verbunden sind. Da China eine kompakte Landmasse besitzt, sind auch keine Seeverbindungen mehr möglich. Beim Nachziehen liegen jetzt vier Karten offen. Damit ist es leichter möglich, einen Joker auf die Hand zu bekommen. Zuletzt gibt es Verdopplersteine. Sie sind neutral und werden wie alle anderen Spielsteine eingespielt. Wer dann darauf ein Kloster baut, erhält bei der Länderwertung die doppelte Punktzahl. Sollte das Kloster Bestandteil einer Kette sein, so wird auch deren Wert verdoppelt.

Fazit: Ein gutes Spiel ist mit China nicht nur wieder erhältlich, sondern auch weiterentwickelt worden.


Coloretto Amazonas (Michael Schacht, 2 - 4 Spieler, ab 8 Jahre)

Jeder Spieler bildet Reihen aus drei bis sechs Karten. Für jede Reihe gibt es so viele verschiedene Motive wie Karten in die Reihe dürfen. Die Spieler besitzen immer drei Handkarten. Wenn ein Spieler an die Reihe kommt, hat er zwei Möglichkeiten: Er kann eine Karte bei sich auslegen oder sie einem Mitspieler schenken. Karten mit gleichen Motiven in einer Reihe heben sich auf und beide Karten müssen abgelebt werden. Wird einem Mitspieler eine doppelte Karte geschenkt, so kann er das Geschenk ablehnen, in dem er eine Karte aus einer benachbarten Reihe entfernt. Wer in einer Reihe alle Motive ausliegen hat, dar sie als Stapel zur Seite legen und mit dieser Reihe neue anfangen. Wenn man der erste ist, der eine bestimmte Reihe fertig stellt, gibt es dafür Bonuspunkte. Das Spiel endet, wenn alle Karten durchgespielt wurden oder wenn ein Spieler drei Reihen fertig gestellt hat. Punkte gibt es nun für fertige und unfertige Reihen sowie durch die Bonuspunkte. Gewonnen hat schließlich der Spieler mit den meisten Punkten.
Bei drei und vier Mitspielern wird ein Spieler vor Geschenken geschützt. Wer gerade ein Geschenk bekommen hat, darf erst wieder eines erhalten, wenn zwischendurch ein anderer Spieler ein Geschenk erhalten hat. Bei vier Spielern endet das Spiel dann auch bereits, wenn ein Spieler seine zweite Reihe fertig gestellt hat.

Fazit: Mit dem Namensvetter hat das Spiel das Ablegen von Karten, die Begrenzung der Kartenanzahl in den Reihen und die Punkte für Karten in den Reihen gemeinsam. Ansonsten ist es ein eigenständiges, flott zu spielendes, kurzweiliges Kartenablegespiel.


Katalog Edition 5 für Coloretto (Michael Schacht, 2 Spieler, ab 8 Jahre)

Wie schon in den letzten Jahren präsentiert Abacus auf der Rückseite ihres Katalogs eine kleine Erweiterung für ein erfolgreiches Spiel. Dieses Mal trifft es Coloretto. Abgebildet sind dort drei Karten, die die Reihenkarten für die Zwei-Spieler-Variante von Coloretto bilden. Gespielt wird fast nach den Originalregeln, aber eben nur fast: So werden eben zum Beispiel drei Reihen gebildet, von denen aber jeder der beiden Spieler nur eine nimmt. Die dritte Reihe kommt auf den Ablagestapel.

Fazit: Mit dieser Variante lässt sich Coloretto sehr gut zu zweit spielen. Da der Rahmen gleich geblieben ist, ist der Einstieg sehr einfach. Die taktischen Möglichkeiten bleiben genauso erhalten wie der Glücksfaktor durch die Karten. So ist dies hier eine sehr gelungene Adaption des bekannten Coloretto für jetzt zwei Spieler.


Montanara (Jong Kong, 2 Spieler, ab 10 Jahre)

Beide Spieler steigen in ein Bergwerk, um von dort vier Kristalle zu bergen. Das Bergwerk wird durch vier Kartenstapel dargestellt. In diesen Kartenstapeln befinden sich besagte Kristalle, Zwerge sowie diverse Aktionskarten. Wen ein Spieler an der Reihe ist, kann er entweder eine Karte nehmen, eine Aktionskarte spielen oder aber schürfen. Wer eine Karte nimmt, steckt sie einfach auf die Hand, wobei Zwerge direkt ausgelegt werden. Aktionskarten erlauben diverse Veränderungen an den Handkarten und an den Bergwerken, z. B. kann man von einem Stapel die obersten vier Karten nehmen und in beliebiger Reihenfolge zurücklegen. Wer schürfen möchte, darf so viele Karte aufdecken, wie er Zwerge vor sich liegen hat. Jeder gefundene Kristall ersetzt einen Zwerg und wer zuerst vier Kristalle erschürft hat, ist Sieger.

Fazit: Auch Abacus bringt ein reines Zwei-Personenspiele heraus. In diesem Fall ist es ein Kartenspiel, bei dem man sich die Karten gut merken können sollte.


Pick-A-Dilly (Hartmut Kommerell, 3 - 7 Spieler, ab 7 Jahre)

Bis zu sieben Hennen befinden sich im Hühnerstall, für jeden Spieler eine. In jeder Runde stellt jeder Spieler auf einer Scheibe geheim ein, welches Huhn sie füttern wollen. Ist die Entscheidung gefällt, decken alle Spieler ihre Scheibe auf. Nun legt jedes Huhn in Abhängigkeit vom Futter Eier. Ohne Futter ist das Huhn so erschrocken, dass es ein Ei legt. Mit einer Fütterung ist es zufrieden und legt kein Ei. Mit zwei oder gar drei Mal Futter legt es zwei bzw. drei Eier. Diese bekommt jeweils der Besitzer des Huhns. Außer den Hühnern kann man noch einen Hahn einstellen. Diese wandert pro Fütterung ein Huhn im Uhrzeigersinn weiter. Die Henne, bei der der Hahn nach der Runde verweilt, legt ein zusätzliches Ei. Wer zuerst ein Dutzend (= 12 Stück) Eier gesammelt hat, ist Sieger.

Fazit: Ein Einschätzspiel mit humorvollem Hintergrund. Ich hoffe, es ist genauso unterhaltsam wie Kai Piranha.


Wie Waldi (Oliver Igelhaut, 2 - 4 Spieler, ab 7 Jahre)

Jeder Spieler bekommt einen gleichen Satz Hundekarten. Diese teilt er in drei ungefähr gleich große Stapel auf. Dann nimmt sich jeder Spieler einen Stapel und durchsucht ihn. Ein "Waldi" beginnt immer mit einem Kopf. Findet ein Spieler einen solchen Kopf, so legt er ihn in der Mitte aus. Da aber alle Köpfe gleich aussehen, sieht man nicht mehr, von wem der Kopf gelegt wurde, denn dies ist nur an der Rückseite zu erkennen. Nach dem Dominoprinzip dürfen nun alle Spieler Waldi-Teile an diesen Kopf anlegen. Gleichzeitig legen die Spieler weitere Köpfe aus. Nach und nach verlieren die Spieler den Überblick, wem welcher Hund gehört. Das ändert sich erst mit dem Schwanz, der einen Hund beendet. Dieses Schwanzteil bestimmt auch, wer den Hund bekommt: Hat sich eine Katze in den Schwanz verbissen, so bekommt der Spieler, dem der Schwanz gehört, den Hund. Anderenfalls gehört der Hund dem Besitzer des Kopfes. Wer an Ende die meisten Hundeteile vorweisen kann, ist Sieger.

Fazit: Hier ist nicht nur Geschwindigkeit gefragt, sondern auch intelligentes Anlegen, denn nichts ist ärgerlicher als ein langer Hund mit eigenem Kopf, an dessen Schwanz des Nachbars Katze hängt.