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Messerundgang - Teil 7: Noch mehr für die Kleinen - Kinderspiele


Noch immer befinden wir uns am Haba-Stand. Hier gibt es viele Neuheiten zu sehen, denn Haba hat insgesamt 14 neue Spiele veröffentlicht. Das Autorennspiel haben wir bereits auf der letzten Seite vorgestellt, nun folgen noch zwei, die wir uns aus dem großen Sortiment näher angeschaut haben. Bei der Kullerbande spielt die Schachtel mit, denn hier darf man eine Kugel gegen die Uhr rollen lassen. Der Rand dient aber nicht nur als Bande bzw. als Absicherung, sondern auch als Zählleiste, auf der die erzielten Punkte mit Hilfe einer Wäscheklammer markiert werden. Damit die Kugel nun auch Ziele hat, werden Tiere auf den Spielplan gesetzt. Sie sind magnetisch und können somit nicht verrutschen. Die Tiere sind so geformt, dass ihre Beine einen Tunnel für die Kugel bilden. Nun muss man gegen eine Sanduhr versuchen, möglichst viele Tiere zu tunneln.
Bei Polly Pottwal tummeln sich viele Fische im Meer. Polly Pottwal, der als große Figur beiliegt, möchte möglichst viele dieser Fische fangen. Dazu wird er an einer Schnur über den Spielplan gezogen und fängt mit seinem Maul die Fische. Damit das nun nicht zu leicht geht, wird die Schnur an einem versetzbaren Stift vorbeigezogen.

Neu auf der Messe war der Verlag Coppenrath und stellte ein Spiel von Kai Haferkamp vor: Mit Felix um die Welt. 36 Positionen auf der Weltkarte sind besondere Punkte, zu denen es Karten gibt. Die Karten erklären die Bedeutung des jeweils Gezeigten, dies kann ein Wolf aus Sibirien oder aber der Tango in Argentinien sein. Jeder Spieler stellt seine Spielfigur auf einen Landpunkt, dann gibt es drei Ziele. Kommt ein Spieler an die Reihe, so würfelt er mit fünf Würfeln. Sie zeigen Auto, Schiff, Flugzeug, Rakete und Felix (Auto oder Schiff sind doppelt vorhanden. Fahrzeuge, die man verwenden möchte, legt man beiseite und würfelt den Rest erneut. Nach einem dritten Wurf stehen die Fahrzeuge fest. Über Land bewegt man sich mit einem Auto, auf Wasser mit einem Schiff fort. Ein Flugzeug erlaubt den auf jedem Kontinent befindlichen Flughafen zu betreten und ein weiteres ermöglicht den Flug. Mit einer Rakete dar man die Abflugbasis betreten. Hier muss man nun alle Würfel noch einmal würfeln. Eine Rakete genügt, um auf der gewünschte Zielbasis zu landen, ansonsten landet sie dort, wo der rechte Nachbar es sich wünscht. Der Felix ist eine Niete, ausgenommen alle Würfel zeigen ihn. Dann darf man hinziehen, wohin man möchte. Wer ein Ziel erreicht hat, nimmt die dazugehörige Karte an sich und deckt ein neues Ziel auf. Sobald man drei Karten gesammelt hat, darf man zurück nach Münster, der Heimat von Felix ziehen. Wer Münster zuerst erreicht, ist dann Sieger. Die Würfelei ist interessant, doch oft werden nur Autos oder Schiffe verlangt, so dass keine wirkliche Alternative existiert. Dadurch bekommt das Spiel schon mal Längen.


Selecta zeigte auf der Messe genau eine Neuheit: Piratissimo. Jeder Spieler wird dabei zu einem Piratenkapitän und erhält dazu ein Piratenschiff. Das Schiff wird mit einem Würfel fortbewegt, der die Zahle nvon 1 bis 4 sowie zwei Mal einen Wirbelsturm zeigt. Bei einer Zahl wird das eigene Piratenschiff um die entsprechende Anzahl von Feldern vorgezogen. Auf jeder zweiten Insel kann man dann Schätze aufladen. Auf einer insel sind dies entweder einer oder kein Schatz, einmal hat man die Auswahl von bis zu drei Schätzen und einmal muss man zwei Schätze aufladen. Letzteres ist dabei oft ärgerlich, da das Piratenschiff mit acht oder mehr Schätzen kentert und dabei alle Schätze verliert. Aber auch der Wirbelsturm und die "lieben" Mitspieler ärgern einen kräftig. Trifft ein Mitspieler an einer Insel ohne Schatz auf einen, so kann er bis zu zwei Schätze von anderen Boot nehmen oder aber auch geben (was zum kentern führen kann). Im Wirbelsturm verliert man meistens Schätze, aber er kann einen auch nach Hause tragen. Dorthin gelangt man sonst nur, indem man eine Runde auf dem Spielplan gefahren ist. Dort, im Heimathafen, entlädt man sein Piratenschiff. Sobald man mindestens 10 Schätze dort gelagert hat, ist man Sieger. Scheinbar "nur" ein Würfelwettlauf bietet dieses Spiel viel Spaß, auch weil man selbst bestimmt, welches Risiko man eingeht und man die Mitspieler gut ärgern kann.


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