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Messerundgang - Teil 3: Schmidt & Co - Verlag und Vertrieb


Nun kommen wir an den Stand der Firma Schmidt. Dieses Jahr wurde Angkor verlegt. In diesem Spiel bauen die Spieler die Tempelanlagen auf, doch der Urwald versucht, sich des Tempels zu bemächtigen. Da wird as Spiel bereits rezensiert haben, gehen wir hier nicht näher darauf ein.


Die Firma Schmidt veröffentlicht nicht nur selbst Spiele, sondern übernimmt auch den Vertrieb von anderen Verlagen: Drei Magier und Hans im Glück. Wie eng die Verlage verwoben sind, zeigt die Dunkelkammer, die am Schmidt Stand für die Neuheit von Drei Magier aufgebaut war. Damit kommen wir schon sehr früh zu einem Höhepunkt der Messe: Die Nacht der Magier. Auf einem erhöhten Holzteller befindet sich zentral eine Vertiefung. Dort hinein soll einer der Kessel des eigenen Magiers. Damit dies nicht zu einfach wird, befindet sich über der Feuerstelle das Feuer und um die Kessel herum Bäume und Scheiben aus Holz. Nach dem Aufbau wird das Licht gelöscht. Nun leuchten die Feuerstelle, die Kessel und die Magier, während Bäume und Holzscheiben im Dunkel verschwinden. Mit dem eigenen Magier schiebt man nun solange auf der Holzplatte hin und her, bis ein Teil von der Platte herunterfällt; dann darf der nächste Magier sein Glück versuchen. Schließlich wird die Feuerstelle beiseite geschoben und der Ring kommt in Sicht. Nun heißt es, den eigenen Kessel vorsichtig hinein zu schieben. Wem dies gelingt, ist Sieger. Die Nacht der Magier spielt in Dunkeln und ist damit sicherlich das originellste Spiel der Messe gewesen.


Hans im Glück wartete gleich mit drei Neuheiten auf. Ein neues Carcassonne-Produkt ist keine Überraschung und das Neue Land ist ja auch schon länger verfügbar. Hingegen überraschte der Verlag mit einem Kartenspiel zu Euphrat & Tigris. Der erste Gedanke war der, dass man dieses komplexe Brettspiel nicht in Kartenform gießen könne. Doch ein Testspiel genügte, um uns vom Gegenteil zu überzeugen. Die Königreiche sind nun Kartenreihen, die Anführer bleiben und die Monumente wurden durch Schiffe ersetzt. Der Ablauf ist sehr Nahe am Brettspiel: Es gibt wieder die internen und externen Konflikte und sie bringen beim Sieg die oftmals entschiedenen Punkte. Was es nicht mehr gibt, sind die Zählsteine: Um nun zu punkten müssen Karten her, entweder on der Hand oder aus einem Konflikt, denn anderenfalls fehlt das Material, um sich den erworbenen Punkt auch genehmigen zu können. Die Wertung bleibt gleich. Wieder gilt es, vom Wenigsten am meisten zu haben und damit das einfacher wird, gibt es weiterhin die Schätze. Für einen Euphrat & Tigris- Fan ist das Spiel ein Hochgenuss, auch weil die Züge schneller gehen. Dies ist durch die übersichtliche Kartenauslage gegeben, was dann auch anderen Spielern den Zugang erleichtert.


Mit Hazienda stellt Hand im Glück ein großes Brettspiel vor. Um die Pampa herum befinden sich diverse Länder, die die Spieler in Besitz nehmen können. Von hier aus werden die Tiere in die Pampa getrieben und hin und wieder auch mal ein Stück der Pampa zum eigenen Land hinzugefügt. An den Märkten bringen die Tiere Geld, mit dem man weitere Tiere und Ländereien kauft, aber ebenso Haziendas und Wasserstellen. Zwei Mal im Spiel, einmal ungefähr in der Mitte und einmal am Ende, gibt es eine Wertung. Dann bringen Ländereien, Haziendas Wasserstellen, Geld sowie angeschlossene Märkte Siegpunkte und wer davon am meisten besitzt, ist Sieger. Hazienda erschließt sich wohl erst nach einigen Spielen, denn es ist vielschichtig. Diese wird durch den doppelseitig bedruckten Spielplan noch erhöht.


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