Messewegweiser
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Messerundgang - Teil 10: Leipziger Allerlei zum Abschluss - was nicht einzusortieren war


Was ist schon der Rest einer Messe? Nun es gibt immer wieder Spiele, die ein wenig anders sind als andere. Außerdem gibt es Momente, an denen man die Messe ein wenig verlässt und sich bereits in die Zukunft begibt.

Wenn man Nachwuchs erwartet, ist eine der schwersten zu beantwortenden Fragen, wie das Kind heißen soll. Kennt man das Geschlecht des Kindes nicht vor der Geburt, so sind hier sogar zwei Entscheidungen zu treffen, von denen eine sinnlos war oder für später aufgehoben werden kann. Mit Wir sind schwanger legt Amigo nun ein Spiel vor, bei dem man die Assoziationen zu Namen, d. h. zu Vorname und Nachname, vorab mit anderen Menschen testen kann. Dazu wird per Zufall ein Vorname bestimmt. Es gibt reichlich Karten dafür und jede enthält 10 Frauen- und zehn Männernamen. Der Spieler, der in die Rolle des werdenden Elternteils schlüpft, kann sich hier aussuchen, ob das Baby nun ein Mädchen oder ein Junge wird. Mit Hilfe eines trickigen Pfeilsystems und zweier Karten wird nun exakt ein Vorname bestimmt, zu dem man den eigenen Nachnamen hinzufügt. Jeder Mitspieler schaut nun in seine Karten, die 20 Bewertungen des Namens zeigen, wobei jeder Kartensatz gleich ist. Wenn jeder Spieler fünf der 20 Karten ausgewählt hat, legt die Mutter bzw. der Vater des Kindes eine der gewählten Karten aus. Alle anderen Spieler spielen ihre gleiche Karte ebenfalls aus, wenn sie diese auch ausgewählt haben. Hat kein Mitspieler oder haben alle Mitspieler die Karte gewählt, muss der Ausspielende einen Punkt abgeben. Ansonsten erhalten alle Spieler einen Punkt. Ein Durchgang geht solange bis ein Spieler alle ausgewählten Karten ausspielen konnte. Je nach Spielerzahl erwartet jeder Spieler ein bis drei Mal Nachwuchs. Wer dann die meisten Punkte hat, ist Sieger. Wir waren für das Spiel Testspieler und damals schon begeistert. Das fertige Produkt steht dem in nichts nach.


Am Winning Moves Stand hing das Plakat rechts aus. Es zeigte drei Titel und wies durch das Bild auf die Forschung hin. Hier bedeutete dies, dass man die drei Spiele in Testspielen ausprobieren konnte und man Rückmeldung geben konnte, wie einem die Spiele gefallen haben. Hier werden also bereits die Spiele der Messen aus dem Jahre 2006 oder sogar 2007 präsentiert. Wir hatten Gelegenheit, zwei der drei Spiele auszuprobieren: Bei Pecking Order legen die Spieler Vögel an verschiedenwertige Futtertröge aus. Auch die Vögel haben Werte und ein starker Vogel verdrängt den schwachen. Wer bei Spielende einen Vogel am Trog hat, bekommt dessen Punkte und wer davon am meisten hat, ist Sieger. Wesentlich mehr Aufwand wird noch in Campus zu stecken sein. Die Spieler repräsentieren eine Universität, denen sie in fünf Disziplinen Reputation bringen wollen. Dazu sind Professoren und Spezialisten einzustellen, die natürlich wieder abgeworben werden können. Das Spiel besticht vor allem dadurch, dass nach jedem Spielerzug eine Wertung stattfindet. Mal sehen … vielleicht sehen wir die Spiele ja einmal als fertiges Produkt auf einer zukünftigen Spielemesse.