Queen Games


Der Palast von Alhambra - die Gunst des Wesirs (Dirk Henn & Wolfgang Panning, 2 - 6 Jahre, ab 8 Jahre)

Zum Spiel des Jahres 2003 gibt es nun eine Erweiterung. Sie besteht aus vier Moduln, die einzeln oder kombiniert zum Basisspiel eingesetzt werden können. Die erste Variante ist die Gunst des Wesirs. Dafür erhält jeder Spieler einen Stein. Wenn ein Spielerwechsel vonstatten geht, kann ein Spieler die Gunst einsetzen, d. h. den Spielstein umdrehen, und außerplanmäßig ein Gebäudeteil kaufen. Dazu muss er es genau bezahlen. Die Gunst des Wesirs wiederzubekommen ist dann ein eigene Aktion. Die Bauhütten kann man kostenlos bekommen, jedoch ist ihr Einsatz auf drei pro Spieler begrenzt. Eine Bauhütte ist immer einem Gebäudetyp zugeordnet. Jedes daran angrenzendes Gebäude dieser Art lässt die Bauhütte im Wert um eins steigen. Im Extremfall zählt die Bauhütte wie drei gebaute Gebäude. Bei der Wechselstube gibt es sechs Karten, die die sechs möglichen Kombinationen von Geld zeigen. Mit diesen Karten kann ein Gebäude auch ganz oder teilweise in der anderen Währung gezahlt werden. Als letzten gibt es die Bonuskarten. Sie zeigen die 10 Gebäudeteile ohne Mauer. Jeder Spieler bekommt zwei dieser Karten. Kauft er eines der darauf abgebildeten Teile, so kann er zu einem beliebigen Zeitpunkt - vorzugsweise bei einer Wertung - die Karte aufdecken und das Teil zählt bei einer Wertung doppelt.

Fazit: jede dieser Erweiterungen ist klein, aber in der Vielfalt bieten sie viele Möglichkeiten, sowohl bei der Kombination als auch im Spiel.


Indus (Wolfgang Panning, 2 - 4 Spieler, ab 8 Jahre)

Auf einer Fläche von 6 mal 6 Feldern wird eine Ausgrabungsstätte gebildet. Sie lässt sich auf 7 Eckfeldern und 7 Zentralfeldern zusammenbauen und sieht so jedes Mal anders aus. Sie zeigt zwei bis vier Gebäude, Kanäle, Friedhöfe und diverse Wege. Die Spieler erhalten nun 6 Arbeiter, 4 Assistenten und 2 Professoren, um die Ausgrabungen durchzuführen. Zunächst werden einige davon außen um die Ausgrabungsstätte platziert. Ein Würfel bestimmt, wie weit eine der Figuren zu ziehen ist. Gefällt einem der Wurf nicht, darf man noch Mal würfen, muss dann aber einen Assistenten oder Professor ziehen. Beim dritten und letzten Versuch, wenn man ihn denn nimmt, muss ein Professor gezogen werden. Ein Feld ist aber mit einer Figur noch nicht sicher, denn wenn ein Spieler zwei Figuren auf dasselbe Feld bringt, entfernt er alle Figuren und erhält dafür Punkte. Dies gilt auch, wenn später eine Figur dort hinziehen muss. Am Ende werden die einzelnen Objekte gewertet. Wer dort mehr Figuren hat, erhält die Punkte, bei mehreren werden diese aufgeteilt. Dabei zählen in den Außenstätten nur die oberen Spielfiguren. Etwas anders sieht es in den Gebäuden aus, in denen alle Figuren zählen und auch der Zweitplatzierte noch Punkte bekommt.

Fazit: ein Spiel mit einfachen Regeln, dass eine Menge Übersicht erfordert. Bei der Erklärung klang es äußerst interessant.