Hans im Glück


Goa (Rüdiger Dorn, 2 - 4 Spieler, ab 12 Jahre)

Indien zur Zeit des Gewürzanbaus. Die Spieler investieren in den Schiffbau, in Plantage und in Kolonisten. Auf dem Spielplan werden 25 von 27 Plättchen ausgelegt. Viele zeigen Plantagen für eines der fünf Gewürze. Manche bringen aber auch Geld, Schiffe, Kolonisten oder Zusatzaktionen, entweder einmal kräftig oder jede Runde wieder. Die Spieler bestimmen durch Auslegen einer Kette von Chips, welche vier Teile versteigert werden. Dazu wird noch das Startspielerrecht versteigert, was gleichzeitig eine zusätzliche Aktion bedeutet. Die Versteigerung geht genau eine Runde. Wenn das höchste Gebot feststeht, kann der Versteigerer das Angebot annehmen oder aber den Betrag erhöht um 1 in die Bank zahlen und das Objekt behalten. Plantagen werden auf der eigenen Ablage abgelegt, zusätzliche Ressourcen direkt genommen. Nachdem so vier Objekte versteigert wurden, führt jeder Spieler drei Aktionen aus. Für eine Aktion kann er sich entweder entwickeln oder Ressourcen bekommen. Die Entwicklung benötigt Gewürze und Schiffe und zwar so viele Gewürze und Schiffe wie es der Entwicklungsstufe entspricht. Jede Entwicklung bedeutet, dass es beim Erhalt der Ressourcen mehr gibt. Wenn man Ressourcen nimmt, bekommt man Schiffe und Geld direkt. Bei der Ernte erhält man Gewürze, die man aber auf seinen Plantagen unterbringen muss. Bei den Kolonisten besiedelt man einen Ort, wobei hier ein wenig Glück nötig ist. Gelingt dies, werden auch an dem Ort Gewürze angebaut, jedoch viel flexibler als auf den ersteigerten Plantagen. Dazu gibt es noch Karten, die weitere Vorteile bringen. Sind so vier Runden gespielt, so ist der erste Teil gespielt. Für den zweiten Teil werden neue Versteigerungsobjekte ausgelegt. Ansonsten setzen die Spieler das Spiel mit dem Stand fort, den sie erreicht haben. Mit der neuen Auslage werden dann wieder vier Runden gespielt. Danach erfolgt die Schlusswertung: Die meisten Punkte gibt es für die Entwicklung in den fünf Kategorien. Für eine Entwicklung auf die erste Stufe gibt es einen Punkt, für die zweite 1 + 2 Punkte usw. Zusätzlich bringen kleine Plantagen noch einen Siegpunkt und bei Spielende auf der Hand gehaltene Karten. Diese tragen Symbole und Karten mit gleichen Symbolen werden wertvoller. Wer dann die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Fazit: dies ist wieder ein "großes" Spiel von Hans im Glück, so wie es die Spieler von diesem Verlag erwarten und damit ist dies auch direkt ein heißer Kandidat für den Deutschen Spielepreis.


St. Petersburg (Michael Tummelhofer, 2 - 4 Spieler, ab 10 Jahre)

St. Petersburg soll zu einer großen Stadt ausgebaut werden. Dazu werden Handwerker benötigt, Bauten errichtet und Persönlichkeiten angelockt. All diese Dinge befinden sich auf Karten. Von denen zu Beginn acht Handwerker ausliegen. Diese können vom Startkapital angeheuert werden. Nach den Kauf gibt es für die Handwerker (und später auch für die daraus entstehenden Handwerksbetriebe) Geld und Siegpunkte. Im nächsten Abschnitt wird die Auslage wieder auf acht Karten aufgefüllt, dieses Mal mit Bauten. Die Spieler können nun die neuen Bauten kaufen, aber auch die noch übrig geblieben Karten. Am Ende gibt es wieder Geld und Siegpunkte, dieses Mal jedoch für die Bauten. In einem dritten Teil wird genauso Verfahren, doch dieses Mal mit Persönlichkeiten. Zum Abschluss eines Durchgangs kommen die Ausbauten an die Reihe. Hier wird genauso aufgefüllt wie bei den anderen Karten, jedoch gibt es hinterher kein Geld und keine Siegpunkte. Bei den Ausbauten wird aus einem Handwerker ein Handwerksbetrieb, die Bauten werden umgestalten und die Persönlichkeiten befördert. Dies geschieht, um zukünftig mehr Geld und Siegpunkte zu bekommen. Bei den Ausbauten ist aber nur die Differenz zwischen der neuen Karte und der Karte, die überbaut wird, zu zahlen. Am Ende eines Durchgangs werden alle nicht gekauften Karten abgestuft, d. h. sie kosten weniger. Gleichzeitig werden die Karten aus der Vorrunde, die immer noch nicht gekauft wurden, nun entfernt und ein neuer Durchgang beginnt. Weitere Feinheiten, wie Preisreduzierung für Duplikate und Sondereigenschaften von Gebäuden bringen zusätzliche Möglichkeiten ins Spiel. Das Spiel endet, sobald von einer Kartenart die letzte in die Auslage gelegt wurde. Der Durchgang wird noch zu Ende gespielt. Danach gibt es noch Punkte für unterschiedliche Persönlichkeiten. Wer dann die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Fazit: St. Petersburg ist im Kern ein Wirtschaftsspiel: Geld anlegen, Geld bekommen und Siegpunkte damit machen. Das Spiel lässt den Spielern viel Entscheidungsspielraum und ist flott zu spielen. Schon das erste Spiel auf der Messe machte Appetit auf mehr.