Amigo

(mw)


Die Knastbrüder (Jürgen Heel , 2-5 Spieler ab 8 Jahre)

Sechs Knastbrüder sitzen hinter schwedischen Gardinen, hier dargestellt durch jeweils zehn Gitterstäbe. Doch die Kumpel warten schon. Sie bekommen per Karte heimlich einen Knacki, zugelost, der es zu befreien gilt. Wer an der Reihe ist, muss einen Gitterstab entfernen und durch einen Würfelwurf bestimmen, wie viele weitere umverteilt werden dürfen. Bis schließlich ein Knacki befreit ist. Der Spieler mit der passenden Karte vor sich gewinnt das Spiel.

Fazit: Ein Bluffspiel für die ganze Familie mit netter Umsetzung.


Lügenbeutel  (2-8 Spieler, ab 8 Jahre)

Jeder der Mitspieler erhält zehn Karten, die im Laufe des Spiels verdeckt in die Tischmitte gelegt werden müssen. Nicht beliebig, sondern zuerst die Einser, dann die Zweier usw. Kann man das nicht, hilft vielleicht eine kleine Notlüge um die Skepsis des Nachbarn zu besänftigen. Anderenfalls müssen zur Strafe Karten nachgezogen werden. Ziel ist es, als Erster seine Karten los zu werden.

Fazit: Bekanntes Spiel in neuer Verpackung.


Ohren auf! (Reinhard Staupe, 2-6 Spieler, ab 5 Jahre)

"Blubb" ertönt es von den Mitspielern bei der ersten aufgedeckten Karte, "Pling" bei der zweiten. Also leider keine Übereinstimmung. Folglich einen Minuspunkt einstecken und weiter nach Paaren suchen. Wer mit den wenigsten Minuspunkten alle zehn Paare gefunden hat gewinnt.

Fazig: Ein "akustischen" Memory, dass die altbekannte Idee auf interessante Weise abwandelt.


Privacy (Reinhard Staupe, 5-12 Spieler, ab 16 Jahre)

Die Altersangabe ist berechtigt, denn hier geht es richtig ins Detail. Teilweise delikate, intime, peinliche oder Gesinnungsfragen werden hier gestellt, die jeder ehrlich, aber geheim durch ein farbliches Holzklötzchen, gelegt in ein undurchsichtiges Stoffsäckchen, beantwortet. Dadurch ist gewährleistet, dass sich niemand wirklich outen muss. Anschließend tippt jeder die Anzahl der Ja-Antworten. Für genaue bzw. nahezu genaue Tipps gibt es Punkte.

Fazit: Das etwas andere Partyspiel, reißerisch von Thema, eher bieder von der Ausstattung


Saboteur (Frederic Moyersoen, 3-10 Spieler ab 8 Jahre)

Gemeinsam versuchen die Mitspieler einen Stollen zur großen Goldader zu bauen. Alle ? Nein, denn es können sich mehrere Sabateure darunter befinden. Wer an der Reihe ist, spielt eine seiner Karten aus, in der Regel eine Wegekarte, aber auch Aktionskarten die Stollen einstürzen lassen, oder den Weiterbau verhindern. Wird die Goldader erreicht, teilen die Guten die gefundenen Goldklumen. Anderenfalls gewinnen die Saboteure und freuen sich über den goldglünzenden Lohn. Nach drei Runden endet das Spiel.

Fazit: Dieses Bluff-, Lege-, Sammelspiel ist in meinen Augen das Highlight des Amigo-Programms.


Wo ist die Kokusnuss? von Reinhard Staupe für 2-6 Personen ab ca. 5 Jahren

Bis zu zehn Karten mit Gegenständen liegen auf dem Tisch. Ein Spieler hält einen zweiten Kartenstapel mit den gleichen Bildern in der Hand und deckt in schneller Folge eine Karte weniger auf, als in der Tischmitte liegt. Welcher Gegenstand Fehlt? Für jeden richtigen Tipp, vor allem gleichzeitig per Lösungskarte abgegeben, gibt es einen Punkt. Besonders gut finde ich, dass durch die Anzahl der Gegenstände (z.B. vier bei Kleinkindern, aber alle zehn bei Erwachsenen) und durch die Geschwindigkeit des Aufdeckens, das Spiel jederzeit an die Bedürfnisse der Spielgruppe angepasst werden kann.

Fazit: Ein Kinderspiel mit pädagogischem Anspruch auch für Erwachsene