Queen Games

Die Gärten von Alhambra (Dirk Henn, 2 - 4 Spieler, ab 10 Jahre)

Dies ist eine Neuauflage von Carat. Über das Spielfeld werden nun Gebäude in den Werten 1 bis 5 gelegt. Wenn ein Spieler an die Reihe kommt, nimmt er ein Plättchen. Dieses zeigt die vier möglichen Spielerfarben in einer beliebigen Anordnung. Dabei zeigt das Plättchen für jede Farbe die gleiche Anzahl Pflanzen. Der Spieler legt diese Plättchen nun auf einer der Felder, wodurch jede Farbe zu einem anderen Gebäude zeigt. Ist ein Gebäude von allen möglichen Seiten durch Pflanzen umschlossen (dies sind in der Ecke 1 Plättchen, am Rand derer 2 und in der Mitte immer 4), wird das Gebäude gewertet. Dazu werden die Pflanzen in den verschiedenen Farben addiert. Wer die höchste Summe hat, bekommt den Wert des Gebäudes multipliziert mit der Anzahl der Pflanzenfarben, die sich um das Gebäude herum befinden. Bei Gleichstand zwischen den Farben werden die Punkte nicht geteilt, sondern die Farben werden ignoriert und die nächstbeste Farbe gewinnt. Das Spielende ist nach 36 Plättchen erreicht und der Spieler mit den meisten Punkten ist Sieger.

Fazit: Die Überarbeitung ist dem Spiel gut bekommen. Die Optik ist ästhetisch und lässt das Spiel nicht so abstrakt wirken. Zählleiste und Gebäudeplättchen vereinfachen die Handhabung gegenüber dem Vorgänger, so dass das schon gute Carat nun noch eine Stufe besser geworden ist.


Flandern 1302 (Wolfgang Panning, 2-4 Spieler, ab 10 Jahre)

Jeder Spieler vertritt eine Zunft. Die Schwertmeistergilde aus Utrecht ist als fünfte neutrale Partei dabei. Als sechste Partei, die allerdings keine Punkte machen kann, ist die Kirche im Spiel. Jeder Spieler und auch die neutralen Gruppen haben in einer Stadt ein Stadtzentrum. Die Spieler wählen gleichzeitig ihre Aktion aus. Sechs mögliche Aktionen bestehen darin, in den diversen Städten entweder ein eigenes Gebäude, eine Gebäude der Schwertmeistergilde oder ein kirchliches Gebäude nach einfachen Bauregeln zu errichten. Die siebte Aktion besteht darin, sich einen Bauplatz zu reservieren und die achte bringt einem die verbrauchten Aktionen wieder zurück. Neben diesen Aktionen bekommt der Startspieler eine Zusatzaktion. Er bekommt sie vor seinem Zug mitgeteilt, führt sie aber erst hinterher aus. Wenn eine Stadt komplettiert ist, wird sie gewertet. Für die beiden Erstplatzierten gibt es Punkt in Abhängigkeit von dem Wert der Stadt. Die beiden Nächstplatzierten bekommen feste Punktzahlen, während der Letzte leer ausgeht. Wer nach Wertung aller sechs Städte die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Fazit: Es geht also doch: Lange waren Mehrheitenspiele verpönt, weil es sehr viele davon gab. Hier nun wird der Beweis angetreten, dass es immer noch möglich ist, originelle Spiele dieser Art zu entwickeln und zu veröffentlichen. Hinzu kommt eine angenehm kurze Spieldauer von unter einer Stunde.