Fazit der Messe

Es war eine Messe der Superlative, zumindest seitens der Aussteller. Nie wurde so viel Fläche für eine Spiel benötigt und nie wurden so viele Neuheiten vorgestellt. Die Besucherzahlen wurden in der Größenordnung wie im letzten Jahr erwartet.

Was die Spiele betrifft, so setzte sich die Tendenz der guten Spiele fort. Ebenso war die Aufmachung der meisten Spiele sehr gut. Eine solche Optik ist sehr wichtig, motiviert sie doch den Gelegenheitsspieler mal wieder zu einem Spiel zu greifen. Was auf dieser Messe fehlte war das absolute Highlight. Weder die renommierten Verlage noch ein Kleinverlag präsentierten das Spiel, von dem alle überzeugt waren. So stand dieses Mal die Breite unterhaltsamer Spiele im Mittelpunkt.

Dabei gab es eine Reihe von Wiederentdeckungen. Viele Spiele richten sich vom Alter her wieder an die spielende Familie. Natürlich gab es komplexe Spiele und Spiele mit Altersangaben ab 12 und höher, doch waren sie deutlich weniger vertreten. Außerdem wurden wieder reichlich Spiele veröffentlicht, die man mit fünf oder mehr Spielern teilweise sogar bis zu acht Spielern. Darunter befinden sich auch viele kommunikative Spiele. Hier empfehlen wir einmal einen Blick auf Wie ich die Welt sehe von Urs Hoststettler, erschienen bei Abacus bzw. in der Schweiz bei Fata Morgana.

Bzgl. der Spiele setzt sich der Trends der Wiederveröffentlichungen und Erweiterungen fort. Einhergehend damit findet man viele Spiele bekannter Autoren. Das hießt aber nicht, dass es keine jungen Autoren geschafft hätten, veröffentlicht zu werden. Jens- Peter Schliemann ist hier gleich zweimal vertreten und beide Male zeigt er eine Affinität zum Wasser. Damit liegt er in einem von zwei erkennbaren Trends, denn es gibt viele Spiele, die sich im oder nahe am Wasser abspielen. Nachdem wir schon vor zwei Jahren mit Nautilus ins Wasser abgetaucht sind, gibt es mit Submarine von Leo Colovini, erschienen bei Winning Moves, nun ein weiteres Spiel, das in der Unterwasserwelt angesiedelt es. Der andere Trend sind Spiele, bei denen jeder seine Entscheidung trifft und dies durch Auslage einer verdeckten Karte oder eines verdeckten Plättchens dokumentiert. Beide Trends sind in Niagara von Thomas Liesching, erschienen bei Zoch, vereint. Vermutlich war es deshalb eines der Spiele, das sehr vielen Spielern gefiel.

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