Edition Erlkönig

Dicke Dämonen (Heinrich Glumpler, 1-4 Spieler, keine Altersangabe)

Zunächst werden vier Schnüre in verschiedenen Farben so ausgelegt, dass sie sich kreuzen. An jeder dieser Kreuzungen kann ein Dämon erscheinen. Die Dämonen werden durch Pöppel in den entsprechenden Farben dargestellt. Kreuzen sich also die grüne und die gelbe Schnur, können an der Kreuzung gelbe oder grüne Pöppel gestellt werden. Von diesen Pöppeln besitzt jeder Spieler zunächst vier Stück. Außer den Dämonen gibt es noch die Geister in Form von weißen Pöppeln. In seinen Zug hat der Spieler zwei Möglichkeiten, wobei die zweite nur ein einziges Mal im Spiel genutzt werden kann. Die erste Möglichkeit besteht darin, einen Dämon an eine Kreuzung mit seinem Band zu setzen oder aber einen Geist. Ein Geist wird in die Mitte eines Raumes platziert, wobei ein Raum die Fläche ist, die innerhalb der Spielfläche von den Bändern gebildet wird. Danach darf in diesen Raum kein weiterer Dämon platziert werden. Einmal während des Spiels kann ein Spieler sich für "seine" Farbe entscheiden.. Dazu stellt er einen Dämon der gewünschten Farbe oder einen Geist vor sich ab und gibt die restlichen Pöppel zurück in den Beutel. Von nun an zieht der Spieler seinen Pöppel aus dem Beutel und muss ihn sofort setzen. Er hat also keine Farbwahl mehr, sondern nur noch eine Platzwahl. Das Spiel endet, sobald ein Spieler keine gültige Aktion mehr durchführen kann. Nun wird abgerechnet. Die Dämonenart, die am meisten in einem Raum vertreten ist (einfache Mehrheit genügt) erhält so viele Punkte, wie es Ecken und Knoten in dem Raum gibt. Die Geister erhalten für jeden Raum, in dem sie vertreten sind, einen Punkt. Die Außenfläche zählt zwar als Raum, hier darf aber kein Geist hingesetzt werden darf. Der Spieler, der die Farbe gewählt hat, die die meisten Punkte bekommen hat, ist Sieger. (Foto: Heinrich Glumpler)

Fazit: Dicke Dämonen ist ein eigenwilliges Spiel, bei dem es darum geht, den richtigen Zeitpunkt für die Farbwahl zu treffen. Eine zu frühe Festlegung macht es den Mitspielern einfach, die Farbe zu unterdrücken. Spät im Spiel sind die guten Farben vergeben.

Besonderheit: Dicke Dämonen beinhaltet auch ein Solitärspiel, das man bereits hier spielen kann