Amigo

Geschenkt ist noch zu teuer (Thorsten Gimmler, 3-5 Spieler, ab 8 Jahren, )

Aus den Karten mit Werten von 3 bis 35 werden 24 Karten zufällig aus gewählt, die mitspielen. Die restlichen neun Karten werden für das Spiel nicht mehr benötigt. Jeder Spieler erhält 12 Chips und es wird eine Karte aufgedeckt. Der Spieler, der an der Reihe ist, hat nun zwei Möglichkeiten: Er kann die Karte nehmen oder er kann einen Chip auf die Karte legen, womit der nächste Spieler an der Reihe ist. Nimmt ein Spieler eine Karte, erhält er auch alle Chips auf der Karte. Die Karten legt er vor sich ab, deckt eine neue Karte auf und das Spiel geht weiter. Karten sind, wie schon der Titel vermuten lässt, nicht erwünscht, denn sie bringen Minuspunkte und zwar entsprechend der Zahl auf der Karte. Besitzt ein Spieler jedoch mehrere fortlaufende Zahlen, so zählt nur die niedrigste Karte Minuspunkte, alle anderen werden ignoriert. Von den so erhaltenen Minuspunkten wird pro Chip noch ein Punkt abgezogen, wer dann die wenigsten Minuspunkte besitzt, ist Sieger.

Fazit: Dies ist ein schnelles Spiel mit negativer Versteigerung, d. h. ich biete dafür, dass ich etwas nicht bekommen. Da einige Karten von vornherein nicht mitspielen, kann man bei Zahlenlücken nie wissen, ob die betreffende Karte noch kommt.


Razzia (Reiner Knizia, 3-5 Spieler, ab 12 Jahre)

Dieses Spiel ist eine Neuauflage von Ra (alea). Es wurde aus Ägypten in das Verbrechermilieu übertragen. Die Spieler besitzen drei oder vier Schecks. Kommt ein Spieler an die Reihe, muss er entweder eine Karte auslegen oder aber ein Versteigerung starten. Die Karten zeigen verschiedene Dinge aus der Unterwelt, vom Leibwächter über Autos und Chauffeur zu kriminellen Geschäften. Wenn eine Versteigerung ausgerufen wird, wird reihum gefragt, wer einen Scheck bieten möchte. Der Spieler mit dem höchsten Scheck bezahlt und nimmt sich alle ausliegenden Karten. Bei einer Razzia (ebenfalls im Kartenstapel) wird ebenfalls eine Versteigerung ausgelöst. Jeder der drei Durchgänge wird entweder durch die siebte Razzia beendet oder aber, wenn alle Schecks verbraucht sind. Die Punktwertung ist bei allen Kartenarten unterschiedlich: Gleiche oder verschiedene Karten, mal für einen Durchgang, mal für immer oder nur am Ende bringen Punkte. Gegenüber Ra wurde die Kartenanzahl reduziert, vor allem wurden die negativen Ereignisse weggelassen.

Fazit: Es ist schön, dass dieses Versteigerungsspiel wieder erhältlich ist. Die Spieldauer wurde verkürzt, eine neue thematische Einbindung gefunden und das ganze nun als handliches Kartenspiel herausgebracht.


Tanz der Hornochsen (Wolfgang Kramer, 2-8 Spieler, ab 8 Jahre)

Die Hornochsen sind von "6 nimmt" hinlänglich bekannt. Hier gibt es sie als Plättchen in den Werten 1 bis 99. Auf einen Spielplan sind 12 Reihen aufgedruckt, von denen immer vier aktiv sind (dort liegt mindestens ein Plättchen). Die Spieler besitzen sechs Plättchen. Verdeckt legen die Spieler ein Plättchen aus, die dann gemeinsam umgedreht werden. Dann werden die Plättchen angelegt: immer zuerst die niedrigste Zahl. Jedes Plättchen kommt dabei hinter die höchste Zahl, die kleiner ist als die auf dem zu legenden Plättchen. Gibt es keine solche Zahl, kommt sie hinter die höchste. Wer eine Reihe komplettiert, bekommt Minuspunkte, dasselbe gilt auf mit Kuhfladen gekennzeichneten Feldern. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es auch mal Pluspunkte, muss man mal zwei Plättchen legen oder die Plättchen werden offen nacheinander ausgelegt. Erreicht ein Spieler den Misthaufen auf der Zählleiste endet das Spiel und der Spieler, der von dem Misthaufen am weitesten weg ist, ist Sieger.

Fazit: Das im Grunde abstrakte Spiel lässt sich locker spielen, bietet dabei aber einige Einflussmöglichkeiten. Es ist flott gespielt und bietet dabei das tolle "6 nimmt"-Gefühl ohne seinen Vorgänger zu kopieren. Ein Brettspiel, das besonders in großen Runden gut gespielt werden kann.