Schmidt

Europa TourEuropa Tour (Alan R. Moon und Aaron Weissblum, 2 - 4 Spieler, ab 8 Jahre)

Wenn Amerikaner nach Europa kommen, staunen sie immer wieder über die vielen kleinen Staaten, die es hier gibt. Nun haben sich zwei amerikanische Autoren hingesetzt und ein Spiel über Europa entwickelt, dass gerade diese Vielzahl von Staaten nutzt. Jeder Spieler bekommt über Karten 10 Staaten in Europa zugewiesen. Diese sortiert er nach belieben in seinen Ständer. Jedes Mal, wenn ein Spieler am Zug ist, kann er eine Karte tauschen. Ziel der Unternehmungen ist es, eine fortlaufende Reise durch Europa zu erstellen. Als Hilfe gibt es eine politische Karte von Europa. Da viele Staaten nur wenige Nachbarn haben und dies für Rundreisen eine unglückliche Konstellation ist, gibt es zwei weitere Möglichkeiten zu Reisen: per Schiff und per Flugzeug. Die Reise per Schiff ist einfach, sind Länder mit Küste einfach durch eine Schifffahrtslinie verbunden und werden so spieltechnisch zu Nachbarländern. Für die Reise per Flugzeug benötigt man selbiges. Ein Flugzeug zeigt eine bestimmte Farbe. Jedem Land ist auch eine Farbe zugeordnet und ein Flugzeug erlaubt die Verbindung zweier Länder in seiner Farbe. Wer zuerst die Rundreise vollständig hat, ist Sieger.

Erster Eindruck: Der Ständer, die Karten, die Aufgabe erinnern an den Klassiker Racko nun leicht thematisiert. Wenn sich dies bestätigt, gibt es hier ein gutes Spiel, bei dem man nebenbei auch die Länder in Europa lernt.


Lars der EisbärDer kleine Eisbär und die Schnee-Iglus(Hartmut Kommerell, 2- 4 Spieler, ab 5 Jahre)

Der kleine Eisbär Lars möchte mit seinen Freunden ein Iglu bauen. Dafür benötigt er Eisblöcke. Natürlich können die Eisblöcke oben nur dann gebaut werden, wenn unten das Fundament steht. Man würfelt mit sechs Würfeln und nimmt sich gemäß der Farben die Eisblöcke, die man gebrauchen kann. Diese werden farbig in das Iglu eingefügt. Der Spieler kann sich nun entscheiden, ob er weiterwürfeln möchte oder nicht. Hört er auf, dreht er die farbigen Blöcke um. Sie sind nun weiß, fest mit dem Rest des Iglus verschmolzen und somit sicher. Möchte er weiterwürfeln, muss er für jede Farbe, die er im Moment offen liegen hat, einen Würfel beiseite legen und dann den Rest würfeln. Kann er mindestens eine Farbe gebrauchen und erhält somit einen weiteren Eisblock, bleibt der Spieler am Zug. Passt aber keine Farbe, so ist der Zug beendet und alle noch farbigen Eisblöcke müssen abgegeben werden. Sieger ist, wer zuerst sein Iglu fertiggestellt hat.

Erster Eindruck: ein schönes Würfelspiel, das schon Kindern das "Can't Stop"-Syndom beibringt, vor allem, da die weiteren Würfe mit weniger Würfeln durchgeführt werden.


Piraten-FangPiraten-Fang (Reiner Knizia, 2 - 4 Spieler, ab 4 Jahre)

Piraten-Fang ist eines von zwei Spielen, die in Zusammenarbeit mit Playmobil entstanden und der eine Playmobil-Figur beiliegt, die es anders nicht im Handel gibt. Der Kapitän braucht eine neue Mannschaft. Dazu führen die Spieler eine Figur gemeinsam über einen Rundkurs mit sechs Feldern. Motor ist ein Würfel mit den Zahlen von 1 bis 3. Die Spielfigur wird so viele Felder weiter im Uhrzeigersinn bewegt wie der Würfel vorgibt. Ist dort noch Platz für ein Mannschaftsmitglied, so muss eines aus dem eigenen Vorrat abgegeben werden. Ist jedoch die Mannschaft vollständig, so darf man die gesamte Mannschaft einkassieren. Um etwas Einfluss nehmen zu können, gibt es im Spiel die Möglichkeit, nach dem Würfelwurf den Standort des Piraten um ein Feld zu korrigieren. Das Spiel endet, wenn der Vorrat eines Spielers erschöpft ist. Wer dann die meisten Crewmitglieder besitzt, ist Sieger.

Erster Eindruck: Ein einfaches Würfelspiel mit Auffüll- und Einkasiereffekt. Schön ist es, dass es ein wenig Einfluss auf den Spielverlauf gibt.


Ritter-RennenRitter-Rennen (Thorsten Gimmler, 2 - 6 Spieler, ab 6 Jahren)

Dies ist das andere Spiel in Kooperation mit Playmobil und dieses Mal liegt eine Ritterfigur dabei. Der Ritter hat sich in seiner Burg verschanzt und vertraut auf den Burggraben, der ihn in Sicherheit wiegt. Die Spieler versuchen den Burggraben mit Hilfe von Brückenteilen zu überwinden. Dies gelingt aber nur bedingt, denn die Ritter können sich die Teile gegenseitig abjagen und somit auch Lücken in die Brücken der anderen Ritter schlagen. Wer schließlich den Burggraben überwindet, besiegt den Playmobil-Ritter und gewinnt.

Erster Eindruck: Ein vom Würfel getriebenes kleines Bauspiel, das Kinder durch das Thema und die Playmobil-Figur anspricht.


Stop It!Stop It! (Alan R. Moon und Aaron Weissblum, 2 - 5 Spieler, ab 8 Jahre)

133 Karten bilden fünf Stapel. Jede dieser Karten zeigt eine Farbe. Gleichzeitig greifen alle Spieler nach den Karten, um sie auf der Hand zu sammeln und zu sortieren. In jeder Farbe gibt es zwei Stop It!-Karten. Kommt eine solche Karte zum Vorschein, wird das Sammeln kurzzeitig unterbrochen. Nun zeigen alle Spieler ihre Karten vor. Wer am wenigsten Karten von der Stop-It!-Farbe besitzt, erhält einen Minuspunkt. Ebenfalls einen Minuspunkt erhalten die Spieler, die ihre Karten nicht nach Farben sortiert haben. Sieger ist am Ende der Spieler mit den wenigsten Minuspunkten.

Erster Eindruck: natürlich ein hektischen Spiel, dieses Mal aber andersherum: nicht Karten loswerden ist das Ziel, sondern sammeln. Wohl dem, der große Hände hat.