Fazit der Messe:

Eines ist deutlich erkennbar: der Rückgang des Umsatzes im Bereich der Erwachsenenspiele. In diesem Bereich werden deutlich weniger Spiele als bisher veröffentlicht. Vor allem renommierte Verlage haben hier deutlich den Rotstift angesetzt. Kosmos stellte die mittlere Spieleschachtel ein, Schmidt veröffentlicht gerde mal ein Spiel im Bereich der Familienspiele. Diejenigen, die diesen Bereich bedienen versuchen neue Wege zu gehen. Neben Kooperationen mit Firmen aus anderen Branchen geht der Trend zu Material außerhalb von Spielmaterial: Größte Aufmerksamkeit in diesem Bereich erzielte bereits das interaktive Spiel King Arthur von Ravensburger. Squad Seven von Jumbo wird von einer CD gesteuert und im Kinderspielbereich arbeiten Fridolin Fuchs von Goldsieber und Arche Noah von Piatnik mit Tierstimmengeneratoren. Was den Bereich der Erwachsenenspiele angeht, waren viele interessante Spiele zusehen, doch fiel kein Spiel direkt als Highlight auf.

So fällt es am leichtesten, eine Empfehlung für die Spielefreaks zu geben: Amun-Re von Hans im Glück und Magna Grecia von Clementoni sind hier sicherlich eine tiefere Betrachtung wert. Was danach den Bereich der familientauglichen Spiele angeht, wird es schon schwer. Persönlich favorisieren wir Paris Paris von Abacus.

Ganz anders sieht es hingegen im Kinderspielbereich aus. Viele Neuheiten weisen originelle Ideen aus und die Zahl der guten Spiele reicht für mehrere Jahrgänge aus. Es ist schon fast unfair, einige Spiele hervorzuheben, denn einige Verlage haben gleich mehrere Perlen im Programm, so Haba mit Schloss Schlotterstein, Buddel-Wuddel und Floß geht's sowie Selecta mit Scalino! und Viva Topo. Andere Verlage stehen dem aber in nichts nach und hier sei Gulo Gulo aus dem Zoch Verlag erwähnt. Also Kinder, wenn ihr Spiele wollt, wünscht sie euch dieses Jahr, denn so viel Gutes gibt es nur selten.


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