Amigo

BohnHansaBohn Hansa (Uwe Rosenberg, 3 - 5 Spieler, ab 12 Jahre)

Jeder der Spieler schlüpft in die Rollen einen Bohnenhändlers. Er versucht Bohnen anzukaufen und damit gewinnbringend Geld zu machen. Dazu sind Reisen zwischen neun Hansastädten. In jeder Stadt gibt es ein Angebot von Bohnen; der Preis richtet nach der Anzahl verfügbarer Bohnen: je mehr Bohnen, je niedriger der Preis. Die Spieler starten mit einem kompletten Satz Bohnen und erfüllen als erstes einen Auftrag. Dadurch haben die Spieler danach Geld zur Verfügung sowie einen unterschiedlichen Satz von Restbohnen. Um zu Reisen müssen Karten gespielt werden, und zwar eine Karte mehr als man Wege entlang zieht. Manche der gespielten Karten haben eine Sonderfunktion. So kann man Aufträge nachkaufen oder es kommen neue Bohnen ins Spiel. Besonders wichtig ist der Wegezoll: immer wenn ein Spieler ihn ausspielen muss, muss er Geld bezahlen. Ziel der Reiserei ist es, in die Orte zu gelangen, an denen man Aufträge erfüllen kann oder zumindest sich mit den richtigen Bohnen versorgen kann. In der Stadt angekommen, kann man noch einen anderen Spieler zu sich rufen um mit ihm zu handeln. Ansonsten lassen sich Aufträge erfüllen und Bohnen nachkaufen. Sobald eine gewisse Anzahl von Bohnennachschubkarten zum Einsatz kamen, endet das Spiel. Die Spieler bekommen für verbliebene Bohnen noch Geld ausgezahlt. Wer dann das meisten Geld vorweisen kann, ist Sieger.

Erster Eindruck: Die Karten dürfen wie bei Bohnanza nicht sortiert werden. Auch die Bilder sind bekannt. Nun gibt es für die Bohnenfreude ein großes Wirtschaftsspiel mit ihren Lieblingen.


Die DracheninselDie Dracheninsel (Tom Schoeps, 3 - 5 Spieler, ab 10 Jahre)

Die Spieler landen mit ihren Booten an der Dracheninsel an. Sie besteht aus sechs verschiedenen Landschaften, die zu Beginn gleichmäßig über den Spielplan verteilt sind. In der Mitte befindet sich der Drachenhort, in dem ein Schatz liegt. Ziel der Spieler ist es, möglichst viele wertvolle Schätze zu bekommen. Um über die Landschaften zu ziehen, gibt es Karten. Die eigene Landschaft ist kostenlos, für andere Landschaften benötigt man Karten. Erreicht ein Spieler den Drachenschatz muss er dort warten, denn er ist zu schwer, um ihn alleine zu transportieren. Kommt ein anderen Spieler hinzu, muss er direkt den Drachenhort verlassen und zwar zusammen mit dem Erstankömmling. Der Drachenhort erhält sofort einen neuen Schatz. Zusammen können die beiden nun versuchen, den Schatz zu einem ihrer Boote zu bringen. Wenn ein Boot erreicht wird, entscheidet der Besitzer, ob der Schatz geteilt wird oder ob ein Spieler alles behalten darf. In letzten Fall sind Karten zu spielen und wer die letzte geeignete Karet spielt, bekommt den kompletten Schatz. Die Karten sind aber nicht nur für die Verteilung der Schätze und für die Bewegung, sondern erlauben auch andere Aktionen: da werden Spieler zu ihrem Schiff teleportiert, in Schlaf versetzt oder da werden Landschaften vertauscht. Wer nach der Verteilung des letzten Schatzes den höchsten Wert an Schätzen aufweist, ist Sieger.

Erster Eindruck: was harmlos beginnt und zeitweise wie ein Partnerspiel aussieht entpuppt sich sehr schnell als ein äußerst aggressives Spiel mit stark destruktiven Charakter.


MitternachtspartyMitternachtsparty (Wolfgang Kramer, 2 - 8 Spieler, ab 8 Jahre)

Dies ist die Wiederauflage des Ravensburger Klassiker mit neuer, schönerer Grafik. Am Spielsystem hat sich nichts geändert. Nach immer schleicht Hugo, das Nachtgespenst durch die Gänge und noch immer fliehen die Gäste des Schlosses vor ihm in die diversen Räume.

Erster Eindruck: es ist kein erster Eindruck, denn das Spiel gibt es schon lange. Die neue Grafik ist äußerst gelungen.


Meine fünf Ballons (Haim Shafir, 2 - 5 Spieler, ab 3 Jahre)

Jeder Spieler erhält fünf Ballons in zufälligen Farben. Danach werden Aktionskarten aufgedeckt. Am häufigsten darin sind Situationen zu finden, bei denen ein Luftballon zerplatzt. Hat ein Spieler einen gleichfarbigen Ballon vor sich liegen. So muss er ihn nun umdrehen. Andere Karten können positive Effekte haben, so gibt die Mama einen neuen Luftballon. Es geht darum, am längsten einen heilen Luftballon zu behalten.

Erster Eindruck: ein Spiel mit Schadenfreude für die allerjüngsten Spieler


Hamstern (Reinhard Staupe, 2 - 4 Spieler, ab 5 Jahre)
Kunterbunt (Reinhard Staupe, 2 - 8 Spieler, ab 5 Jahre)
Leonardo (Reinhard Staupe, 2 - 6 Spieler, ab 8 Jahre)
Merlin (Reinhard Staupe, 2 - 8 Spieler, ab 5 Jahre)
Der Plumpssack geht um (Reinhard Staupe, 2 - 5 Spieler, ab 5 Jahre)
Rinks & Lechts (Reinhard Staupe, 2 - 8 Spieler, ab 6 Jahre)

All diese Spiele sind Wiederveröffentlichungen. Amigo bietet sie jetzt in seiner Standardschachtel für Kartenspiele an. Positiv fällt auf, dass bei allen Spielen dickeres Material Verwendung findet, weil damit die Lebensdauer bei Kinderkartenspielen deutlich erhöht wird.

Erster Eindruck: wenn so viele Kartenspiele Wiederveröffentlichungen sind, bleibt die Frage, ob es keine neuen, guten Kartenspiele mehr gibt.