Abacus

Coloretto (Michael Schacht, ab 9 Jahre, 3 - 5 Spieler)

Für dieses Spiel wurde auf der Spiel '02 noch ein Name gesucht. Nun wurde er gefunden. Das Spiel enthält Karten in sieben Farben. Für die Spieler gilt es, diese Farben zu sammeln. Dabei ist zu beachten, dass es für die drei Farben, in denen man am meisten Karten besitzt, Pluspunkte gibt, für Karten in weiteren Farben gibt es Minuspunkte. Wenn ein Spieler am Zug ist, muss er sich entscheiden, ob er eine der ausliegenden Kartenreihen nimmt oder ob er statt dessen ein Karte verdeckt zieht und eine der Kartenreihen verlängert. Während man im ersten Durchgang noch jede Farbe gebrauchen kann, hat man in späteren Durchgängen ja bereits Farben vor sich liegen und ist nun mehr in seiner Wahl eingeschränkt. Eine Spezialkarte zeigt an, wann der letzte Durchgang läuft. Danach zählt jeder Spieler seine Plus- und Minuspunkte. Sieger ist, wer die größte Differenz aufweist.

Erster Eindruck: schnelles Kartenspiel mit dem ewigen jungen Dilemma, den Spatz in der Hand zu nehmen oder auf die Taube auf dem Dach zu warten.


King LuiKing Lui (Alan R. Moon & Aaron Weissblum, 3 - 5 Spieler, ab 7 Jahre)

Der König lädt zum großen Festmahl ein. Dazu gibt es sieben Leckereien, die im Kartendeck je 15 Mal vorhanden sind. Hinzu kommt noch ein paar Mal der freundliche Drache "Emerald". In jeder Runde werden doppelt so viele Karte aufgedeckt, wie Spieler am Spiel teilnehmen. Diese Karten werden nach Leckereien sortiert. Reihum nehmen die Spieler alle Karten einer Leckerei. Alles, was in einer Runde übrigbleibt, bekommt der König Lui. Wer den Drachen Emerald wählt, darf zwei Karten von König Lui entfernen, die ganz aus dem Spiel gehen. Das Spiel endet, wenn alle Karten verteilt sind. Nun zählt jeder Spieler pro Leckerei seine Karten. Hat er mehr Karten als König Lui war er zu gierig und die Karten sind wertlos. Wenn er aber weniger oder gleich viele Karten wie König Lui besitzt, ist jede Karte soviele Punkte wert, wie König Lui Karten dieser Leckerei besitzt. Wer die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Erster Eindruck: ein pfiffiger Mechanismus. Wer zu viel sammelt, bekommt nichts. Aber wer die richtige Anzahl Karten in der richtigen Sorte besitzt, sahnt richtig ab.


Paris ParisParis Paris (Michael Schacht, ab 9 Jahre, 2 - 4 Spieler)

Touristen kommen zahlreich nach Paris. Die Geschäftsleute versuchen, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dazu müssen sie an den attraktivsten Punkten der Stadt ein Haus errichtet haben. Auf einem Stadtplan von Paris sind fünf Buslinien eingezeichnet. In jedem Durchgang wird eine Station mehr ausgelegt, als Spieler an dem Spiel teilnehmen. Nacheinander wählt jeder Spieler eine Station aus und errichtet dort ein Geschäftshaus. Sollte nicht mehr genügend Platz sein, wird ein bereits bestehendes Haus verdrängt. Nachdem alle ein Haus errichtet haben, bleibt eine Station übrig. Die Häuser, die dort am nahesten sind - am besten direkt auf der Station - erhalten je einen Punkt. Danach wird die Station in die Reserve gelegt. Befinden sich dort zwei gleichfarbige Stationen, fährt der Bus diese Route ab. Dabei hält er an jeder Kreuzung. Dort gibt es Punkte für auf dieser Kreuzung errichteten Häuser sowie für alle Häuser der gleichen Farbe(n) in direkter Nachbarschaft. Nachdem alle 60 Stationen ausgespielt wurden, endet das Spiel mit der Schlusswertung. Hierfür bekam jeder Spieler zu Beginn ein Ticket einer Buslinie zugeteilt. Der Bus fährt jetzt diese Linien noch einmal ab. Abschließend werden die Häuser gezählt, die vom Spielplan entfernt wurden. Hat ein Spieler dabei die alleinige Mehrheit, so erhält er für jedes Haus einen Punkt. Wer dann die meisten Punkte hat, ist Sieger.

Erster Eindruck: ein schnelles Spiel mit einigen Entscheidungsmöglichkeiten. Es wurde bei uns in der ersten Wochen rund 10 mal gespielt und das mit einem Prototypen. Eine solche Häufigkeit gab es zuletzt bei Carcassonne.