Ravensburger


King Arthur (Reiner Knizia, 2 - 4 Spieler, ab 8 Jahre)

GauklerRavensburger präsentierte das Spiel King Arthur in einem mittelalterlichen Rahmen auf Schloss Hugenpoet. Als Teil des Programms stand Reiner Knizia für Fragen zur Verfügung. Die Entwicklung dauerte 15 Monaten. Die Ausgangsidee war ein Feld auf einem Spielfeld, bei dem die Figur durch Elektronik an anderer Stelle "etwas" auslöste. Nachdem mit Ravensburger die Idee besprochen wurde, gab es einen Prototypen auf Hunderten von Zetteln und erforderte einen Spielleiter, der den Spielablauf steuerte. Eine erste Version wurde dann auf dem PC entwickelt. Während die Logik des PC-Programms beibehalten wurde, musste der Programmcode für den Chip neu codiert werden. Das Verfahren ist für zwei Jahre patentiert und Andeutungen weisen darauf hin, dass King Arthur nicht das einzige Spiel mit Elektronik bleiben wird.

Bei King Arthur übernimmt jeder Spieler die Rolle eines Ritters, der König von England werden möchte. Ausgestatten mit 10 Ruhmespunkten, einem Schwert, einem Schild und ein wenig Proviant beginnt er das Abenteuer. Begleitet von Merlin bestehen die Ritter Abenteuer, in dem die Ritter von Platz zu Platz ziehen. Einer dieser Plätze bringt Ruhm, ein anderer zwei Güter und sie wechseln jedes Mal, nachdem ein Ritter den Ort erreicht hat. Während seines Zuges trifft der Spieler eine Reihe von Entscheidung . Zunächst bewegt er seinen Ritter über einen Weg von aktuellen zu einem benachbarten Ort. Diesen Ort kann der Spieler nun erkunden, was eine Begegnung sehr wahrscheinlich macht, oder er kann den Ort ignorieren, was oft dazu führt, dass er weiterziehen darf. Die Begegnungen sind der Kern von King Arthur. Hier wird zum Kampf aufgefordert, ein Tauschhandel angeboten, der Ritter wird von Räubern bedroht oder muss das Burgfräulein retten. Als Reaktion kann der Spieler die geforderten Waren abgeben, versuchen Freundschaft zu schließen, kämpfen, weglaufen oder aber den Gegenüber ignorieren.

King ArthurAls Verdeutlichung sei hier die Begegnung mit einem Pegasus angeführt. Pegasus: "Wenn du mir ein Proviant gibst, bringe ich dich auf eine Feld deiner Wahl." Der Spieler hatte kein Proviant und beschließt nun, Freundschaft mit dem Pegasus zu schließen. Daraufhin das Pegasus "Ok. Auch ohne Futter transportiere ich dich, aber nur zwei Felder weit". Der Spieler darf nun seinen Ritter bis zu zwei Felder weit ziehen.

Es gibt auch feste Begegnungen. In den drei Dörfern bekommt man Güter, zu Beginn des Spiels viele, doch je länger das Spiel dauert, desto weniger werden es. Auf den drei Burgen gibt es für die Güter Rüstung, Lanze und Ross. Diese werden für den Sieg benötigt.. genau wie man seine Ruhmespunkte auf 40 vermehren muss. Dies geschieht durch erfolgreiche Kämpfe und Rettungsaktionen oder durch Spende in der Abtei. Der Ritter, der schließlich mit den geforderter drei Ausrüstungsgegenständen und den 40 Ruhmespunkten zum Ausgangsort zurückkehrt, wird neuer König von England.

Der hier geschilderte Ablauf gibt nur einen kleinen Eindruck von der Vielfältigkeit des Spiels wieder. Die Güter haben noch Sonderfunktionen, die Ritter können noch besondere Gegenstände und Zaubertränke erhalten und zum Kennenlernen ist ein Spiel möglich, bei dem zwei Ausrüstungsgegenstände und 30 Ruhmespunkte ausreichen.

Noch eine Anmerkung zur Technik. Sie funktionierte inkl. des Knopfes zum Anzeigen der Ruhmespunkte, einwandfrei.

Fazit: dieses Spiel muss man einfach noch öfter spielen um zu sehen, was da alles an Episoden stattfindet. Vom Spielgefühl ist King Arthur ein Brettspiel, mit dem Chip wurden neue Möglichkeiten geschaffen, weil das Spielgeschehen flexibel wird und das Spielbrett ein "Gedächtnis" bekommen hat.