Hans im Glück


Attika (Marcel-André Casasola-Merkle, 2-4 Spiele, ab 10 Jahren)

Zunächst wir d eine griechische Insel gebaut, die aus einzelnen Elementen mit sieben sechseckigen Feldern bestehen. Die Größe der Insel richtet sich dabei nah der Anzahl der Mitspieler. Die gilt ebenso für die Heiligtümer, pro Mitspieler wird ein Heiligtum an das Ende der Insel gestellt. Nun versucht jeder Spieler eine griechische Kultur auszubauen. Dazu sind 30 Gebäude zu errichten. Alternativ kann auch durch den Göttersegen gewonnen werden, indem man zwei Heiligtümer durch eigene Gebäude verbindet. Während eines Spielzugs kann ein Spieler entweder zwei Gebäude aufdecken oder drei Gebäude bauen. Beim Aufdecken nimmt er jeweils ein Gebäude, deckt es auf und muss sich entscheiden, ob er es errichtet oder auf den Ablageplan ablegt. Wenn er es errichten möchte, muss er die Baukosten dafür zahlen. Für die Bezahlung gibt es vier verschiedene Rohstoffe, die genauen Kosten stehen auf dem Plättchen. Auf einigen der Felder des Spielplan ist ein Rohstoff vorhanden. Beim Bau eines Gebäudes verringert der Rohstoff auf dem Feld, auf dem das Gebäude errichtet werden soll sowie alle Felder direkt daneben die Baukosten. Strafe hingegen ist zu bezahlen, wenn man nicht neben einem eigenen Plättchen baut. Eine sehr kostengünstige Bauweise besteht in der logischen Reihenfolge der Gebäude so kann ein Spieler, der einen Hafen gebaut hat, seine Schiffe kostenlos direkt neben seinem Hafen legen. Der Bau vom Ablageplan geht genauso vonstatten. Zwar sind hier die Gebäude vorher bekannt, doch hat man sie vorher erst einmal hier platzieren müssen. Wer auf einen Teil oder einen ganzen Spielzug verzichtet, bekommt pro Aktion, die er nicht durchgeführt hat, einen Rohstoff auf die Hand.

Fazit: das Spiel kann bereits in der Brettspielwelt gespielt werden und ist daher ausgiebig bzgl. des Spielmechanismusses bekannt. Attika ist ein sehr gutes Bauspiel, das durch die beiden alternativen Siegbedingungen einerseits topologisch und andererseits wirtschaftliche Anforderungen an die Spieler stellt. Die Regeln sind sehr einfach für ein solches Strategiespiel. Insgesamt ist Attika eine Top-Empfehlung.


Carcassonne - die Burg (Reiner Knizia, Klaus-Jürgen Wrede, 2 Spieler ab 8 Jahren)

Der neueste Vertreter der Carcasonne-Familie ist eigenwillig, gilt die wichtigste Anlegeregel - Ränder müssen gleiche Motive haben - nicht mehr. Die Zählleiste bildet eine Burgmauer und enthält einige fest vordefinierte Anlegeplätze. Bis auf die Fortführung von Straßen und die Pflicht, das jedes Teil zumindest indirekt mit einem dieser Anlegeplätze der Burgmauer verbunden sein muss, gibt es keine Anlegevorschrift. In der Burg entstehen Türme, Häuser, Wege und Märkte, die wie aus bisherigen Carcassonne-Spielen bekannt ist, mit Erfolgsleuten besetzt werden können. Für vollendete Gebäude und Wege gibt es Punkte. Märkte werden am Ende gewertet. Neu sind die Türme der Burgmauer. Kommt der Zählstein als erstes auf einen solchen Turm, bekommt der Spieler ein Plättchen mit Sonderfunktion. Darüber lassen sich Werte erhöhen oder bei Spielende unvollständige Teile werten. Auch kommt den Häusern ein Sonderfunktion zu: wer das größte Haus gebaut hat, bekommt bei Spielende so viele Punkte, wie die größte Fläche nichtbelegter Felder beträgt.

Fazit: es ist ein eigenwilliger, aber dennoch klarer Vertreter der Carcassonne Familie. Weil die Anlegeregeln deutlich anders werden, sind herkömmliche Methoden des Carcassonnespielens nicht zu übertragen. Dies macht auch den Reiz aus, weil hier ein anderes Carcassonne geboten wird.