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China Moon (Bruno Faidutti, 3 - 5 Spieler, ab 12 Jahre)

Frösche sitzen im Mondlicht und möchten Seerosen bekommen. Dazu erhält jeder Spieler drei Frösche. Ein Zug ist denkbar einfach: der Spieler bewegt drei Frösche, darunter mindestens einen fremden Frosch. Ein Frosch zieht immer zwei unbesetzte Felder weit, d. h. unbesetzte Felder werden nicht mitgezählt. Dort ist eine Laufstrecke vorgegeben, die sich manchmal kurzzeitig in zwei Bahnen verzweigt. Die Felder haben unterschiedliche Bedeutung; auf vielen Feldern geschieht nichts. Trifft ein Frosch auf eine Seerose, so nimmt er sie an sich. Auf einer Feder, macht derselbe Frosch gleich noch einen Zug, zieht also noch einmal zwei unbesetzte Felder weit. Ein mit einem großen Frosch markierten Feld erlaubt es dem Besitzer des Frosches, eine eigene Seerose mit einer Seerose eines Mitspielers zu tauschen. Außerdem gibt es Schmetterlinge. Kommt ein Frosch darauf, so muss der Besitzer des Frosches eine bereits abgeholte Seerose auf das nächste freie Feld hinter dem Schmetterlingsfeld legen (und kann natürlich erneut eingesammelt werden). Für die vier ersten Frösche im Ziel gibt es jeweils eine Seerose und wenn der vierte Frosch im Ziel ist, endet das Spiel. Der vierte Frosch im Ziel erhält die blaue Seerose, die vier Punkte zählt. Die einzige schwarze Seerose bringt zwei Minuspunkte. Von weißen, gelben und roten Seerosen gibt es fünf Stück. Die erste bei einem Spieler zählt einen Punkt, die nächste zwei usw. Wer aus allen Seerosen den höchsten Wert erzielt, ist Sieger.

Fazit: China Moon ist ein taktisches Spiel, bei dem es während des Spiels keinen Glücksfaktor gibt. Der Reiz liegt darin, dass man fremde Figuren mit voller Auswirkung bewegen kann. Fraglich ist aber der Titel und die Aufmachung. Beides lässt nicht auf diese Art Spiel schließen; die Aufmachung intendiert sogar ein lockeres Kinderspiel und kein Taktikspiel.