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San Juan (Andreas Seyfarth, 2 - 4 Spieler, ab 12 Jahre)

ist das Kartenspiel zu Puerto Rico. Ab jetzt wird alles mit Karten durchgeführt. Auf der Vorderseite sind viele bekannte Gebäude aus Puerto Rico bzw. aus der Erweiterung. Hinzu kommen aber noch viele andere Gebäude. Karten auf der Hand können aber nicht nur ausgelegt werden, sondern sind gleichzeitig auch Dukaten, mit denen bezahlt wird. Auf der anderen Seite können Karten mit der Rückseite nach oben zu einem Produktionsgebäude gelegt werden und sind dann Waren. Doch nun von Anfang an. Jeder Spieler starten mit einer Indigoküperei und vier Handkarten. Wie bei Puerto Rico stehen der Rollen mit Funktion und Privileg zur Verfügung. Beim bekannten Goldsucher erhält der Aussuchende eine Karte auf die Hand. Beim Baumeister darf man eine Karte aus der Hand auslegen und muss die Baukosten durch Ablagen von Karten in Höhe der Baukosten begleichen. Als Privileg spart der Aussuchende eine Karte. Durch den Aufseher wird produziert. Allerdings produziert nicht jedes Produktionsgebäude, sondern nur eines nach Wahl jeden Spielers. Nur der Aussuchende darf als Privileg zwei Waren produzieren. Da es den Kapitän nicht mehr gibt, bleibt nur der Händler zum Verkauf der Waren. Hier darf nur eine Ware verkauft werden, aber die Spieler dürfen auch die gleiche Art Ware verkaufen. Der Preis bestimmt sich aus einem kleinen Kärtchen. Indigo ist die Ware mit dem geringsten Wert. Es folgen Zucken, Tabak, Kaffee sowie die neue Ware Gold. Für eine erhält der Spieler ein bis drei Karten, je nach Ware und aktuellem Kurs. Als letzte Rolle gibt es den Ratsherrn. Wer ihn wählt, erhält fünf Karten, aus denen er eine behalten darf. Alle anderen Spieler wählen eine Karte aus zweien aus. Das Spiel endet, sobald ein Spieler das 12. Gebäude gebaut hat, wobei auch die nachfolgenden Spieler noch bauen würfen. Siegpunkte gibt es nur noch auf den Gebäude, doch manches Gebäude beeinflusst durch seine Sonderfunktion die Schlusswertung. Als Beispiel sei hier die Kapelle angeführt: immer wenn der Gouverneur wechselt, darf ein Spieler eine seiner Handkarten unter die Kapelle legen, wodurch die Karte zu einem Siegpunkt wird. Natürlich gewinnt, wer die meisten Punkte hat.

Fazit: San Juan ist eine hervorragende Umsetzung von Puerto Rico als Kartenspiel. Es spielt sich sehr flüssig und hat eine kürzere Spieldauer als sein Brettspielvorbild. Da alle Gebäudefunktionen direkt auf der Karte stehen und ausschließlich mit Karten hantiert wird, fällt der Einstieg sehr leicht. Wie immer in Essen präsentierte Alea "nur" einen Prototypen und es heißt wieder einmal, auf ein sehr gutes Spiel noch einige Monate warten zu müssen.