Fazit der Messe

Wieder einmal wurden zahlreiche Spiele präsentiert. Wir haben zwar viele Spiele gesehen und dennoch dürften wir etliche auch nicht gesehen haben.

Im Kinderspielbereich halten sich Merchandising-Spiele und andere die Waage. Dabei ist festzustellen, dass immer mehr der Merchandising-Spiele auch Autorenspiele sind. Dass bei Kinderspielen vermehrt auf Memory-Effekte gesetzt wird ist nicht neu, auffallend ist aber die häufige Verwendung beider Seiten des Plättchens.

Bei den Kartenspielen wurde viel leichte Kost aufgelegt. Erstaunt waren wir darüber, dass praktisch jeder Verlag, der ein größeres Kartenspielsortiment pflegt, nun ein Mau Mau/Uno-Derivat im Programm hat.

Nachdem in Essen viele Verlage auf kleine Spiele bzw. auf Harry Potter oder Herr der Ringe setzten, zeigte nun jeder Verlag wieder ein großes Flaggschiff. Der Trend zu leichter Kost hält hierbei an. Eine Folge von Carcassonne und seinem Gewinn des "Spiel des Jahres"? Zumindest liegt die Spieldauer nur bei wenigen Spielen über einer Stunde, obwohl die Spieldauer allein sicherlich weder ein Maß für Komplexität noch für Tiefe darstellt.

Wie schon im letzten Jahr möchten wir auf zwei Spiele direkt hinweisen, die uns persönlich besonders auffielen: zum einen beeindruckten und das Piatnik-Programm, u. a. mit einem reinen Taktikspiel und einem fast reinem Taktikspiel. Das letztere ist dann auch unser erstes Spiel: es heißt "San Gimignano". Zum anderen klang die "kleine" Neuheit von Alea interessant. Sie heißt "Die sieben Weisen" und wir erwarten, dass sie ein kurzweiliges Verhandlungskartenspiel ist.

Brigitte und Wolfgang