Eurogames

Letztes Jahr fragten uns viele Leser, ob wir nicht auch über Eurogames berichten könnten. Wir kommen diesem Anliegen gerne nach und so besuchten wir dieses Jahr zum ersten Mal Eurogames in Nürnberg.

 

Armada (Philippe des Pallières und Patrice Pillet, 2 bis 4 Spieler, ab 10 Jahre)

Dies ist die Wiederveröffentlichung des Descartes-Klassikers auf dem Jahre 1986. Es geht dabei um die Eroberung eines neuen Kontinent, doch versuchen dies auch die anderen Spieler. Mit Verhandlungsgeschick kann man Konflikte vielleicht vermeiden, um sie dann im richtigen Moment anzuzetteln. Doch die Aktionspunkte für die eigenen Unternehmungen sind knapp bemessen.

 

Clippers (Alan R. Moon, 2 bis 5 Spieler, ab 10 Jahre)

HandelslinienClippers basiert auf dem Spiel Santa Fé, das Alan R. Moon damals in seinem Verlag "White Wind" veröffentlichte. Nachdem dieser Verlag nicht mehr existierte und das Spiel nicht mehr erhältlich war, kommt es nun mit neuer Aufmachung und leicht geänderten Regeln wieder auf den Markt. Die Spieler bauen Handelslinien im Pazifik. In jedem Zug darf man eine Insel auswählen, auf der man eine Handelsniederlassung gründet. Danach darf man die Handelslinien fortführen und zwar entweder eine Linie um zwei Teilstrecken oder zwei Linien um ein Teilstück. Ziel ist es, an den Inseln, auf denen man Handelsniederlassungen besitzt, an möglichst viele Linien anzuschließen, denn dafür gibt es am Ende Punkte. Je weiter eine Insel vom Startareal entfernt ist, je wertvoller ist sie und dieser Wert wird mit der Anzahl der Linien am Ende des Spiels multipliziert. Doch auch schon während des Spiels gibt es Möglichkeiten, Punkte zur erringen. Diese gibt es immer dann, wenn man eine noch unentdeckte Insel an eine Handelslinie anschließt. Das Dilemma steckt darin, dass man zwar für den Anschluss Punkte bekommt, jedoch damit dem nächsten Spieler die Entscheidung überlassen muss, in welche Richtung die Handelslinie fortgeführt wird. Sonderaktionen erlauben es, mehr Teilstrecken auszulegen oder eine Verzweigung in eine Handelslinie einzubauen. Sieger ist am Ende der Spieler, der aus den Anschlusspunkte und den Wert seiner Handelsniederlassungen den höchsten Wert erzielt.

 

Fantasy Business (Christophe Boelinger, 3 bis 6 Spieler)

Bei Fantasy Business geht es um die Ausstattung von Abenteurern, wie wir sie aus Fantasy-Spielen kennen. Dazu kann jeder Spieler einen Laden mit den notwendigen Utensilien wie Zaubertränke oder Pfeil & Bogen eröffnen. Um Handel betreiben zu können, muss der Spieler ein solches Utensil ersteigern, genauer ersteigert er nicht das Utensil, sondern eine Quelle, aus der er diese Sache bezieht. Anschließend wird der Verkaufspreis bestimmt. Hier gibt es kein Kartellamt und Preisabsprachen sind ausdrücklich erwünscht. Nach den Absprachen notiert jeder Spieler geheim den Preis, den er zu nehmen gedenkt. Danach werden die Wunschpreise aufgedeckt. Der teuerste Spieler geht leer aus, der preiswerteste Spieler erhält den vollen Preis und alle anderen Spieler erhalten ein wenig Einkommen als Trost. Ziel ist es, der reichste Händler für Abenteurerausstattung zu werden. 

Gouda! Gouda! (Frédéroc Moyerson, 2 bis 6 Spieler, ab 8 Jahre)

MäuserennenJeder Spieler führt eine Schar von Mäusen. Ziel ist es, eine Maus auf das Zielfeld zu bringen, denn dort wartet ein großes Käsestück. Zunächst warten die Mäuse ziemlich tief unten auf den Start des Rennens. Ist ein Spieler an der Reihe, so bestimmt er ein Feld, für das er würfeln möchte. Er erhält so viele Würfel, wie dort Mäuse anwesend sind oder die maximale Anzahl. Diese Würfel werden gewürfelt und zeigen dann eine der drei Ampelfarben. Für jeden grünen Würfel muss eine Maus nach oben gezogen werden, für jeden roten Würfel eine Maus nach unten. In einer Variante gibt es noch Mäusezauber, mit denen man das Ergebnis eines Würfels ändern kann.